Das Klientel mit Zeit und Geld interessiert sich mehr und mehr für die Errungenschaften des 21. Jahrhunderts, doch die Industrie produziert an ihnen vorbei. Handys (Link 1) mit kleinen Knöpfen, Symbole die niemand kennt und Anwendungen, die niemand braucht. Computer (Link 2) werden immer schneller, Bildschirme (Link 3) größer und die Anwendungen immer komplizierter. Was Kiddys cool finden, stößt bei Senioren an unüberwindbare Grenzen. Während immer mehr junge Menschen über Konsumschulden stöhnen, bleibt der Markt für betuchte OPAs verschlossen. Dies ist um so erstaunlicher, als das nicht die Zahl der Jugendlichen, sondern die Zahl der Senioren ständig wächst.
"Es gibt weltweit kein wirklich erfolgreiches Seniorenprodukt außer dem Blutdruck-Messgerät fürs Handgelenkt" sagt Darius Khoschlessan, Gründer von Senio (Link 4), Deutschlands erstem Fachhandel für Seniorenbedarf. Dabei wäre die Lösung doch ganz einfach: Handys mit großen Tasten und einfache Funktionen, Computerbildschirme mit Vergrößerungslinsen, kostengünstige Service-Leistungen für Notruf, Arzt und Freizeit. "Das vermeintliche seniorengerechte Produkt geht oft an den Bedürfnissen der Älteren vorbei", meint auch Lutz Kubitschke, Projektleiter bei der Bonner Forschungsgesellschaft empirica (Link 5) .
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