Cisco Systems, weltweit führender Anbieter von Networking-Lösungen, und das internationale eHealth-Unternehmen InterComponentWare AG (ICW) haben am heutigen Freitag auf der MEDICA eine Kooperation bekannt gegeben. Die Partner werden künftig weltweit gemeinsame Lösungen im eHealth-Bereich anbieten.
Cisco und ICW wollen gemeinsam ein Professional Access Bundle entwickeln, mit dem Ärzte, Apotheker und andere medizinische Leistungserbringer einen einfachen Zugang zur Telematik-Infrastruktur der elektronischen Gesundheitskarte erhalten. Das Bundle kombiniert einen Cisco Integrated Services Router (ISR) mit dem ICW Medical NTBA Connector. Durch die integrierte Firewall und die Unterstützung Virtueller Privater Netzwerke (VPN) ermöglicht es den schnellen, sicheren Datenaustausch mit der Telematik-Infrastruktur und in Gesundheitsnetzen. Dafür müssen die vorhandenen medizinischen Primärsysteme nicht ausgetauscht werden.
Cisco stellt außerdem leistungsfähige VPN Router für die zentralen Elemente der Telematik-Infrastruktur bereit. Diese können für den sicheren Zugang zu netzbasierten Diensten, wie eRezept- oder Verzeichnisdienste-Server, in Gesundheitskarten-Testregionen genutzt werden. Mit dem Angebot von Data-Center-Netzwerklösungen sowie Storage-Area-Networking-Lösungen von Cisco wird das umfassende Portfolio der beiden Allianzpartner abgerundet. ICW und Cisco können somit gemeinsam die komplette Telematik-Netzwerkinfrastruktur abdecken, vom zentralen Rechenzentrum bis hin zum Standort des medizinischen Leistungserbringers.
Die beiden Unternehmen werden auch beim weltweiten Vertrieb der gemeinsamen Lösungen eng zusammenarbeiten. Peter Reuschel, Vorstand der ICW: "Mit der Netzwerk-Expertise von Cisco und dem eHealth Know-how der ICW können wir optimale Voraussetzungen für den schnellen und hoch sicheren Austausch medizinischer Daten schaffen. Die gemeinsamen Lösungen lassen sich beim deutschen Gesundheitskarten-Projekt genauso einsetzen wie bei den gerade entstehenden amerikanischen Regional Health Information Organizations (RHIOs) oder anderen internationalen eHealth Projekten."
Mit einer Auftaktveranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit startet heute das vom Ministerium geförderte Projekt TransiDoc. Ziel des vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie geleiteten Forschungsvorhabens ist die Entwicklung von Konzepten und Praxislösungen, mit denen die Rechtssicherheit von digital signierten Dokumenten sichergestellt werden kann. Anwendung finden sollen die Projektergebnisse zum Beispiel in der Medizin bei der Digitalisierung von Patientenakten, in der öffentlichen Verwaltung bei der elektronischen Antragsbearbeitung oder im Arbeitsumfeld von Notaren und Rechtsanwälten. Entsprechend gehören Fachleute der einzelnen Bereiche zu den Projektpartnern: Beteiligt sind das Zentrum für Infomations- und Medizintechnik des Uni-Klinikums Heidelberg (ZIM), die Intercomponentenware AG (ICW), die curiavant Internet GmbH, die Projektgruppe verfassungsverträgliche Technikgestaltung an der Universität Kassel (provet) sowie die Bundesnotarkammer.
"Derzeit ist die rechtliche Wirksamkeit elektronischer Dokumente durch Veränderung von digitalen Datenformaten oder vergleichbaren Transformationen generell in Frage gestellt", sagt Andreas Schmidt, Projektleiter am Fraunhofer-Institut SIT in Darmstadt. Bei der Digitalisierung handschriftlich unterzeichneter Dokumente etwa wird die Unterschrift rechtlich unwirksam. Die erstellte digitale Version hat vor Gericht nicht dieselbe Beweiskraft wie das Papiergegenstück. Ein ähnliches Problem stellt sich bei elektronischen Dokumenten, die digital signiert wurden. "Durch eine Änderung im Datenformat brechen Signaturen in der Regel und werden dadurch ungültig", sagt Schmidt. Da Zahl und Vielfalt der Datenformate stetig ansteigen, ist die Rechtssicherheit in diesem Bereich zunehmend gefährdet. Ziel des TransiDoc-Projekts ist es deshalb, Lösungen zu ermöglichen, die digitale Daten zum vollständigen Ersatz von Papierdokumenten machen und den Beweiswert elektronischer Akten auf Dauer sicherstellen.
