Mit dem Verkauf der Festnetzsparten im Bereich Telekommunikation (vornehmlich DSL und sonstige Internet-Zugänge) hat die AOL-Mutter "Time Warner" eine Neuausrichtung des AOL-Unternehmens eingeläutet. Nun will das Unternehmen die AOL-Position in Europa durch Zukäufe stärken. -DAS- wenigstens berichtet AOL-Deutschland-Chef Charles Fränkl heute gegenüber der Finanz-Nachrichten-Agentur dpa-AFX.
Fränkl meint: "Wenn etwas nicht im eigenen Haus entwickelt werden kann, dann wird AOL zukaufen. Seit dem Verkauf des Internet-Zugangs-Geschäftes konzentriert AOL sich vornehmlich auf die Online-Werbung. "AOL entwickelt sich vom Zugangsanbieter zum Medienhaus. Auf dieser Basis wird sich das Geschäft in Deutschland auch weiterentwickeln", meint Fränkl weiter.
Laut Fränkl würde sich AOL im Online-Werbegeschäft, wie auch der gesamte Markt derzeit, kräftig weiterentwickeln. Er nannte Zuwachszahlen von bis zu 40 Prozent. "Auch in Sachen Web 2.0 läuft in Deutschland schon einiges", meint Fränkl und davon wolle AOL mit profitieren. ."Die Entwicklung in den USA ist zwar ein Jahr weiter, aber Deutschland wird eine große Rolle spielen."
Gegenüber der dpa-AFX nannte Fränkl auch Einzelheiten hinsichtlich der derzeit noch vorhandenen 1500 Mitarbeiter: Durch den Verkauf der Internet-Sparte an die Telecom Italia werden gut 1.250 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen und zum deutschen DSL-Provider HanseNet wechseln. HanseNet ist die 100%tige Tochtergesellschaft von der Telecom Italia und durch den Zukauf von AOL-Deutschland zum drittgrößten DSL-Provider in Deutschland aufgestiegen. Vor HanseNet liegen nur noch die United Internet und die deutsche T-Online.
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