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VoIP-Anbieter Skype vergibt Rufnummern für Festnetz

Auf der gerade zu Ende gegangenen Computermesse (Link 1) CeBIT war das Telefonieren über das Internet (Voice over IP) eines der Hauptthemen (Link 2). Einer der weltweit bekanntesten Anbieter ist Skype (Link 3) mit inzwischen 1,8 Millionen registrierten Benutzern in Deutschland. Konnte man bisher über den VoIP-Dienst von Skype (Link 4) nur mit anderen Skype-Nutzern kostenlos von Computer zu Computer telefonieren oder günstig ins Festnetz anrufen, so soll man jetzt auch aus dem Festnetz angerufen werden können.

Zu diesem Zweck will Skype künftig auch eigene Festnetz-Rufnummern an seine Kunden vergeben. Die neue Funktion nennt der Anbieter "SkypeIn". Sie ist in der Beta-Version der Skype-Software für Windows enthalten, die im Internet zum Download (Link 5) bereit steht. Derzeit können die Kunden zwischen eine Telefonnummer aus Frankreich, Großbritannien, Hongkong und den USA wählen, die aus den Mobilfunk- und Festnetzen weltweit erreichbar ist. Man muss nicht im jeweiligen Lande leben oder dessen Bürger sein. Deutsche Nummern sind im Moment noch nicht verfügbar; da die Vorschriften der Regulierungsbehörde (Link 6) fordern, dass die Vorwahlen der vergebenen Festnetz-Rufnummern zum Wohnort der Teilnehmer passen.

Der neue Dienst "SkypeIn" kostet 11,50 Euro für drei Monate oder 34,50 Euro im Jahr. Darin ist auch ein Anrufbeantworter enthalten, der ohne “SkypeIn" separat für 5,75 Euro (drei Monate) oder 17,25 Euro (ein Jahr) bestellt werden kann. Umgekehrt kann man vom Computer aus für einen Minutenpreis von 2 Cent ins deutsche Festnetz, in die USA und zahlreiche andere Länder anrufen.

Die neue Beta-Version von Skype präsentiert die Optionen nun in einem übersichtlichen Fenster mit aussagekräftigen Icons. Außerdem steht nun eine Export- und Importfunktion für die Kontaktliste zur Verfügung, um sie im VCF-Format sichern oder auf andere Rechner transferieren zu können. Einziges Manko bleibt weiterhin, dass Skype für seinen Client einen proprietären Dienst verwendet, der zum gängigen SIP-Standard (Link 7) nicht kompatibel ist.

“Je mehr die Leute sich an die Technik gewöhnen, umso normaler wird es für sie, Anrufe über den Computer oder WLAN-Geräte zu tätigen. Wir wollen Skype so weiterentwickeln, dass es auf den verschiedensten Plattformen und Komponenten läuft.“ erklärt Niklas Zennström, CEO von Skype, in einem Interview (Link 8) mit der Netzeitung. “Unsere Mission ist es, einfache, verlässliche und freundliche Kommunikationswerkzeuge anzubieten. Wir sind kostengünstiger, weil Skype-Anrufe intern kostenlos sind und Anrufe ins Festnetz egal wo hin soviel kosten, wie ein Ortsgespräch. Durch die P2P-Architektur ist auch die Anrufqualität besser. Zusätzliche Geräte benötigen die User nicht - ein Headset reicht aus. Außerdem ist Skype sehr einfach zu bedienen, man muss es einfach herunterladen und es läuft innerhalb weniger Minuten. Daneben werden alle Anrufe verschlüsselt, das gilt auch für Dateien, die man mit Skype verschicken kann. Der Dienst ist außerdem mobil - man kann Skype von jedem Punkt der Erde nutzen, wo es Internet gibt.“, so Zennström weiter zu den Vorteilen seiner Software.


Im Artikel enthaltene URLs:
1Computermessehttp://www.cebit.de
2Hauptthemenhttp://www.netzwelt.de/news/70509-voip-warten-auf-den-grossen.html
3Skypehttp://www.skype.com
4VoIP-Dienst von Skypehttp://www.at-mix.de/skype.htm
5Downloadhttp://web.skype.com/home.de.html
6Regulierungsbehördehttp://www.regtp.de
7SIP-Standardhttp://www.univie.ac.at/comment/04-1/041_32.html
8Interviewhttp://www.netzeitung.de/spezial/internettelefonie/330032.html
 
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