Artikel:
Verbraucherzentrale - Handy wird zur Schuldenfalle

Nach Beobachtungen der baden-württembergischen Verbraucherzentrale (Link 1) in Stuttgart entwickeln sich Handys immer mehr zur Schuldenfalle. Grundlage sind sich häufende Beschwerden von Bürgern über Handyrechnungen, die erschreckende Höhen erreichten. So bezahlten Kinder und Jugendliche etwa für Klingeltöne, für die im Fernsehen oder Zeitschriften geworben wird, zum Teil bis zu 4,99 Euro.

"Die eingeblendete Information über den Preis und Vertragsbedingungen ist dabei zu klein und erscheint zu kurz", sagte die Telekommunikationsexpertin der Verbraucherzentrale, Brigitte Sievering-Wichers. Viele seien wegen hoher Handyrechnungen überschuldet. Besonders tückisch sind Angebote, die auf den ersten Blick einen Klingelton bewerben, tatsächlich aber zum Abschluss eines kompletten Abonnement führen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale treiben so genannte Premium-SMS die Handyrechnung in die Höhe. 1000 Euro seien dabei keine Seltenheit. Über Premium-SMS können Mobilfunk-Dienstleistungen per Kurzmitteilung zu speziellen Preisen abgerechnet werden. Mit ihnen werden Klingeltöne und Logos verkauft oder auch die Teilnahme an einem Chat ermöglicht. In den Jahren 2003 und 2004 hätten die Oberlandesgerichte Hamburg und Hamm die Werbung für die über 0190-Nummern herunterzuladenden Extras in Kinder- und Jugendzeitschriften als sittenwidrig untersagt. "Die Anbieter konzentrieren sich deshalb jetzt auf die Premium-SMS", sagte Sievering-Wichers.


Im Artikel enthaltene URLs:
1Verbraucherzentralehttp://www.verbraucherzentrale-bawue.de/
 
nach oben