In einem interdisziplinären Ansatz erarbeiten die Projektpartner dazu gemeinsam nicht nur technische, sondern auch organisatorische Lösungsvorschläge. In einem zweiten Schritt sollen dann Werkzeuge zur Erzeugung, Bearbeitung und Prüfung von Lösungen entstehen. Leitgedanke ist dabei die Entwicklung eines Transformationssiegels für elektronische Daten. Anhand dieses Siegels sollen spätere Gutachter wie bei einer Beglaubigung genau nachvollziehen können, was wann wie mit dem Dokument geschah. Zur Sicherstellung der Rechtssicherheit ist die Überprüfung der Projektergebnisse in Form eines Beispielprozesses mit Richtern und Rechtsanwälten geplant. Erste Software-Ergebnisse werden 2006 erwartet.
Der Spezialist für digitale Medienbeobachtung PressWatch hat seine Angebotspalette vervollständigt. Ab sofort können die Anzeigen-Äquivalenzwerte in den Präsenzlisten bei der Print-Beobachtung ausgewiesen werden- auf Wunsch sogar getrennt nach Bild- und Textanteil. So kann per Knopfdruck ganz leicht und schnell der Werbewert der eigenen Pressearbeit berechnet werden. In den Präsenzlisten werden außerdem ohne Zusatzkosten die Treffer in den Unterausgaben der Tageszeitungen erfasst und ausgewiesen. Für die Nutzung aller Präsenzlisten, die Online im Kundenbereich zur Verfügung stehen, werden keine Gebühren erhoben werden.
PressReviewGenerator - kostenlose Software für Pressespiegel
Die PressWatch AG stellt jedem Kunden für die Erstellung seiner Pressespiegel die Software "PressReviewGenerator" (PRG) kostenlos zur Verfügung. Mit Hilfe des PRG können digitale Clippings, die im Original - Zeitungslayout bereitstehen, im Handumdrehen zu einem Pressespiegel verarbeitet werden. Das Deckblatt des Pressespiegels wird dabei nach Kundenwunsch gestaltet und ein Inhaltsverzeichnis kann automatisch erstellt werden. Darüber hinaus ist die Unterteilung in frei definierbare Rubriken möglich.
Eine neue Dimension der TV Beobachtung
Ab dem 1. November kommt PressWatch mit einem neuen Produkt für TV-Watch auf den Markt. PressWatch beobachtet für die wichtigsten Nachrichtensendungen Magazinformate und Reportagen rund um die Uhr. Statt einfacher Text-Mitteilung über einen Treffer, stellt PressWatch die Beiträge als Minifile inkl. Summary zur Vor-Ansicht im PressWatch - Kundenbereich zur Verfügung. Jeder Beitrag kann komplett mit Hilfe des Windows Media - Players auf dem PC angesehen werden. Der Kunde entscheidet dann, ob er den Beitrag zusätzlich noch in einem hoch auflösenden Format bekommen möchte. Die Mitschnitte werden auf Wunsch als Download oder als CD/ DVD bereitgestellt. Das neue TV-Format wird mit verschiedenen Sendungspaketen angeboten, so dass der Kunde wirklich nur für die Leistung zahlen muss, die er wirklich benötigt. Selbstverständlich gehört ebenfalls für all diejenigen, die keine ständige TV-Beobachtung benötigen, auch die anlass bezogene TV - Beobachtung zum Angebotsspektrum der PressWatch AG.
TV-Alerts in die Online-Beobachtung integriert
Bei der Beobachtung der Online-Medien (WebWatch) werden ab sofort auf Wunsch alle Portale der TV-Sender und die Programmvorschauen beobachtet. Die Kunden erfahren vor der Ausstrahlung, ob und wann etwas zu ihrem Profil gesendet wird. Die Benachrichtigung über die Treffer erfolgt über das übliche e-mail-Alert-System. Zusätzliche Gebühren für diesen Service werden nicht erhoben, sondern sind im Produkt WebWatch abgegolten.
ein Portal für alle Medien
Für alle Beobachtungsformen, ob Online- oder Print-Medien sowie TV-Beiträge gilt, dass Sie übersichtlich in einem Portal bereitgehalten werden. Dort können Artikel und Beiträge mit den bekannten PressWatch Funktionen analysiert, weiterverarbeitet oder distribuiert werden. Das beinhaltet auch eine automatische Erfassung der Lizenzdaten, da elektronische Pressespiegel lizenzpflichtig sind.
