Heute überraschte der Yahoo-Chef und Gründer 'Jerry Yang' mit einer Aussage die Teilnehmer auf der Web-2.0-Konferenz in San Francisco: Laut US-Branchendienst 'CNet' meinte Yang, das Beste was Microsoft tun könne wäre, Yahoo zu kaufen. Er halte eine Übernahme durch Microsoft für keine schlechte Idee und wenn der Preis stimmt, könne Microsoft sein Unternehmen haben.
Hintergrund wird wohl sein, dass der Yahoo-Konkurrent 'Google' aus dem geplanten Werbe-Jointventure ausgestiegen ist. Das Abkommen sah vor, dass Yahoo von Google akquirierte Anzeigen auf US-amerikanischen und kanadischen Webseiten anzeigt und dafür am Umsatz beteiligt werden sollte. Der angeschlagene Yahoo-Konzern versprach sich davon mehrere hundert Millionen US-Dollar zusätzlichen Umsatz im Jahr. Zudem galt das Abkommen als Teil der Abwehrstrategie des Unternehmens gegen die Übernahmeversuche seitens Microsoft.
Gestern wurde aber bekannt, dass Google sich zurückgezogen hat. Die US-Kartellbehörden hatten sich nach monatelangen Prüfungen nicht davon überzeugen lassen, dass ein Jointventure zwischen den beiden großen Suchmaschinen keine all zu große Dominanz auf dem Internet-Werbemarkt darstellt. Die Kartellabteilung des US-Justizministeriums hatte ebenfalls Bedenken geäußert und auch ein von Google angebotener Kompromissvorschlag fand keine offenen Ohren bei den Wächtern.
Microsoft hatte zuletzt 33 US-Dollar pro Aktie geboten. Am Dienstag schloss der Kurs der Yahoo-Aktie bei 13,35 US-Dollar, legte nach den neuen Spekulationen am Mittwoch aber deutlich zu.
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