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Yahoo zahlt Entschädigung an Werbekunden

Im Prozess um das betrügerische Anklicken von Online-Werbeseiten hat der Internet-Dienstleister Yahoo sich nun außergerichtlich mit seinen Klägern geeinigt. Im Sommer vergangenen Jahres hatten geschädigte Werbekunden eine Sammelklage gegen den Portalbetreiber eingereicht. Anzeigenkunden warfen dem Portalbetreiber vor, in der Zeit vom Januar 2004 bis März 2006 nicht effektiv gegen die Betrügereien vorgegangen zu sein. In der Folge hätte Yahoo aufgrund der vorsätzlich gesteigerten Klickraten zu hohe Gebühren berechnet.

Experten wissen zu berichten, dass beispielsweise Konkurrenten die Klickraten ihrer Rivalen mittels Klickrobots manipulieren, um so dessen Werbekosten in die Höhe zu treiben. Denn bei Yahoo sehen die Abrechnungskonditionen vor, dass ein Anzeigenkunde umso mehr bezahlt, je häufiger seine verlinkte Werbung angeklickt wird.

Nach Schätzungen von Branchenexperten wird jeder fünfte Klick auf eine Online-Anzeige mit einer solchen speziellen Software erzeugt. In einem ähnlichen Verfahren hatte ein Gericht im US-Bundesstaat Arkansas den Internet-Suchdienst Google dazu verurteilt, von seinen seit 2001 erzielten Werbeeinnahmen in Höhe von 13,3 Milliarden US-Dollar höchstens 90 Millionen zurückzuzahlen.

Im Gegensatz zu Google wurde die Höhe der Wiedererstattungen bei Yahoo! allerdings nicht nach oben begrenzt. Yahoo! geht davon aus, dass nur ein geringer Teil der in diesem Zeitraum erzielten Werbeeinnahmen in Höhe von 9,1 Milliarden Dollar zurückerstattet werden muss. Nach Aussage des Klageführers Checkmate Strategic Group habe sich Yahoo im Verlauf des Prozesses sehr kooperativ verhalten und sogar Einblick in unternehmensinterne Systeme und Unterlagen gewährt, die zur Aufklärung beitragen konnten.


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