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Symbian-OS-Handy-Virus -Cabir- erstmals in den USA

US-Medien berichten, dass der (eigentlich) als harmlos eingestufter Handy-Virus -Cabir (Link 1)- für Nokia Symbian-OS (Link 2) - Handys erstmals in Kalifornien aufgetaucht ist. Mikko Hypponen (Direktor des Anti-Viren-Herstellers F-Secure (Link 3)) berichtet, am 22.02.2005 wurde ein mit Cabir infiziertes Handy in einem Geschäft in Santa Monica (Kalifornien) gefunden. Der Handy-Besitzer hatte sein Gerät dort zur Reparatur abgegeben und das Gerät hätte gleich das Handy des Ladenbesitzers mit infiziert. Es sei auch nicht auszuschließen, dass das Gerät noch weitere Nokia-Handys in der Nähe dieses Geschäftes infiziert hat, so Hypponen weiter.

Cabir war vor etwa acht Monaten erstmalig auf den Philippinen aufgetaucht. Zwischenzeitlich gibt es 15 Varianten in folgenden Ländern:

- Philippinen,
- Singapur,
- Vereinigte Arabische Emirate,
- China,
- Indien,
- Finnland,
- Vietnam,
- Türkei,
- Russland,
- England,
- Italien,
- USA,
- Südafrika.

Cabir verbreitet sich über Bluetooth (Link 4). Damit eine Infektion überhaupt zustande kommen kann, muss ein Symbian-Handy-Nutzer die Bluetooth-Funktion auf -erkennbar- gestellt haben. Will sich das Virus (Link 5) von einem anderen Handy installieren, so muss sein Besitzer zudem dreimalig bestätigen, dass sich das Programm wirklich installieren darf.

1.) Bestätigung zum Empfang der Datei per Bluetooth
2.) Bestätigung, es wird eine unsichere .SIS-Datei installiert
3.) Bestätigung, es wird nun wirklich die .SIS-Datei installiert

Steve Litchfield (Link 6) von 3-Lib hat zum Virus Cabir eine Abhandlung veröffentlicht. Hierin bemerkt er: "Wer dann zum dritten Mal die -JA- Schalttaste gedrückt hat, der verdiene es auch, den Virus zu bekommen.

Nach dieser Abhandlung ist es eigentlich ausgeschlossen, dass Handys unabsichtlich infiziert werden können. Litchfield meint, Cabir und andere Symbian-Viren seien daher eigentlich nur ein Medien-Hype.

Experten von F-Secure meinen zur Litchfield-Abhandlung: "Technisch gesehen ist das richtig, aber Litchfield verlangt zuviel vom durchschnittlichen Handy-Besitzer. F-Secure verweist auf die Probleme bei der PC-Gemeinde: "Es wird permanent vor E-Mail-Anhängen gewarnt und trotzdem können sich diese Viren massenweise verbreiten. Es ist unrealistisch anzunehmen, dass der durchschnittliche Handybenutzer vorsichtiger ist, als der durchschnittliche Besitzer von E-Mail - Programmen".

Die größte Beeinträchtigung des bisher harmlosen Virus ist, das Cabir den Handy-Akku wegen der Bluetooth-Abfragen permanent beansprucht. Selbst Anti-Viren-Programme für Symbian ziehen permanent Energie aus den Akkus.


Im Artikel enthaltene URLs:
1Cabirhttp://www.at-mix.de/news/146.html
2Symbian-OShttp://www.symbian.com/
3F-Securehttp://www.f-secure.com/
4Bluetoothhttp://www.at-mix.de/bluetooth.htm
5Virushttp://www.at-mix.de/viren.htm
6Steve Litchfieldhttp://3lib.ukonline.co.uk/viruses.htm
 
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