Seit einiger Zeit wird in Großbritannien und Frankreich darüber diskutiert, ob man Musikpiraten, also User, die zum Beispiel illegal Musik-Stücke aus dem Internet laden, mit der Sperrung des eigenen Internet-Zugangs bestrafen soll. So denkt die Regierung in Großbritannien darüber nach, den Internet-Providern gesetzlich vorzuschreiben, dass Musikpiraten bei Feststellung von illegalen Downloads zunächst eine Warnung erhalten sollen, dann eine Teilbestrafung durch eine kurzfristige Abschaltung des Internet-Zuganges bis hin zur völligen Sperrung des Zugangs bei wiederholten illegalen Aktivitäten. Die französische Regierung will den Internet-Provider dazu zwingen, illegale Downloads an eine noch zu schaffende Behörde zu melden, die dann entsprechend tätig werden soll.
Geht es nach Willen der Musikindustrie, sollen entsprechende gesetzliche Regelungen auch in Deutschland geschaffen werden. Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie ist der Meinung, das man dem Vorbild der Engländer und Franzosen folgen sollte, ansonsten hätte dies erheblich negative Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten deutschen 'Kreativwirtschaft'.
Weiter meint Gorny, eine permanente flächendeckende Überwachung der Internet-Zugänge oder gar eine Zensur wäre eine derartige Verfahrensweise nicht. Die Provider sollten aber im Rahmen ihrer ausgewiesenen AGB's reagieren und diese entsprechend dann auch anwenden.
Durch die immer schneller werdenden Internet-Verbindungen werden täglich nicht nur wesentlich mehr Daten aus dem Internet gezogen, der tägliche Stromverbrauch steigt zudem proportional an. -DIES- sagte der Experte für 'Green IT' Siegfried Behrendt, beim Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin.
Laut Behrendt würde bereits das Herunterladen einer kompletten Ausgabe einer Berliner Tageszeitung ebensoviel Strom verbrauchen, wie eine Waschmaschine für einen Wäschegang im Vollwaschgang verbraucht. Angesichts des stetig steigenden Energiebedarfs und der Kosten sollte jeder Endverbraucher darauf achten, eine Verbindung zum Internet nur dann herzustellen, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Wer Informationen aus dem Netz zieht, sollte außerdem drauf achten, tatsächlich nur das zu downloaden, was er auch wirklich benötigt.
Viele Internet-User würden wahllos Daten downloaden, wobei sie nur einen Bruchteil der abgeforderten Daten tatsächlich nutzen. Jeder User sollte bedenken, dass die verursachten Kosten durch Downlaods nicht nur bei End-User entstehen, sondern auch beim jeweiligen Provider.
Behrendt empfiehlt, die jeweiligen Systeme möglichst komplett herunterzufahren, am besten per Steckerleiste, damit auch alle Geräte ausgeschaltet sind. Der einzelne User solle allerdings nicht erwarten, dass seine Stromrechnung damit erheblich sinkt, er solle aber bedenken, dass sich durch diese Maßnahme insgesamt sehr viel Strom sparen ließe.
Nachdem der US-amerikanische Software-Konzern 'Microsoft' dem Internet-Dienstleister Yahoo eine Kaufofferte über gut 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet hat, versuchen die Yahoo-Verantwortlichen, allen voran Yahoo-Gründer und Chef Jerry Yang, die zwischenzeitlich als "feindliche Übernahme" bezeichnete Absicht von Microsoft mit allen Mitteln abzuwenden.
Selbst Yahoo-Konkurrent Google hat sich auf Chefebene mit Yang verbündet, um eventuell über deren Kontakte einen Weg zu finden, dass Microsoft den Yahoo-Konzern nicht übernehmen kann. Teilweise wurde über eine mögliche Kooperation der beiden Internet-Dienstleister für Suchanfragen spekuliert, doch Google plant, sich als Mobilfunk-Netzbetreiber in den USA einzubringen und hat dafür erhebliche Mittel gebunden. Über Google wurden dann auch Kontakte zu Time-Warner (speziell AOL) hergestellt, aber auch zum Medien-Mogul Rupert Murdoch.
