Zur 4. Deutschen Casemod-Meisterschaft (DCMM) trafen sich in Dortmund begabte Schrauber und auch Profi-Handwerker, um ihre Meister im "Aufmotzen" grauer Standard-PCs zu küren. Beim "Case-Modding", dem Tunen von PC-Gehäusen, ist es natürlich äußerst praktisch, wenn man selbst schrauben, schreinern und fräsen kann. Der diesjährige Trend ging eindeutig zu perfekt gearbeiteten Holzgehäusen und Rost-Look.
Wie bei jedem anderen Wettbewerb gab es auch hier verschiedene Wertungsklassen: in der Kategorie Case Modification gehen PC-Gehäuse an den Start, die mit viel Aufwand umgebaut wurden. Futuristische Formen wie der Sieger "Alien" gingen in der Kategorie Case Construction, den komplett neuen Gehäusen, an den Start.
Insgesamt scheint das Interesse an Case-Modding stetig zuzunehmen. Während Case Modding in den neunziger Jahren noch ein Gag auf Lan-Parties war, hat sich mittlerweile daraus eine eigenen Community mit eigenen Webseiten und Foren entwickelt. In diesem Jahr gab es nach Angaben der Veranstalter etwa 100 Anmeldungen von denen aber nur 50 ausgewählt werden konnten um der Jury Gelegenheit zu einer ausgiebigen Inspektion zu geben. "Das technische Niveau extrem gestiegen", erklärte Organisator Michael Wegner von der Bochumer Firma Planetlan. Was im Jahr 2002 noch als Anwärter auf den Titel gegolten habe, sei in diesem Jahr aussortiert worden.
Die Modder investieren in ihre Kreationen oft sehr viel Zeit, während sich die Materialkosten in Grenzen halten. "Unter den Siegern hat jeder mindestens hundert Stunden investiert, manche sogar mehr als tausend. Ein Teilnehmer hat seine alte Duschkabine auseinandergefräst", erzählt Wegner, "ein anderer seine alte Gitarre, die schlecht klang, zum PC umgebaut."