Nach einem Artikel im IT-Fachmagazin c't sind viele Filter, die Kinder und Jugendliche vor pornografischen oder gewaltverherrlichen Internet-Inhalten schützen sollen, gänzlich wirkungslos. Durchgängig versprechen solche Filter, automatisch alle gekennzeichneten Webseiten entsprechend auszufiltern, sofern die Filterfunktion aktiviert sind. Derartige Filter funktionieren nach einem Test aber nur bedingt, wie es in der neuesten Ausgabe des c't (8/07) heißt.
Die c't hat mehrere Varianten unter die Lupe genommen und meint, die besten Filter für Kinder und Jugendliche wären die so genannten "Whitelists" (weiße Listen), also Listen die vorschreiben, welche Seiten ein Schutzbefohlener überhaupt aufrufen darf. c't-Redakteur Axel Kossel meint aber, "das ist aber nur bei kleinen Kindern sinnvoll, je größer sie werden, desto freier wollen sie sich auch im Internet bewegen."
Die oft eingesetzte Alternative zur "Whitelist" wäre die so genannte "Blacklist". Hierbei handelt es sich um eine Liste mit Internet-Adressen, die die Schutzbefohlenen nicht aufrufen dürfen. Zumeist wird diese Liste noch mit weiteren markanten Suchbegriffen bestückt, die die Websites beim Aufspüren solcher Keywords automatisch sperren. Die Tests der c't-Redakteure hätten jedoch gezeigt, dass sämtliche Systeme ihre Lücken haben und somit ganz und gar nicht sicher sind.
Als einzige akzeptable Filter für Kinder und Jugendliche hätten sich die T-Online-Kinderschutzsoftware sowie die Schutzsoftware "Net Nanny" gezeigt. Wie es heißt, würden bei diesen Programmen wenigsten die gröbsten Seiten und Seiteninhalte herausgefiltert werden. Grundsätzlich aber, so das Resümee der Redakteure, wäre keine auf dem PC installierte Kindersicherung unüberwindbar. Oft genüge es schon, Windows im abgesicherten Modus zu starten, um die Software zu umgehen.
Interessante Alternativen mit Zukunft wären Systeme, die über die Hardware einen Router, filtern. Als erstes Betriebssystem bringt Windows Vista eine Kindersicherung mit, die aber auch auf einfachste Weise umgangen werden kann, heißt es weiter.
Das unrühmliche Wort für 2007 könnte tatsächlich "Bundestrojaner" heißen, denn die deutsche Bundesregierung will ein Gesetzt auf den Weg bringen, durch das es erlaubt ist, ohne Wissen der Eigentümer, Computer-Festplatten auszuspähen. Ein Sturm der Entrüstung ging durch die Republik, als bekannt wurde, dass es der Polizei erlaubt sein sollte, Schnüffelprogramme auf Rechnern von ..."verdächtigen Personen"... installieren zu dürfen.
So hatte der Bundesgerichtshof Anfang 2007 dann auch entschieden, dass die Polizei keine "Bundestrojaner" auf Computer von Verdächtigen einschleusen darf, doch damit ist offenbar das Thema nicht vom Tisch: Der Verfassungsschutz ist durch dieses Urteil >>nicht<< ausgeschlossen. -DAS- geht aus einer veröffentlichten Anfrage an das Parlament hervor. Wörtlich heißt es in der Antwort: "Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat ...die Befugnis, zur Erfüllung seiner Aufgagen (...) auch so genannte Online-Durchsuchungen durchzuführen"...
Die Anfrage war von der FDP initiiert worden und entsprechend kritisch wird die Antwort bewertet. FDP-Innenexperte Hartfrid Wolff hält die Art und Weise der öffentlichen Diskussion und die Vorbereitung für gerichtliche "Schlösser" für einen Skandal. "Von einer speziellen Regelung für den Verfassungsschutz war bei der Diskussion um einen Bundestrojaner nie die Rede." Bei der Zulassung oder einem möglichen Verbot war immer nur von der >>Polizei<< gesprochen worden und hierauf beruht auch die Entscheidung des Bundesgerichtshofes.
"Die Bundesregierung hat die Öffentlichkeit über ihre Haltung zu Online-Durchsuchungen in einem wesentlichen Punkt getäuscht. Zudem ist es 'mehr als zweifelhaft', ob die derzeitige Rechtslage für derartige Aktionen der Verfassungsschützer ausreichend ist", so Hartfrid Wolff in seiner Kritik.
