Aus einer Meldung des Nachrichtenmagazins "Focus " geht hervor, dass der Bundesrat dem Bundestag empfohlen hat, Mobilfunkunternehmen im neuen Telekommunikationsgesetz zu einer Warnmeldung für Handy-Nutzer zu verpflichten. Handy-Nutzer sollen hiernach eine Warn-Kurzmitteilung erhalten, sobald sie für mehr als 50 Euro im Monat Klingeltöne oder Bilder herunter geladen haben.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) hatte bereits im August einen Entwurf für eine Kundenschutzverordnung im Telekommunikationsbereich (TKV) vorgelegt. Wesentlicher Unterschied zwischen dem Entwurf und der nun gemachten Empfehlung: Das BMWA wollte die Warn-SMS schon bei 10 Euro schicken.
Handys machen das Geldausgeben zum Kinderspiel. Dabei verlieren vor allem Jugendliche die Übersicht und tappen in die Schuldenfalle. Besonders gefährdet sind 13- bis 24-Jährige. Das Münchner Institut für Jugendforschung hat herausgefunden, dass diese Gruppe 2002 Schulden in Höhe von 2,5 Milliarden Euro angehäuft haben. Eine Schufa-Studie hat diese Zahlen ermittelt, neuere Angaben liegen nicht vor. Danach kommt es seit 1999 immer häufiger vor, dass Telekomrechnungen nicht bezahlt werden, vor allem von der Gruppe der Teens und Twens.
Mobiltelefone gehören zu den Geldkillern Nummer eins. "Am besten eignen sich für den Einstieg Kartentelefone. Ist die Karte leer, kann das Handy nicht mehr benutzt werden", rät Wolfgang Huber, Leiter der Schuldnerhilfe e.V. in Essen.
Eltern sollten deshalb genau darauf achten, ihren Kindern den richtigen Umgang mit Geld beizubringen. "Kinder müssen lernen, mit den Finanzen auszukommen, die sie zur Verfügung haben. Ist kein Geld mehr da, kann auch nichts mehr gekauft werden", erläutert der Essener Schuldenexperte.