Mitchell Baker (Präsidentin der Mozilla Foundation (Link 1) ) ist sich sicher, dass sich auch mit steigender Popularität des Webbrowsers Firefox (Link 2) , nicht so viele Sicherheitslücken zeigen werden, wie beim Internet-Explorer. "Nichts ist perfekt, aber das bessere Sicherheitsprofil von Firefox resultiert schon aus der Art, wie er entwickelt worden ist. Ein wesentlicher Vorteil ist, dass Firefox eben kein Bestandteil des Betriebssystems ist. Auch das Fehlen von ActiveX im Browser macht ihn weniger anfällig für Angriffe", so Baker. "Grundsätzlich sind Fehler im Code recht einfach und schnell zu beheben", betonte Baker weiter. "Manche Probleme lassen sich aber nicht so simpel lösen. Dies gelte insbesondere bei Angriffen, bei denen Anwender ausgetrickst werden, statt einen Fehler im Browser auszunutzen, etwa Phishing-Attacken über internationalisierte Domain-Namen."
CEO John Thompson von Symantec kann einen Teil der Aussagen von Baker so nicht teilen. Thompson und andere Sicherheitsspezialisten erwarten eine Zunahme der gefundenen Schwachstellen in Firefox: "Je mehr Anwender ihn einsetzen, desto mehr Hacker werden nach Lücken darin suchen und sie auch finden". Dass er damit vielleicht nicht ganz Unrecht hat, zeigt auch die Liste (Link 3) der in Version 1.0.1 beseitigten Sicherheitsprobleme. Allerdings führte keiner der Fehler - anders als beim Internet Explorer - bereits beim Besuch einer Webseite zur Infektion mit einem Schädling.
Firefox ist zwischenzeitlich zum erfolgreichsten Alternativ-Browser aufgestiegen. Der Standalone-Browser Firefox ist ein kleiner und schnellerer "Cousin" des etwas schwerfälligen All-in-One-Websuite Mozilla. Die Version 1.0PR erschien Mitte 2004 und gilt als erste voll funktionsfähige und stabile Version. Als Relikt der vielen Betaversionen war bei dieser Version noch die alte Bezeichnung 0.10.1 übriggeblieben. Die Version 1.0 ging am 01. Nov. 2004 mit einer großen Werbekampagne (New York Times) an den Start; die Kosten für die ganzseitigen Anzeigen wurden mit Spenden finanziert. Zwischenzeitlich wurden schon mehr als 25 Millionen Downloads von Firefox vermeldet.
Der Software-Gigant Microsoft hat bereits auf die Entwicklung des Firefox reagiert. Ursprünglich sollte die nächste Version des Internet - Explorers mit dem Betriebssystem Longhorn veröffentlicht werden. Im Februar 2005 kündigte Microsoft nun doch noch einen eigenständigen Browser ( Internet - Explorer 7.0) an. Eine Betaversion des Internet Explorer 7 (IE 7) soll noch im Sommer 2005 erscheinen, so Microsoft in seiner Mitteilung.
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