Alljährlich kürt der Chaos Computer Club (CCC) während der weltgrößten Computermesse "CeBIT" in Hannover einen Aussteller mit dem so genannten "CCCeBIT-Preis für besonders herausragende >>negative<< Entwicklungstendenzen. Bei dem diesjährigen Preis handelte es sich um einen "Bundestrojaner" in Form eines schwarz-rot-goldenen, etwa 30 cm hohen, Pferdchens, der dem nordrhein-westfälischen Verfassungsschutz übergeben werden sollte. Der Bundestrojaner steht für die ..."weitere Aushöhlung der Grundrechte"... Der Verfassungsschutz entzog sich allerdings der Ehrung; der Messestand war zum angesagten Zeitpunkt der Verleihung verwaist.
Der nordrhein-westfälische Landtag hatte im Dezember 2006 das geänderte Verfassungsschutzgesetz verabschiedet, durch das die Befugnisse des Verfassungsschutzes erweitert wurden. Hierzu gehören unter anderem der verdeckte Zugriff auf "Festplatten" oder andere "informationstechnische Systeme" im Internet. Bekannt wurde dieses Gesetz auch unter den Bezeichnungen "Online-Durchsuchungen" oder eben "Bundestrojaner".
Das die Führungsspitze des US-amerikanischen Kontinents für sich in Anspruch nimmt, die Größten, Besten und Schnellsten zu sein, ist hinlänglich bekannt und für dieses Privileg werden gerne auch mal Milliarden von US-Dollar bewilligt. Nicht so rühmlich ist die Tatsache, dass sich auch Cyber-Kriminelle aus den USA an die Weltspitze gemogelt haben. -DIES- wenigstens geht aus dem Symantec-Report "Internet Security Threat Reports" 2006 hervor. Danach gingen im Jahr 2006 von dem US-amerikanischen Kontinent insgesamt 31 Prozent aller kriminellen Internet-Aktivitäten hervor; China folgt auf Platz ZWEI mit gut 10 Prozent.
Allerdings sollen in China insgesamt 26 Prozent aller Bots (Programme, die HTML-Seiten automatisch aufrufen) "zu Hause" sein und in dieser Disziplin läge dann das Reich der Mitte auf Platz EINS. Alleine in Peking sollen alle von Symantec erfassten Bots stehen, so die Sicherheitsspezialisten. Allerdings: Die meisten der so genannten "Command&Control-Server", also die Server zum Steuern der Bots, stehen wiederum in den USA. Symantec nennt hier eine Zahl von unglaublichen 40 Prozent. Ebenso sollen in den USA die meisten "Underground Economy Server" stehen, also Server, die im Handel mit gestohlenen Kreditkartennummern, PINs, TANs und E-Mail-Adressen involviert sind.
Mittlerweile sei in den USA eine regelrechte Schattenwirtschaft entstanden. Eine Kreditkarte mit Prüfnummer sei etwa für sechs Dollar zu haben, eine komplette Identität einschließlich aller relevanten Daten wie der Ausweisnummer ist bereits 18 Dollar zu haben.
Die russischen Sicherheitsspezialisten und Software-Anbieter "Kaspersky" haben die Sicherheit des neuen Microsoft-Betriebssystems "Vista" kritisiert. Zudem hätten die Anbieter von Sicherheitsprogrammen keine Möglichkeit, einen direkten Zugang zum neuen Betriebssystem zu bekommen und somit würde sich das Dilemma des Vista-Vorgängers "Windows-XP" spätestens in einem Jahr wiederholt haben: Cyberkriminelle werden Wege finden, Vista-Sicherheitsschranken zu umgehen und dann erst würde Microsoft reagieren und den Sicherheitsfirmen einen entsprechenden Zugang gewähren. Zunächst aber, so Firmenchefin Natalja Kaspersky, wären die Virenschreiber eindeutig im Vorteil.
Windows-Vista ist seit Januar dieses Jahres auf den Markt und Microsoft wirbt damit, dass das Betriebssystem das sicherste System ist, dass das Unternehmen bisher auf den Markt gebracht hat. Sicherheitsspezialisten und Firmen für Sicherheitssoftware hingegen kritisieren seit Monaten, dass Microsoft die Möglichkeiten zur Herstellung entsprechender Schutzprogramme erheblich einschränke. Verschiedene Tests von Kaspersky hätten bereits gezeigt, dass zahlreiche Schadprogramme sich auch unter Vista ausführen lassen. Nach Beschwerden bei der EU-Kommission in Brüssel kündigte Microsoft eine weitere Öffnung für die Sicherheits-Branche an.