Zu früheren Zeiten, als die Arbeitsämter sich noch persönlich um die Vermittlung der arbeitssuchenden Arbeitnehmer bemüht haben, hatte man einen persönlichen Ansprechpartner, den man direkt kontaktieren konnte und der einem auch kurzfristig mit den Alltagsproblemchen geholfen hat. Heute gibt es 'freie' Arbeitsvermittler und die Behörde mit über 50.000 Beschäftigten verwaltet sich mehr oder weniger nur noch selbst. Kontakte von außen sind nicht mehr möglich und selbst die einfachsten Anfragen wandern über drei Stellen, bevor sie überhaupt bearbeitet werden.
Versuchen Sie doch einfach mal, die Job-Vermittlung Ihres Arbeitsamtes zu bekommen, um nach Hilfskräfte für einen privaten Umzug zu fragen. In diesem Fall werden drei verschiedene Stellen bemüht, bevor Ihr Anliegen in den Wartefluren des Amtes ausgehängt wird.
Wenn Sie 'Job-Vermittlung' + 'Stadt' auf der Website www.telefonbuch.de eingeben, so erhalten Sie die Telefonnummer Ihres örtlichen Arbeitsamtes (sorry Agentur für Arbeit). Wählen Sie aber diese örtliche Telefonnummer, so gelangen Sie zu einem Call-Center ... irgendwo in Deutschland ... nur nicht in Ihrer Stadt. Wie heute leider üblich, müssen Sie sich dann zunächst durch ein Sprach-Menü quälen, bevor Sie überhaupt einen echten Menschen an die Strippe bekommen.
Nach einer zumutbaren Wartezeit von gut 10 Minuten erklärt Ihnen dann eine Service-Kraft, dass eine ganz andere Stelle zuständig ist und Sie bitte die Telefonnummer XYZ anrufen möchten. Diese Stelle aber ist wiederum nur für die Verteilung der Job-Anfragen auf die einzelnen Ämter zuständig, die eigentliche Kraft im Amt Ihrer Stadt bekommen Sie gar nicht zu Gehör.
-WIESO- müssen -DREI- Kräfte des öffentlichen Diensts beschäftigt werden, um durch die Job-Vermittlung des örtlichen Amtes einen kleinen Aushang zu veranlassen?
Sie fragen sich, was diese News mit 'Internet & eCommerce' zu tun hat? -NICHTS-!
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