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Ab 2010 - Alle dt. Behörden wollen per E-Mail erreichbar sein

Nach einer EU-Dienstleistungsrichtlinie gibt die Europäische Kommission vor, dass sämtliche Behörden den Unternehmen die Möglichkeit geben sollen, die Aufnahme von Dienstleistungstätigkeiten, europaweit, aus der Ferne veranlassen und abwickeln zu können. Beispielsweise sollen durch die Kommunikation per E-Mail, bzw. über Internet-Plattformen, den Unternehmen das persönliche Erscheinen aber auch Anrufe erspart bleiben.

Im "Branchenkompass Public Services 2007" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut ist nun zu lesen, wie weit denn die Vorbereitungen in den deutschen Behörden gediegen sind und mag man der Studie Glauben schenken, gehen deutsche Behörden sogar noch weiter:

Nahezu jede Kommunalverwaltung will die Dienstleistungen nicht nur für Unternehmen sondern auch für den einzelnen Bürger erheblich erweitern. In den meisten Kommunen soll es ab 2010 nicht nur möglich sein, Gebühren per Online-Banking zu zahlen, eingeschlossen werden auch Dienste aus dem Bereich Einwohnermeldewesen oder Übermittlung von Verwaltungs- oder Steuerformularen sein und ebenso soll man zukünftig einen Reisepass bzw. Personalausweis elektronisch beantragen können.

Um die Prozedur für den einzelnen Bürger erheblich zu vereinfachen, wollen gut 25 Prozent aller Kommunen dabei sogar auf die elektronische Signatur verzichten. Ein Teil der Kommunen plant darüber hinaus, weitere Serviceangebote per E-Mail zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören unter anderem Allgemeine Bürgerdienste, wie beispielsweise das Beantragen von Beglaubigungen oder Führungszeugnissen. Auch Gewerbe- und Kfz-Anmeldungen, Antragsverfahren im Bauwesen sowie Vorgänge rund um die Abfallwirtschaft sollen künftig in mehr Städten als bislang per E-Mail möglich werden.

Allerdings muss dieser Weg nicht unbedingt immer von Vorteil sein. Kurze telefonische Kontakte mit schnellen und unbürokratischen Informationen werden dann schlechter zu bekommen sein, wie wohl jeder bereits heute in der Agentur für Arbeit feststellen kann. Auf Call-Center für telefonische Verwaltungsanfragen wollen die meisten Städte und Gemeinden nämlich verzichten. Nur 38 Prozent beziehen Call-Center in ihre E-Government-Planung ein.


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