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899 Mio. Euro - Microsoft erhält Rekord-Bußgeld von der EU


Der US-amerikanische Software-Hersteller 'Microsoft' erhielt heute ein Rekord-Bußgeld in Höhe von 899 Millionen Euro, die von der Europäischen Union verhängt wurde. Dies ist die Quittung dafür, dass der Software-Gigant, trotz Aufforderung der EU, seine Schnittstellen nicht offen gelegt hat. Microsoft hatte zwar entsprechende Dokumente bereitgestellt, doch diese reichten für andere Entwickler nicht aus, um freie Softwaretolls in das Microsoft-System integrieren zu können.

Die heutige Entscheidung geht zurück auf eine Forderung aus dem Jahre 2004 und die letzte Frist zur Offenlegung der Schnittstellen war im Oktober 2007 nach einem langen Streit verstrichen. Bei den fehlenden Schnittstellen geht es unter anderem um Computer-Software für Arbeitsgruppen-Server, mit denen etwa Drucker oder betriebsinterne Kommunikationssysteme betrieben werden.

In dem Wissen einer drohenden neue EU-Geldbuße hatte Microsoft vergangene Woche zwar zugesagt, wichtige Software-Schnittstellen für Programme wie die Betriebssysteme Windows und Vista offen zu legen, doch die Hinhaltetaktik von Microsoft wurde jetzt bestraft. Von der EU heißt es, Microsoft habe bereits mehrmals ähnliche Versprechen gemacht, die allerdings ohne großen Effekt geblieben seien.

Bei einem zweiten Streitpunkt geht um Microsoft-Lizenzforderungen, mit deren Höhe die EU-Kommission nicht einverstanden ist.

Mit dem neuen Zwangsgeld hat die EU-Kommission, Microsoft inzwischen mit Geldbußen von insgesamt 1,68 Milliarden Euro belegt. Bereits 2004 hatte die EU-Kommission Microsoft, wegen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung, mit einer Geldbuße von knapp einer halben Milliarde Euro belegt. Mitte Juni kamen nochmals 280 Millionen Euro hinzu, weil Microsoft die Auflagen nicht erfüllt habe. Die neue Strafe betrifft jetzt den Zeitraum vom 21. Juni 2006 bis 21. Oktober 2007.

Artikel von W. Janssen - Mi, 27.02.2008
Rubrik: Computer / Internet
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2,2 Milliarden Spams - Japanische Polizei verhaftete Spammer


Die in Japan erscheinende englischsprachige Zeitung 'Japan Today' berichtet, dass die dortige Polizei einen 25 Jahre alten Mann verhaftet hat, der insgesamt gut 2,2 Milliarden Spam-Mails verschickt haben soll. In Japan ist das Versenden von E-Mails, die keine korrekten Absendeinformationen enthalten, unter Strafe verboten.

Wie es heißt, sei der Spammer nach einem Hinweis seines Providers festgenommen worden, dem bereits im September 2007 aufgefallen war, dass vom Server des 25-jährigen massenweise E-Mails versendet werden. Seinerzeit meldete er diese Beobachtung auch der Behörde, diese wurde jedoch jetzt erst tätig.

Laut Japan Today soll der Verdächtigte insgesamt 600.000 E-Mail-Adresse über einen Adresskäufer erworben und dafür umgerechnet gut 630 Euro gezahlt haben. Die Spam-Aktion habe ihm dann, in der Zeit von Mai 2006 bis Ende 2007, gut 12.600 Euro eingebracht.

Bei der Festnahme meinte der "Delinquent", er habe nicht erwartet, dass er für diese Aktion belangt werden könne.

Artikel von W. Janssen - Do, 21.02.2008
Rubrik: Computer / Internet
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Yahoo - 30 Prozent mehr Abfindung für Mitarbeiter bei Microsoft-Übernahme


Die Tatsache, dass Microsoft dem Internet-Dienstleister für Suchanfragen 'Yahoo' eine Kaufofferte über 45 Millionen US-Dollar gemacht hat, dürfte sicher schon jedem bekannt sein. Der Yahoo-Gründer und Chef Jerry Yang wehrt sich, ebenso der Yahoo-Aufsichtsrat, doch Microsoft spricht zwischenzeitlich die Anteilseigner direkt an und so sprechen die Yahoo-ler schon von einer "feindlichen Übernahme".

