Internet Lexikon Startseite

ECDL - Computerführerschein für Behinderte

Copyright by at-mix
Spacer Spacer
Schlagzeilen | RedakteureNews einsenden 
Rubrik:   

ECDL - Computerführerschein für Behinderte


Effizientes Arbeiten mit dem Computer ist heute unverzichtbar. Der Europäische Computer Führerschein (ECDL) ist der international anerkannte Standard für Anwenderfertigkeiten im Umgang mit dem Computer. Mit einem ECDL Zertifikat weisen Absolventen Ihre Fähigkeiten in der Benutzung von Officesoftware nach. Österreich ist mit Vorreiter dieses Zertifikates in Europa. Mit weit mehr als 100.000 Absolventinnen und Absolventen hat ECDL gerade in Österreich große Bedeutung für die Aus- und Weiterbildung gewonnen. Nur in Irland, Schweden, Dänemark und Norwegen haben verhältnismäßig mehr Personen den erforderlichen Leistungsnachweis erbracht. Über drei Prozent der Österreicher haben schon zumindest eine Modulprüfung abgelegt; jedes 17. weltweit ausgestellte ECDL-Zertifikat stammt aus Österreich.

Der Klassiker unter den ECDL Produkten ist der ECDL (European Computer Driving Licence). Das Zertifikat bestätigt, dass die Inhaber/innen grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit dem Computer und den wichtigsten Anwenderprogrammen besitzen. Der ECDL wird in sieben Teilprüfungen absolviert.

Mit dem Projekt -ECDL barrierefrei- soll nun auch der Weg für behinderte Menschen in Österreich geebnet werden. Das Projekt setzt auf die barrierefreie Adaptierung der Unterrichtsmedien. Dazu zählen Gebärdenvideos, Video-Untertitel, Sounddateien, "easy to read"-Texte und auch reine HTML-Versionen, die für den Einsatz von Sprachausgabe-Systemen, flexible Bildschirmdarstellung und Braille-Displays notwendig sind. Bei den Prüfungen werden von Menschen mit Behinderungen dieselben Leistungsstandards verlangt wie beim herkömmlichen ECDL.

Das Angebot wendet sich primär an Blinde und Sehschwache, Gehörlose und Hörbehinderte, mobilitäts- beziehungsweise bewegungsbehinderte Menschen sowie Personen mit Lernschwierigkeiten (Dyslexie, Legasthenie, u.a.). Von insgesamt sieben Modulen sind bereits vier im Einsatz

- Grundlagen der Computertechnologie,
- Grundlagen der Computerbenutzung mit Windows XP,
- Textverarbeitung mit Word 2003,
- Information und Kommunikation mit Internet Explorer und Outlook.

Die Unterlagen für die drei fehlenden Bereiche des ECDL sollen bis Jahresende fertig gestellt werden (Excel, Access, PowerPoint). Danach sollen weitere Verbesserungen folgen, wie die Produktion zusätzlicher Gebärdenvideos, eine Leseunterstützung mit Aufmerksamkeitssteuerung, spezielle Angebote für Migranten mit nichtdeutscher Muttersprache und die Schulung von Lehrpersonen, die Menschen mit Behinderung unterrichten. Ziel der Projektpartner ist auch der Export der Unterrichtsmaterialien in andere Länder. Mit Kooperationspartnern werden, soweit erforderlich, lokale Versionen entwickelt.

"Digitale Medien sind flexibler als Bücher. Ein und dasselbe Dokument kann auf verschiedene Weisen ausgegeben und bearbeitet werden, etwa mit Braille-Displays oder durch Sprachausgabe und Sprachbefehle", sagte Klaus Miesenberger von der Universität Linz bei der Präsentation. "Der Computer schafft oft neue Barrieren, weil die Medien schlecht gestaltet sind", ergänzt OCG-Präsidentin Gabriele Kotsis dazu. "Beim ECDL barrierefrei gelten daher dieselben Leistungsstandards, NUR die Lehrmaterialien werden zugänglich gemacht", hieß es weiter.

Artikel von H. Gaerber - Do, 09.06.2005
Rubrik: E-Learning
Diesen Artikel als E-Mail versendenPrint
Spacer
RSS 0.91 Feed
RSS 1.0 Feed
RSS 2.0 Feed
ATOM 0.3 Feed

0|1|2|3|4|5|6|7|8|9|
A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|
K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|
U|V|W|X|Y|Z|  -  :-) 
Dateiendungen
validome.org
Bei Validome können Sie Ihre Website auf barrierefreies HTML testen
 
 
nach oben