Wer beim Lesen eines Textes schon mal das Gefühl hatte: "Diese Zeilen kennst Du doch", kann seinen Verdacht jetzt online mit "Docoloc (Link 1)" überprüfen. Diese neue Software, die vom Institut für angewandte Lerntechnologien (IFALT (Link 2)) in Braunschweig entwickelt wurde, kann anhand der Daten der Suchmaschine Google überprüfen, ob ein Text Passagen enthält, die angeschrieben wurden.
In immer mehr Hausarbeiten in der Oberstufe, Diplomarbeiten an der Universität, Konferenzbeiträgen und anderen wissenschaftlichen Abhandlungen finden sich Textpassagen, die woandes abgeschrieben wurden. Zu groß ist die Versuchung, eigene Leistungen durch Plagiate zu ersetzen. Mußten Schummler früher noch aufwändig Texte in der Bibliothek abschreiben, so genüg heute das Kopieren und Einfügen eines im Internet recherchierten Textes. Von dort ist es nur noch ein kleiner Schritt bis zur kompletten Fälschung (Link 3) von Forschungsergebnissen.
Docolog wurde von Martin Gutbrod und Oliver Wellnitz am Institut für Betriebssysteme und Rechnerverbund der Technischen Universität Braunschweig entwickelt. Die Software liest einen zu prüfenden Text ein und vergleicht ihn mit der Datenbasis der Suchmaschine Google, die über 8 Milliarden Dokumente indiziert (Link 4) hat. Als Ergebnis erhält man ein Dokument, in dem die Plagiat-verdächtigen Stellen gelb markiert und mit einem Link zum vermeintlichen Originaldokument versehen sind.
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