Jerry Yang braucht einerseits Kapitalgeber, andererseits will man Microsoft das Geschäft nicht kampflos überlassen. Um die Übernahme durch Microsoft zu verhindern, denkt Yang sogar darüber nach, MySpace von Time Warner zu übernehmen, damit eine Übernahme dann einfach zu teuer werden würde. Nun berichten US-amerikanische Medien, dass Yahoo sogar die Abfindungen für seine Mitarbeiter um 30 Prozent erhöht hat, falls Microsoft Yahoo übernehmen sollte und dadurch Mitarbeiter entlassen werden.

Andere Medien melden, Microsoft erwägt sogar, den Vorstand bei Yahoo abzulösen, falls dieser sich weiterhin gegen eine Übernahme sträubt. Die New York Times schreibt, Mircosoft will auf jeden Fall versuchen, auf der Yahoo-Hauptversammlung im Juni 08 eigene Kandidaten aufzustellen.

Artikel von W. Janssen - Mi, 20.02.2008
Rubrik: Computer / Internet
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Denic - Sachsen-Anhalt Schlusslich bei .de-Domains


Der Registrar für die .de-Domains "Denic" meldete Ende 2007 knapp 10,2 Millionen registrierte Doamains. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl somit um gut sechs Prozent an. Eine höhere Steigungsrate innerhalb der EU gab es nur in den Ländern Dänemark und den Niederlanden.

Immer noch ist es auffällig, dass in den westdeutschen Ländern wesentlich mehr Domains registriert werden als in den fünf ostdeutschen Ländern. Mit Ausnahme von Berlin liegen die Domain-Hochburgen vor allem in den Ballungsgebieten München, Hamburg, dem Rhein-Main-Gebiet sowie Rheinland. Beachtliche Zuwachsraten aus Städten Ostdeutschlands seinen nur in Wismar und Görlitz verzeichnet worden.

Insgesamt aber liegen die registrierten Domain-Zahlen im Osten weit unter den Zahlen im Westen. So kommen beispielsweise auf 1000 Einwohner durchschnittlich nur 123 .de-Domains, während im Westen auf 1000 Einwohner rund 200 registrierte .de-Domains kommen. Bezogen auf die einzelnen Länder liegt das Land Hamburg mit 236 .de-Domains/1000 Einwohner weit vor Berlin mit 177 .de-Domains/1000 Einwohner und Hessen mit 148 .de-Domains/1000 Einwohner. Schlusslicht bildet Sachsen-Anhalt mit 54 .de-Domains/1000 Einwohner.

Bezogen auf die Städte liegt Regensburg mit 380 registrierten .de-Domains weit vor München mit 317 .de-Domains/1000 Einwohner und Nürnberg mit 298 .de-Domains/1000 Einwohner.

Artikel von W. Janssen - Mi, 20.02.2008
Rubrik: Computer / Internet
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Yahoo will sich mit 'MySpace' gegen Microsoft-Übernahme wehren


Die Unternehmensleitung von Yahoo, allen voran Yahoo-Chef und Gründer 'Jerry Yang' will sich mit allen Mitteln gegen eine Microsoft-Übernahme wehren. Der Plan, so zeichnet es sich in Medienmeldungen ab: Yahoo will sich vergrößern, damit Microsoft die Übernahme nicht mehr bezahlen kann.

In US-amerikanischen Medien ist jetzt zu lesen, dass Yahoo offensichtlich doch in nähere Verhandlungen mit dem Medienmogul Rupert Murdoch getreten ist. In den Meldungen heißt es, die Rupert Murdochs News Corp. verhandelt mit Yahoo über eine mögliche Verzahnung des Unternehmens 'MySpace' und anderen Online-Aktivitäten der News Corp.

Inzwischen seien auch schon konkrete Vorstellungen hinsichtlich möglicher Beteiligungen besprochen worden, heißt es. Im Gespräch sind gut 20 Prozent Beteiligung der News Corp. an Yahoo, allerdings sei man sich noch nicht über eine konkrete Bewertung von MySpace einig und hiervon abhängig sei dann auch die tatsächliche Größe der Beteiligung von News Corp. an Yahoo.

Microsoft indessen lässt sich nicht davon abhalten, Yahoo-Großaktionäre direkt anzusprechen. Zwischenzeitlich, so die Medien, sollen einige Yahoo-Aktionäre sogar bereits Klagen gegen Yahoo eingereicht haben.

Artikel von W. Janssen - Do, 14.02.2008
Rubrik: Computer / Internet
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