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'Quelle' soll zum größten Internet-Versandhaus ausgebaut werden


"Mal sehen, was Quelle hat", konnte man jahrelang in den Werbeslogans vom Versandhaus Quelle lesen und viele von uns werden diesen Slogan noch kennen. In den letzten Jahren ist es aber ruhig geworden, um das ehemals so bekannte Versandhaus mit den dicken Katalogen.

Der Einzelhandelskonzern 'Arcandor' will die Marke "Quelle" wieder zum neuen Leben erwecken, und zwar übers Internet. Zwar gibt es auch ein Online-Shop von Quelle, doch dieser hat in den vergangenen Jahren nur Millionenverluste eingefahren und insgesamt mussten bei Quelle rund 4.500 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Nun aber will Quelle-Chef Mark Sommer den 'Laden' komplett umkrempeln und Quelle zum größten Internet-Versandhaus Deutschlands machen. Bereits ab 2009 soll Quelle wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Anteil des Umsatzes übers Internet soll von derzeit rund 40 Prozent, in wenigen Jahren auf rund 65 Prozent steigen.

Sommer will im Internet nicht mehr nur selbst ein Vollsortiment anbieten, sondern über alle Bereiche des Handels mit Partnern zusammenarbeiten, die ihre Produkte dann über das Quelle-Portal verkaufen. Laut Sommer könnte in absehbarer Zeit rund ein Drittel, wenn nicht sogar 50 Prozent aller Quelle-Angebote, von Fremd-Anbietern stammen. Neben den üblichen Marken des Handels sollen auch Arzneimittel im Online-Shop mit angeboten werden.
Artikel von W. Janssen - Fr, 12.09.2008
Rubrik: Computer / Internet
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6 Jahre alter Artikel sorgte für Aktieneinbruch der United Airlines


Die meisten von uns werden wohl den Science-Fiction-Film 'Terminator I' von James Cameron aus dem Jahre 1984 kennen: Im Kern der Geschichte geht es darum, dass von der 'Film-Firma' "Skynet" ein computerunterstützes Überwachungsprogramm für die Sicherheit der Menschen geschaffen wurde, dieses Programm sich aber letztlich verselbständigte, den dritten Weltkrieg auslöste, um dann die komplette Menschheit auszulöschen.

Gut 24 Jahre später ist dieses Szenario ein Stück Wirklichkeit geworden: automatische Computerprogramme sorgten am Montag dafür, dass die Aktie des US-amerikanischen Konzerns 'United-Airlines' (UAL), innerhalb weniger Minuten um 76 Prozent an Wert verloren, bis die Börsenaufsicht den Handel um diese Aktie aussetzte.

Der Hintergrund war zunächst eine alte News aus dem Jahre 2002, worin über die seinerzeitige UAL-Insolvenz berichtet wurde. Nach Meinung des Wall Stree Journals, gelangte dieser Artikel über die Suchfunktion des Online-Portals der Tageszeitung "South Florida Sun-Sentinel" wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Am vergangenen Wochenende hatte es über Florida mehrere Stürme gegeben und zahlreiche Menschen haben daraufhin nach Flugabsagen der United Airlines im Internet gesucht. Durch den häufigen Aufruf zeigte sich dieser Artikel auf der Webseite dann als "Most viewed" (am häufigsten gelesen), wurde prominent gelistet und prompt von Google Suchroboter bei Google-News als aktuelle Meldung aufgenommen.

Durch Google-News erreichte die alte Meldung einen noch größeren Leserkreis, ein Borsenanalyst der Beratungsfirma 'Income Securities Advisors' verwies auf diese Geschichte und auf diese Weise gelangte die Meldung auf dem Terminal der Finanz-Nachrichtenagentur 'Bloomberg'. Minuten später stürzte der Kurs der United-Airlines um 76 Prozent ins bodenlose. Zwischenzeitlich hat sich die Aktie wieder erholt, lag am Mittwoch aber immer noch um elf Prozent niedriger als vor dem Crash.

Artikel von W. Janssen - Do, 11.09.2008
Rubrik: Computer / Internet
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Berufe in der IT-Branche haben schlechtes Image


Aus einer repräsentativen Umfrage, die von TNS Emnid im Auftrag des IT-Dienstleisters 'Computacenter' durchgeführt wurde, haben IT-Berufe unter jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren eher ein schlechtes Image. Während Berufe wie Arzt, Anwalt oder Lehrer bei den jungen Leuten hoch im Kurs stehen, gelten Informatiker eher als Eigenbrötler, die wenig Kontakt zu anderen Menschen suchen.

Die Generation zwischen 14 und 29 Jahren sei zwar sehr auf die Nutzung von Computern und das Internet fixiert, doch wirklich arbeiten in diesem Segment, wollen die wenigsten. Unter den rund 750 Befragten Menschen konnten sich zwar 30 Prozent vorstellen, einen Beruf in der Informationstechnologie zu ergreifen, doch nur 20 Prozent dieser Personen meinten, die IT-Branche wäre für sie letztlich ein interessantes Betätigungsfeld.

In der TNS-Emnid-Analyse heißt es, ein wirklich konkretes Berufsbild und die möglichen Ausbildungs- und Karrierewege hätten allerdings nur die wenigsten Befragten gehabt und dies sei auch der Grund für das Ergebnis der Befragung. So meinen zwar rund 80 Prozent aller Befragten, dass die Beschäftigten im IT-Bereich, Freude an ihrer Arbeit haben und der Beruf des IT-Informatikers gute Aufstiegschancen (70 Prozent) und selbständiges Arbeiten (77 Prozent) bietet, doch wirklich arbeiten in diesem Bereich wollen die wenigsten. Wenn schon Studium oder gute Schul- und Allgemeinkenntnisse, dann doch lieber einen Beruf als Arzt, Rechtsanwalt oder Lehrer.

