Jeder kennt sie: die so genannten 'Whiteboards' oder auch 'Weiße Tafeln' bzw. 'Weiße Wandtafeln'. Das sind glatte Oberflächen, die anstatt mit Kreide, wie früher die herkömmlichen Wandtafeln, mit speziellen Filzmarkern beschrieben und mit einem Schwamm wieder leicht abgewischt werden.
Microsoft hat jetzt eine neue Technologie vorgestellt, bei der auf einer entsprechenden Tafel virtuelle Inhalte zur Präsentation angezeigt werden, die der Referent mit der Hand, speziell mit den Fingern 'bearbeiten' kann. Diese Technologie umschreibt Microsoft mit 'Touch Wall', ist eine Art interaktives Whiteboard mit einem neuen 2D-Interface. Vorgestellt wurde sie jetzt von Microsoft-Gründer Bill Gates höchst persönlich, und zwar auf der 'Microsoft CEO Summit'.
Letztlich kennt man die mögliche Bedienung schon von dem Apple-iPhone-Handy. Führt man die Finger auf das Display der Präsentationsfläche und zieht die Finger auseinander oder zusammen, so zoomt man bestimmte ausgewählte Elemente heran oder zurück.
Wirklich neu an dieser Technologie ist die Tatsache, dass die Inhalte zwei- und auch dreidimensional dargestellt werden können. Dokumente, Verzeichnisse und so weiter sind nebeneinander angeordnet, wie auf einer großen Karte. Das gewünschte Element wird mit dem Finger an die gewünschte Position gezogen und herangezoomt. Die einzelnen Dokumente werden dann in einer dreidimensionalen Ansicht gezeigt, hier kann dann durch den Stapel an 'Folien' oder auch die Seiten eines Word-Dokuments geblättert werden.
In der Gesamtansicht lassen sich außerdem einzelne Bereiche einfach einkreisen, um sie auszuwählen. Am unteren oder oberen Bildrand zeigen sich Symbole, mit denen sich einzelne Bearbeitungsschritte aktivieren lassen.
Zwar lief die Präsentation von Bill Gates noch nicht hundertprozentig "rund", doch der Weg und die Technik sind klar. Zukünftig soll diese Technik auch in die nächste Windows-Generation für PCs integriert werden.
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