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BenQ neuer Partner bei Siemens Handysparte?

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BenQ neuer Partner bei Siemens Handysparte?


Die Financial Times Deutschland berichtet, dass Siemens in dem taiwanischen Handy-Hersteller BenQ einen neuen Partner für seine kränkelnde Handy-Sparte gefunden hat. "Die Taiwaner könnten ihr Gespür für Branchentrends und gute Marktkenntnisse mit einbringen" heißt es heute in der Zeitung. Bestätigen wollen Siemens diese Meldung allerdings nicht. Heute wird sich der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Telefonkonferenz mit der Handysparte beschäftigen, hieß es am Wochenende. Nähere Einzelheiten will Siemens erst am Dienstag bekannt geben.

Vorstandschef Klaus Kleinfeld, der aus New York zugeschaltet wird, versucht seit Monaten, die verlustreiche Handysparte in ein Joint Venture mit einem Partner auszugliedern. Nachdem Kleinfeld Ende April bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen in Lissabon bereits eine "Entscheidung in Kürze" angekündigt hatte, war der Erfolgsdruck auf den Siemens-Chef stetig gewachsen.

Obwohl der weltweite Absatz an Mobil-Telefonen rekordverdächtig gestiegen ist, fiel der Anteil von Siemens-Handys auf den niedrigsten Stand seit 1999. Das ging aus einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner hervor. Danach lag Siemens im ersten Quartal 2005 mit einem Marktanteil von 5,5 Prozent und 9,94 Millionen abgesetzten Handys weltweit auf Platz fünf. Damit ging der Marktanteil im Vergleichzeitraum des Vorjahres um 2,5 Prozentpunkte zurück.

Das Unternehmen -BenQ- ging Ende 2001 aus einer Ausgründung der Multimediaabteilung Communications and Multimedia des Computerherstellers Acer als unabhängige Firma hervor. Neben Handys stellt BenQ unter anderem auch Flachbildschirme, Laptops und Brenner her.

In der Handy-Sparte hat BenQ derzeit einen Marktanteil von etwa vier Prozent, heist es weiter. Etwa 60 Prozent des Umsatzes werde mit der Produktion für andere Unternehmen erwirtschaftet. Laut Bericht steht BenQ unter einem enormem Preisdruck durch chinesische Konkurrenten. Durch die Herstellung von Mobiltelefonen für eine Gemeinschaftsmarke mit Siemens erhofft BenQ, sich diesem Druck teilweise entziehen zu können. Für Europa hat sich Unternehmenschef Lee Kun-yao für dieses Jahr ein Umsatzwachstum von mehr als 50 Prozent vorgenommen.

Artikel von M. Hellmann - Mo, 06.06.2005
Rubrik: Telekommunikation
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