Viele von uns kennen das Problem großer Hilflosigkeit, wenn uns die Industrie wieder einmal eine Neuentwicklung präsentiert. Es vergeht kaum ein Tag, an dem man nicht mit einem neuen Handy, Organizer, neue Hardware oder Software konfrontiert wird und Funktionen angepriesen werden, die nie ein Mensch zuvor gehört hat. Wenn der einfache Nutzer sich dann auch noch erdreistet, dieses Produkt haben zu wollen und er mit dem Fachchinesisch der Verkäufer oder den Beschreibungen nicht mithalten kann, dann ist das Chaos ... zu mindestens ... für den Endverbraucher perfekt.
Ein immer gern genanntes Beispiel logischer Irritationen sind der kaum programmierbarer Videorecorder oder der Start-Button (Link 1) bei Microsoft, wenn man den Rechner abschalten möchte.
Das Fraunhofer Institut (Link 2) zeigt Herz und hat sich dieser Problematik (Link 3) wenigstens etwas angenommen. Psychologen, Pädagogen, Didaktiker, Grafikdesigner und Informatiker testen neue Produkte auf ihre Benutzerfreundlichkeit. Firmen können dort ihre Neuentwicklungen in einem frühen Entwicklungsstadium mit einem Konkurrenzprodukt vergleichen lassen können. Eine weitere Spezialität sind die Tests für Groupware (Link 4) wie etwa die Software für Videokonferenzen oder Programme für E-Learning (Link 5) in Unternehmen.
"Ein Produkt muss einfach zu bedienen sein. Das erwartet jeder Hersteller und erst recht jeder Kunde", sagt Laborleiterin Friederike Joedick. Zielgruppe des Labors sind kleine und mittelständische Unternehmen, die sich im Gegensatz zu den großen Konzernen keine eigene Usability-Abteilung leisten können.
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