Interessant auch: Viele der Befragten waren der Meinung, dass die Informationstechnologie nur etwas für Männer sei.

Artikel von W. Janssen - Do, 11.09.2008
Rubrik: Computer / Internet
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Steve Jobs schlimmer erkrankt als bisher bekannt?


Dem US-amerikanischen News-Portal 'Bloomberg', bekannt für seriösen Wirtschaftsjournalismus, hat eine peinliche News über den Apple-Gründer und Firmenchef 'Steve Jobs' veröffentlicht. Am Mittwochmorgen stand plötzlich ein mehrseitiger Nachruf auf "Mr. Jobs" auf dem Online-Portal, verfasst von Bloomberg-Autorin 'Connie Guglielmo'. Akribisch beschrieb sie den Lebensweg des Computerpioniers, angefangen von seinen Garagen-Experimenten in den 1970er Jahren, über die Geburtsstunde des Mac-Computers, seinen Aus- und Wiedereinstieg als Chef des Apple-Konzerns, bis hin zu den innovativen Ideen und Produkten, die Apple zu einem Milliarden-Unternehmen machten. Dann der plötzliche Tod; ein tragisches Schicksal.

In Windeseile verbreitete sich die Nachricht über den Tod des Technik-Visionärs. Verwirrend war lediglich der Hinweis in der Bloomberg-News: "Nicht verwenden! Bis zur Veröffentlichung zurückhalten!" Außerdem stand dem Artikel eine Liste prominenter Wegbegleiter Steve Jobs voran, wie beispielsweise Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, Jon Rubinstein, Al Gore oder auch Google-Chef Eric Schmidt.

Kurze Zeit später entfernte Bloomberg diesen Artikel wieder vom Portal und veröffentlichte stattdessen eine unbeholfene Erklärung für diesen Vorfall. Es hieß, eine "... unvollständige Geschichte über Apple..." sei "irrtümlicherweise" in die Öffentlichkeit gelangt, dieser Artikel sei niemals für eine Veröffentlichung vorgesehen gewesen und deshalb hätte man den Beitrag zurückgezogen. Es war tatsächlich wohl ein Missgeschick, ist auf der Website 'Gawker.com' zu lesen. Die Autorin hätte wohl den Artikel lediglich aktualisieren wollen und hätte dabei aus Versehen den Beitrag gleich veröffentlicht.

Im Zeitalter unserer schnelllebigen Medienlandschaft ist es nicht ungewöhnlich, bestimmte Artikel bereits vorgefertigt für "Ernstfälle" bereitzuhalten und hierzu gehören auch Nachrufe schwerkranker Menschen. Über Steve Jobs war im Jahre 2004 bekannt geworden, dass er mit einer schweren Krebserkrankung zu kämpfen hat, in den Folgejahren hieß es allerdings, Jobs habe den Krebs überwunden. Bei der Präsentation des neuen iPhone-3G-Handys im Frühjahr dieses Jahres, zeigte sich aber ein schwer angeschlagener Jobs. Konzernseitig hieß es zwar, Jobs habe lediglich mit einer etwas stärkeren Viruserkrankung zu kämpfen, doch wirklich glauben mochte diese Meldung niemand. Möglicherweise ist Jobs doch stärker erkrankt, als offiziell bekannt gegeben wird.

Artikel von W. Janssen - Fr, 29.08.2008
Rubrik: Computer / Internet
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'Click and Buy' - 19-jähriger Schweriner späht Daten aus


Wieder einmal wird bekannt, dass ein junger Hacker persönliche Daten ausgespäht hat. In der Online-Ausgabe von 'Stern' heißt es, im Frühjahr dieses Jahres seien "... einige Hundert ..." Zugangsdaten von Kundenkonten ausgespäht worden, die sich ein 19-jähriger Mann aus Schwerin angeeignet hat.

Im Beitrag heißt es, bei der Kölner Firma 'Click and Buy' hatte es auffällig viele Beschwerden von Kunden gegeben, die angaben, es seien unrechtmäßig Geldbeträge zwischen 30 bis 50 Euro von ihren Konten abgebucht worden. Auffällig auch, die Abbuchungen seien innerhalb von nur wenigen Stunden erfolgt. Es habe allerdings auch einige Abbuchungen bis zu 1000 Euro gegeben, die für Einkäufe von Elektronikfachhändlern berechnet worden waren.

Laut Stern soll sich ein 19-jähriger Mann aus Schwerin sich die Zugangsdaten über schlecht gesicherte Online-Foren und Dating-Angebote besorgt haben, deren User dieselben Benutzernamen und Passworte benutzt hätten, wie im Bezahlsystem. Der junge Mann aus Schwerin sei zwischenzeitlich überführt worden. Aufgefallen war der Hacker auch dadurch, dass er seine Trefferlisten für drei Euro pro Kombination zum Verkauf angeboten hatte. Click and Buy hat den geschädigten Kunden das Geld zwischenzeitlich wieder gutgeschrieben.

Artikel von W. Janssen - Do, 28.08.2008
Rubrik: Daten-Sicherheit
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