Nun kommt von Murdoch die Kunde, sie werden sich >>nicht<< auf einen Bieterstreit mit Microsoft einlassen, denn Microsoft habe wesentlich mehr Kapital zur Verfügung als Murdoch, so wenigstens jetzt die offizielle Stellungnahme seiner Firma News Corporation gestern in Palm Beach. Die Internet-Präsenz seines Unternehmens sei mit 'MySpace' bereits vollkommen ausreichend, so Murdoch selbst.
Dean Hachamovitch, General Manager für den Internet-Explorer bei Microsoft, stellte auf der Web-Konferenz 'Mix08', den schon lange erwarteten Internet-Explorer '8' (IE8) vor und gab gleichzeitig bekannt, dass die Beta-1-Version ab sofort zum Download bereit steht.
Vom Grundsatz her soll sich der IE8 zukünftig deutlich besser an Web-Standards halten als die vorherigen Versionen des Internet-Explorers. So wird der IE8 beispielsweise auch 'Cascading Style Sheets' (CSS)-2.1 unterstützen und auch erste Teile von 'HTML 5'. Außerdem soll der IE8 wesentlich schneller sein, als seine Vorgänger.
Neu am IE8 ist auch, dass der Browser zukünftig alle Websiten standardmäßig in einem standardkonformen Modus rendern wird, über einen speziellen Meta-Tag können Web-Designer den IE8 allerdings auch zwingen, einen IE7-Modus zu aktivieren.
Zu den neuen Funktionen zählen zudem die "Web Slices" und "Aktivitäten". Mit den "Web Slices" lassen sich Ausschnitte von Webseiten markieren, die der Browser dann aktuell hält. "Aktivitäten" hingegen sollen oft genutzte Copy-and-Paste-Aktionen überflüssig machen: Statt eine Adresse aus einer Website zu kopieren und in einer Karten-Applikation nachzuschlagen, können sich Nutzer direkt passende Kartenausschnitte aus einem Drop-Down-Menü anzeigen lassen.
Nachgeholt hat Microsoft auch endlich die so genannte 'Automatic Crash Recovery' (ACR), eine Funktion, bei der sich der Browser beim "Absturz" merkt, welche Fenster bis dahin geöffnet waren. Beim erneuten Hochfahren des Rechners werden die betreffenden Websites automatisch wieder geöffnet. (Diese Funktion bieten andere Browser bereits seit langem).
Die Führungsmannschaft des bekannten Dienstleisters für Internet-Suchanfragen 'Yahoo' will unter allen Umständen verhindern, dass der Software-Gigant 'Microsoft' das Sagen im Unternehmen bekommt. Aus einem neuen Artikel des Wall Street Journals geht hervor, dass es hierzu intensive Gespräche zwischen Yahoo und Time Warner gibt.
In dem Artikel des Wall Street Journals heißt es, bei den Gesprächen geht es um eine Übernahme von AOL durch Yahoo. Im Gegenzug will Time Warner eine Beteiligung an Yahoo. Das Wall Street Journal bezieht sich bei seiner Meldung auf Informationen aus "gut informierten Kreisen", ohne jedoch die genaue Quelle zu nennen.
Weiter heißt es, die Gespräche seien bereits in einem derart weiten Stadium, dass Yahoo zwischenzeitlich ein konkretes Angebot von Time-Warner eingefordert hat und diese derzeit dabei seien, das Angebot abschließend vorzubereiten. Der Schwerpunkt des Joint Ventures liegt beidseitig im Bereich der Online-Werbung. Ziel sei es, sich besser am Markt zu positionieren.
Parallel dazu soll es aber immer noch Gespräche mit dem Medienmogul Rupert Murdoch geben. Hierbei sähe ein mögliches Joint Venture so aus, dass Yahoo einerseits die Rupert Murdochs News Corps - Töchter 'MySpace' sowie 'News corp.' übernimmt, Murdoch dafür Anteile an Yahoo erhält.
Im Resümee heißt es dennoch: Die Yahoo-Übernahme durch Microsoft bleibe dennoch die wahrscheinlichste Lösung.