Die zuständigen Prüfer für britische Schulen, die "British Educational Communications and Technology Agency" (Becta) ist nach einjähriger Prüfung zu dem Schluss gekommen, das neue Microsoft-Betriebssystem für britische Schulen >>nicht<< zu empfehlen. Grund: Der Umstieg auf Windows Vista und Office 2007 wäre insgesamt zu teuer und um gemischte Netzwerkumgebungen zu vermeiden, sollten die Schulen bei Windows XP bleiben.
Die BECTA hat sich bereits sehr früh mit der Thematik "Vista" beschäftigt, nämlich seit Anfang 2006. Ihre kritische Haltung gegen Windows Vista machte die Behörde, die dem britischen Schulministerium untersteht, bereits Anfang 2007 in einem Zwischenbericht deutlich. Windows Vista könne allenfalls für komplette Neuanschaffungen in Erwägung gezogen werden, sonst solle man in Hinblick auf eine Vermischung der Netzwerkumgebungen lieber auf Vista verzichten und bei Windows XP bleiben, lautet die Empfehlung.
Als wesentlichen Grund für die ablehnende Haltung nennt die Behörde die möglichen Kosten für eine Umstellung. Lediglich 22 Prozent aller vorhandenen Rechner wären überhaupt für Vista geeignet, alle anderen Rechner sind in ihrer Kapazität viel zu klein. Jeder Rechner sollte für Vista über einen Arbeitsspeicher von Minimum einen Gigabyte verfügen und eine derartige Umstellung würde der Schulbehörde Kosten von zwischen 99 und 164 Euro >>pro Rechner<< bescheren. Für ganz England und Wales bedeutet das eine Kostenbelastung von gut 230 Millionen Euro.
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