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Kanada entwickelt Strategie gegen Spam

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Kanada entwickelt Strategie gegen Spam


Die Task Force on Spam hat in dieser Woche dem kanadischen Industrieminister David L. Emmerson umfangreiche Vorschläge zur Bekämpfung von Spam, Phishing und anderen digitalen Unlauterkeiten vorgelegt. Emmerson hatte im Mai 2004 die Task Force on Spam ins Leben gerufen. Sie besteht aus acht Mitgliedern von Internet-Providern, Online-Unternehmen, Verbrauchern, Vertretern auch Regierungsstellen und einem Rechtsprofessor.

Insgesamt hat die Task Force eine beachtliche Fülle von verständlich formulierten Vorschlägen und Unterlagen erarbeitet. Verschiedene Maßnahmen werden nicht nur als Schlagworte aufgelistet, sondern näher und im Detail erläutert.

Unter anderem wird der kanadischen Regierung empfohlen :
  • Klare Gesetze gegen Spam und andere Bedrohungen für die Sicherheit des Internets wie Botnets, Spyware und Keylogger schaffen
  • Verbot falscher oder irreführender Header- oder Betreff-Inhalte,
  • Verbot irreführender URLs oder Websites, die zur Sammlung persönlicher Informationen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen oder für kriminelle Zwecke kreiert werden,
  • Verbot von Wörterbuch-Attacken,
  • Verbot von Sammlung, Erwerb oder Nutzung von E-Mail-Adressen ohne Zustimmung der Inhaber,
  • Spürbare Strafen bei Zuwiderhandlung, die auch zivilrechtlich durchgesetzt werden dürfen,
  • Klagemöglichkeit auch an indirekt beteiligte Stellen, die von Spam profitieren,
  • Mehr Ressourcen für die Durchsetzungsbehörden schaffen,
  • Abkommen mit anderen Staaten hinsichtlich Rechtsanpassung und strafrechtliche Verfolgung,
  • Gründung einer Regierungsstelle, die die Durchsetzungsbehörden unterstützt, die Öffentlichkeit laufend informiert und die Anti-Spam-Politik beobachtet und koordiniert,
  • Schaffung einer "Spam-Datenbank" mit Sammlung elektronischen Mülls,
  • Klare Nutzungsrichtlinien bei den Providern,
  • Spam-Versender sollen nicht mehr über fehlgeschlagene Zustellversuche unterrichtet werden,
  • Zertifikate für rechtmäßig handelnde Marketing-Firmen,
  • Filter riskanter Dateien und Einschränkungen der Nutzung von E-Mail-Ports wie Port 25.


Artikel von M. Hellmann - Do, 19.05.2005
Rubrik: Daten-Sicherheit
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