Anfang dieses Monats war bekannt geworden, dass der US-amerikanische Software-Gigant 'Microsoft' dem Internet-Dienstleister 'Yahoo' eine Kaufofferte über insgesamt 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet hat. Nachdem die Yahoo-Führung sich zunächst neutral gegeben hatte, wurde dann doch bekannt, dass Yahoo-Gründer und Chef 'Jerry Yang' und auch der Verwaltungsrat sich letztlich gegen eine Microsoft-Übernahme ausgesprochen haben.
Jerry Yang ließ bei seiner Ablehnung seine generelle Grundhaltung gegen Microsoft mit einfließen und meinte, ihm sei in den vergangenen Tagen bewusst geworden, wie wichtig das derzeitige Yahoo-Konzept für den Menschen ist, der Verwaltungsrat meinte, die Microsoft-Kaufofferte sei viel zu niedrig (Yahoo steht im Aktienkurs auf einen Tiefpunkt seit gut vier Jahren) und außerdem sei zu befürchten, dass die Kartellbehörden eine Verschmelzung zwischen Microsoft und Yahoo ablehnend gegenüber stehen.
Microsoft wiederum hatte postwendend auf die Yahoo-Äußerungen reagiert und es hieß, die Kaufofferte sei 'fair' und 'angemessen'. Durch die Verschmelzung beider Unternehmen bekämen sowohl die Unternehmen als auch die Aktionäre einen Mehrwert und alle könnten davon profitieren.
Nicht alle Aktionäre sind allerdings grundsätzlich gegen eine Microsoft-Übernahme, wie jetzt eine Newsletter-Mitteilung des zweitgrößten Yahoo-Aktionärs 'Legg Mason' zeigt. In diesem Newsletter hatte sich Bill Miller von der Legg Mason Vermögensverwaltung noch vor der offiziellen Ablehnung durch den Yahoo-Verwaltungsrat dahingehend geäußert, dass es für Yahoo schwer sein könnte, bessere Alternativen zum dem Microsoft-Angebot zu finden, allerdings müsse Microsoft seiner Meinung nach, dass Angebot angesichts des derzeit niedrigen Aktienkurses noch erhöhen, um den tatsächlichen Wert des Unternehmens zu rechtfertigen.
Gestern wurde bekannt dass sich sowohl Yahoo-Chef Jerry Yang als auch der Verwaltungsrat des Yahoo-Unternehmens sich gegen eine Übernahme durch Microsoft ausgesprochen haben. Jerry Yang hatte bereits Ende vergangene Woche eine E-Mail an seine Mitarbeiter geschickt und hierin seine Tendenz erklärt. Er meinte, in den vergangenen Tagen sei im klar geworden, wie wichtig das Unternehmen für die Menschen ist und würde deshalb eine Microsoft-Übernahme ablehnen wollen. Auch der Verwaltungsrat hatte sich zunächst mehrheitlich, danach einstimmig gegen eine Microsoft-Übernahme ausgesprochen, allerdings mit der Begründung, die Microsoft-Kaufofferte in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar sei zu niedrig und außerdem sei zu befürchten, dass die Aufsichtsbehörden sich gegen eine Microsoft-Yahoo-Verschmelzung aussprechen könnten.
Nun hat Microsoft auf die ablehnende Haltung Yahoos reagiert und meint in einer öffentlichen Stellungnahme: Das Microsoft-Angebot sei 'fair' und 'angemessen' und es sei im Interesse der Stakeholder sowohl von Microsoft als auch bei Yahoo, mit der Übernahme zügig fortzufahren. Microsoft biete den Yahoo-Aktionären einen Mehrwert und die Chance, an einem kombinierten Unternehmen aus Microsoft und Yahoo zu profitieren. Gemeinsam werde man ein effektives Unternehmen schaffen, so die Microsoft-Stellungnahme weiter.
Die Ablehnende Haltung der Yahoo-Führung ändere nichts an der eigenen Überzeugung, dass beide Unternehmen einen strategischen und finanziellen Vorteil aus einer möglichen Verschmelzung haben und deshalb will sich Microsoft nun direkt an die Yahoo-Aktionäre wenden.
Microsoft hatte am 01.Februar 2008 dem Yahoo-Konzern eine Kaufofferte in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet. Hierbei sollte die Kaufsumme zur Hälfte in bar und zur Hälfte mit Microsoft-Aktien abgegolten werden. Zwischenzeitlich ist die Microsoft-Aktie etwas gefallen und deshalb liegt das Angebot rechnerisch derzeit bei gut 44,6 Milliarden US-Dollar.
Wirklich glücklich mit der Kaufofferte von Microsoft an den Internet-Dienstleister für Suchanfragen 'Yahoo' ist Yahoo-Chef und Gründer Jerry Yang nicht. -DAS- hatte er bereits in einer E-Mail an seinen Mitarbeitern Kund getan. Auch der Yahoo-Verwaltungsrat ist der Meinung, dass die Microsoft-Offerte "massiv unterbewertet" sei und außerdem, so der Verwaltungsrat, würde eine Microsoft-Übernahme das Risiko bergen, dass die Wettbewerbshüter eine Fusion ablehnen werden.
