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Internet - Für viele so stressig wie ein Bungee-Sprung

Für jemand, der regelmäßig seinen Rechner anschaltet und schon sehnsüchtig seine neuesten Kontakte abruft, sich in Chats oder Foren tummelt oder einfach nach neuen Informationen sucht ist die folgende Meldung sicherlich komplett unverständlich: Für viele Menschen ist das Internet so stressig, wie beispielsweise ein Bungee-Sprung für Freizeitsportler.

Wie jetzt die BBC News berichtet, habe es in Großbritannien hierzu bereits Vorstudien gegeben. Danach sind viele Menschen einfach nicht dazu zu bewegen, ins Internet zu gehen, obwohl sie dazu durchaus die Möglichkeit hätten. Dieses Phänomen soll jetzt mithilfe von Psychologen anhand von vier Probanden untersucht und dokumentiert werden. Die Leitung des Projektes hat die British Telecom übernommen.

Laut Dr. David Lewis, dem Leiter der BT-Studie, bleiben viele Menschen dem Web aus einer allgemeinen Technikangst heraus fern. Surfen ist für sie mit enormem Stress verbunden – ein krasser Gegensatz zu vielen Dauernutzern des Internet, die es als besonders entspannend empfinden.

Im Test sollen nun vier Personen über einen Zeitraum von zwei Monaten begleitet werden. Mit Breitbandzugang, Laptop, Webcam und Digitalkamera ausgestattet arbeiten die Versuchspersonen einen Trainingsplan ab, der sie von ihrer Web-Angst befreien und ihnen die Vorzüge der Internetnutzung nahe bringen soll. Das Ergebnis dieser Studie wollen die Initiatoren dann unter den Namen 'Journey to Inclusion' online veröffentlichen.

In der Tat gibt es auch in Deutschland sehr viele Menschen, die mit dem Internet absolut nichts zu tun haben wollen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Personen der älteren Generation oder Personen mit einem geringen schulischen Bildungsstand. Diese Personen sind zumeist auch handwerklich orientiert und haben sich niemals tiefer mit Technik auseinander setzen müssen. Die Tatsache, dass man bei einem Microsoft-Rechner zunächst den 'Start-Knopf' drücken muss, um den Rechner wieder auszuschalten ist ebenso unverständlich, wie allgemeine Bezeichnungen wie 'Server', 'Browser', 'Internet-Explorer' oder 'Betriebssystem'. Außerdem fehlt einfach das Verständnis dafür, wie DSL funktioniert, was unter einem Provider zu verstehen ist und wieso man einen 'Treiber' braucht, um den Drucker zu aktivieren.


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