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Google zahlt für Online Video-Seite 'YouTube" 1,3 Mrd. Euro

In gerade einmal zwei Jahren haben die Gründer die Gründer Chad Hurley und Steve Chen des Online-Videoportals "YouTube" es geschafft, das sich rund 40 Millionen Besucher pro Tag rund 100 Millionen Videos und Kurzclips ansehen. Täglich werden rund 65.000 neue Clips hochladen. Die Attraktivität dieses Portals war für den größten Suchmaschinenbetreiber, Google, dann auch so hoch, dass sie das Unternehmen jetzt für 1,65 Milliarden US-Dollar (rund 1,3 Milliarden Euro) aufkauften.

Dem Wall Street Journal zufolge soll in der vergangenen Woche auch Google-Konkurrent Yahoo Interesse an YouTube bekundet haben. Weiter heißt es, das Videoportal habe zudem zuvor ein niedrigeres Angebot von Google abgelehnt.

In einer dpa-Meldung heißt es heute: Beide Unternehmen hätten jetzt der Transaktion zugestimmt. Die Übernahme soll im vierten Quartal 2006 abgeschlossen sein. YouTube soll als Marke bestehen bleiben und weiter alle 67 Beschäftigten behalten (darunter natürlich auch die Gründer Chad Hurley und Steve Chen).

Mit einem geschätzten Anteil von 46 Prozent im August ist YouTube der populärste Dienst dieser Art im wichtigen US-Markt. Googles eigenes Videoangebot kommt auf 23 Prozent. Computer-Nutzer verbringen immer mehr Zeit damit, sich Videos im Internet anzusehen. Diese Zeit verlieren traditionelle Werbeträger wie das Fernsehen.

Von den beiden Gründern gibt es mittlerweile eine eigene Videobotschaft, in der sie die Übernahme des Portals durch Google erklären. YouTube-Gründer Chad Hurley (29) kündigte auch an, auf der Website solle in nicht so ferner Zukunft "jedes Musikvideo, das jemals gedreht wurde", zu finden sein.

Google teilte mit, beide Unternehmen hätten bereits eine Liste erstellt, um das Videoangebot und die Suchmaschine miteinander zu vernetzen. So sollen bald die YouTube-Videos auch in den Google-Suchergebnissen aufgeführt werden.

Analysten erwarten nun, dass die Google-Wettbewerber mit dem Kauf anderer Videoanbieter nachziehen werden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Analyst Anthony Noto von Goldman Sachs sagte, neben E-Mail und Suchmaschine werde wohl das Videoangebot zum dritten zentralen Internetangebot werden.

Erst im August hatte Sony den kleineren YouTube-Konkurrenten Grouper für 65 Millionen Dollar gekauft.


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