In den vergangenen Monaten wurde immer mal wieder darüber berichtet, dass junge Internet-Hacker von den Justizbehörden ausfindig gemacht werden, weil sie durch ihre Hacker-Attacken erheblichen Schäden im Internet anrichten. Im Mai dieses Jahres beispielsweise wurde ein 19-jähriger Hacker aus der Schweiz ermittelt, der im Internet gestohlene Zugangsdaten angeboten und verkauft hatte. Im Juli wurde über einen 18-jährigen Neuseeländer berichtet, der ein ganzes Botnetz aufgebaut und seine Spam-Dienste weltweit angeboten hatte.
Nun heißt es, die Polizei in Nürnberg konnte einen 15-jährigen Hacker aus dem fränkischen Ansbach ermitteln, der sich auf das Webportal der Stadt Ansbach eingeschlichen hatte und den kompletten Webauftritt der Stadt lahm legte. Durch die IP-Adresse des 15-jährigen konnte der junge Hacker aber relativ schnell ermittelt werden. Dem jungen Mann drohen jetzt ein Strafverfahren sowie eine mögliche Schadensersatzzahlung von rund 10.000 Euro für die Rekonstruktion der Ansbacher Webseite.
Der 18-jährige Neuseeländer dagegen kam glimpflicher davon. Das zuständige Gericht in Neuseeland bescheinigte dem jungen Mann eine hochgradige Intelligenz mit Verschlüsselungen, die selbst Fachleute überraschte. Er wurde vom Gericht freigesprochen, bekam allerdings die Auflage, zukünftig den Ermittlungsbehörden zu helfen, um Akteure für Botnetze dingfest zu machen. Der junge Mann zeigt leicht autistische Züge, seine Eltern waren bis dato der Meinung gewesen, 'Sohnemann' beschäftigte sich lediglich mit 'einfachen' Internet-Geschäften.