Wirklich interessierte Investoren für Yahoo gibt es wenig, so wenigstens die Medien. Ein vergleichbares Angebot, wie Microsoft es unterbreitet hat gibt es scheinbar nicht. Bis dahin waren mögliche Investoren wie Time Warner, Google, Disney oder auch der Medienmogul Rupert Murdoch genannt worden, doch wirklich interessiert zeigte sich keiner.
Nun bringt die britische Tageszeitung 'The Times' eine andere Variante in die Medien, nämlich eine mögliche Fusion mit der Time-Warner-Tochter 'AOL'. Laut The Times soll es konkrete Verhandlungen mit dem Medienkonzern Time-Warner über eine mögliche Verschmelzung mit der AOL geben. Und -DIESES- Paket, also AOL-Yahoo wäre dann insgesamt für Microsoft zu groß, um das Gesamtunternehmen möglicherweise übernehmen zu können, so The Times in ihrem Resümee.
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Software-Riese Microsoft dem Internet-Dienstleister Yahoo eine Kaufofferte in Höhe von 45 Milliarden US-Dollar (gut 30 Milliarden Euro) gemacht hat. Yahoo sucht potentielle Geldgeber und hatte bereits seit Anbeginn signalisiert, dass man trotzdem das Unternehmen gerne in andere Hände geben würde. Auch Yahoo-Konkurrent Google möchte unter allen Umständen eine Microsoft-Übernahme des Yahoo-Unternehmens verhindern und hatte deshalb bereits auf Chef-Ebene versucht, Hilfe anzubieten.
Nun heißt es auch von Yahoo-Gründer Jerry Yang offiziell, dass er nach anderen Wegen sucht, um eine mögliche Microsoft-Übernahme zu verhindern. -DIES- geht aus einer E-Mail-Ankündigung hervor, die er an seine Mitarbeiter weitergeleitet hat. Darin heißt es, der Verwaltungsrat würde weiterhin nach strategischen Alternativen suchen, um die Microsoft-Übernahme zu verhindern. Ihm sei in den vergangenen Tagen klar geworden, wie wichtig dieses Unternehmen für den Menschen ist.
Microsoft will unter allen Umständen ins Internet-Such- und Werbegeschäft und möchte mit der Yahoo-Übernahme vor allem den Internet-Such-Giganten Google angreifen. Microsoft hat zwar mit MSN ein Suchportal, hatte auch mit mehr als 300 Millionen US-Dollar versucht, dieses Portal zu pushen, doch ein merklicher Erfolg gegen Google und Yahoo wollte sich nicht einstellen. Mit der Yahoo-Übernahme könnte Microsoft im Werbegeschäft gegenüber Google aufschließen, so die Strategie des Unternehmens.
Branchenbeobachter allerdings bezweifeln, dass eine Yahoo-Verschmelzung mit Microsoft ohne größere Reibungsverluste durchführbar wäre. Der Grund dafür sei die Firmenstruktur beider Unternehmen. Während Microsoft eher eine streng hierarchische Firmenpolitik fährt, geht es seit je her bei Yahoo eher locker zu. Selbst die Yahoo-Führung setzt mehr auf "Spaß" an der Arbeit als auf knallhartes Geschäft.
In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Software-Riese 'Microsoft' dem Internet-Dienstleister 'Yahoo' eine Kaufofferte von gut 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet hat. Obwohl Yahoo potentielle Investoren sucht, signalisierte das Unternehmen, dass Microsoft eigentlich nicht der Wunschkandidat für eine Übernahme sei, man würde das Angebot allerdings intensiv und nach allen Seiten hin prüfen wollen.
Als möglichen weiteren Kaufinteressenten wurde der Medienmogul Rupert Murdoch ins Gespräch gebracht, und zwar gerade von dem Yahoo-Konkurrenten Google, der eine Microsoft-Übernahme fürchtet. Google-Chef Eirc Schmidt höchstpersönlich nahm Kontakt zu Yahoo-Gründer und Chef 'Jerry Yang' auf, um ihm seine Hilfe nach Alternativ-Möglichkeiten anzubieten. Google hat dazu sogar seine Beziehungen zum Time-Warner-Konzern spielen lassen, um dort für Yahoo zu werben.
Von Rupert Murdoch kam jetzt die Nachricht, dass er nicht in den 'Übernahmekampf' um den Internet-Dienstleister einsteigen wird. Er meinte, es werde definitiv kein Angebot geben, weil er zum derzeitigen Zeitpunkt einfach nicht interessiert sei.
Den Yahoo-Gründern Jerry Yang und David Filo könnte es eigentlich egal sein, an wen das Unternehmen verkauft wird, denn ein Verkauf wird den beiden Gründern ein Geldsegen von gut vier Milliarden US-Dollar einbringen. Yang hält derzeit noch gut 52,8 Millionen Aktien an Yahoo, Filo sogar 78,2 Millionen Aktien. Microsoft will 31 US-Dollar pro Aktie zahlen und das würde bedeuten, Yang würde gut 1,64 Milliarden US-Dollar und Filo sogar 2,42 Milliarden US-Dollar einstreichen können.