Die russischen Sicherheitsspezialisten und Software-Anbieter "Kaspersky" haben die Sicherheit des neuen Microsoft-Betriebssystems "Vista" kritisiert. Zudem hätten die Anbieter von Sicherheitsprogrammen keine Möglichkeit, einen direkten Zugang zum neuen Betriebssystem zu bekommen und somit würde sich das Dilemma des Vista-Vorgängers "Windows-XP" spätestens in einem Jahr wiederholt haben: Cyberkriminelle werden Wege finden, Vista-Sicherheitsschranken zu umgehen und dann erst würde Microsoft reagieren und den Sicherheitsfirmen einen entsprechenden Zugang gewähren. Zunächst aber, so Firmenchefin Natalja Kaspersky, wären die Virenschreiber eindeutig im Vorteil.
Windows-Vista ist seit Januar dieses Jahres auf den Markt und Microsoft wirbt damit, dass das Betriebssystem das sicherste System ist, dass das Unternehmen bisher auf den Markt gebracht hat. Sicherheitsspezialisten und Firmen für Sicherheitssoftware hingegen kritisieren seit Monaten, dass Microsoft die Möglichkeiten zur Herstellung entsprechender Schutzprogramme erheblich einschränke. Verschiedene Tests von Kaspersky hätten bereits gezeigt, dass zahlreiche Schadprogramme sich auch unter Vista ausführen lassen. Nach Beschwerden bei der EU-Kommission in Brüssel kündigte Microsoft eine weitere Öffnung für die Sicherheits-Branche an.
|