Kontakt: Presswatch AG
Ansprechpartner: Jörg Kramer
email: [EMAIL]sales@presswatch.de[/EMAIL]
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Eine Präsentation kann vor einigen wenigen oder auch vor Hunderten von Zuhörern stattfinden - ein Auftritt in den Medien kann mitunter sogar ein Millionenpublikum ansprechen. In beiden Fällen handelt es sich um einen Auftritt vor einem Publikum, das dem Auftretenden und seinen Zielsetzungen gegenüber kritisch, neutral oder auch aufgeschlossen eingestellt ist. Immer geht es in letzter Konsequenz darum, das Publikum zu überzeugen - und nicht nur von den jeweiligen Inhalten, sondern auch von der eigenen Persönlichkeit.
An Führungskräfte werden hier hohe Erwartungen gestellt, sie selbst stehen im Zentrum der Aufmerksamkeit, auf dem sprichwörtlichen Präsentierteller, und haben dabei direkt eine dreifache Aufgabe zu erfüllen: Von ihnen wird erwartet, dass sie ihre Rolle als Repräsentant eines Unternehmens erfüllen; daneben gilt es, den eigenen Anforderungen gerecht zu werden und die Chancen eines gelungenen Auftritts auch für die eigene Karriere zu nutzen; und natürlich wird außerdem erwartet, dass auch ganz konkrete Zielsetzungen erreicht werden. - Ob diese Erwartungen erfüllt werden können, hängt in allen Fällen insbesondere von der Überzeugungskraft eines souveränen Auftritts ab.
Präsentationen sind eine gängige Methode der internen und externen Unternehmenskommunikation. Nahezu jede Führungskraft verfügt über mehr oder weniger ausgeprägte Erfahrungen auf diesem Gebiet. Sie selbst werden bereits Präsentationen veranstaltet haben, sei es, um neue Ideen vorzustellen, ein Produkt zu präsentieren, komplexe Zusammenhänge zu verdeutlichen oder um Ihr Unternehmen bei Fachtagungen, Kongressen oder Messen zu vertreten. Die jeweiligen Präsentationsanlässe sind weit gefächert und nahezu grenzenlos. Der Erfolg einer Präsentation hängt dabei niemals von einem einzelnen Kriterium ab, vielmehr kommen mehrere Faktoren zusammen, die in ihrer Summe die Architektur einer Präsentation bilden.
Um den Erfolg einer Präsentation sicherzustellen, sollte der Fokus auf der Steigerung der Überzeugungskraft liegen, die sich nicht nur aus einer adäquaten Auswahl und dem professionellen Einsatz visueller Hilfsmittel, sondern mehr noch aus dem gekonnten Zusammenspiel aller Einzelelemente ergibt. Im Mittelpunkt einer jeden Präsentation steht dabei nach wie vor, und gerade auch in Anbetracht der mittlerweile fast unüberschaubaren technischen Möglichkeiten, der Mensch. Dies ist auf der einen Seite der Präsentator selbst und auf der anderen sind es seine Zuhörer. Die Überzeugungskraft einer Präsentation wird daher noch immer und zu wesentlichen Anteilen von der Persönlichkeit eines souveränen Präsentators bestimmt.
Mit einer guten Struktur und sehr geschickt eingesetzten Visualisierungen alleine sind allenfalls Teilerfolge zu erzielen, wenn offensichtliche Defizite im persönlichen Auftreten eines Präsentators ins Blickfeld des Publikums geraten. Neben den architektonischen Aspekten einer Präsentation sind es bestimmte Persönlichkeitsmerkmale, die maßgeblich zum Erfolg einer überzeugenden Präsentation beitragen. In einer Präsentation geht es daher immer um das optimale Zusammenspiel aller Komponenten.
Ganz ähnlich verhält es sich mit Medienauftritten von Führungskräften. Auch hier ist es die Persönlichkeit des Auftretenden, die zu großen Teilen über die mediale Wirkung und damit über den Erfolg eines Auftritts entscheidet. Doch mit dem Umgang von Unternehmen und ihren Führungskräften mit den Medien ist es nicht immer zum Besten bestellt. Vielerorts besteht hier noch ein deutliches Manko, wodurch die positiven Effekte, die ein Auftritt in den Medien mit sich bringen kann, oft nicht optimal ausgenutzt werden. Dies betrifft den eigentlichen Auftritt selbst, der Chancen und auch Risiken in sich birgt, und ebenso das generelle Verhalten bei Medienkontakten.
Hier ist oft eine gewisse Ambivalenz zu beobachten. Nicht selten werden Medienkontakte eher als lästige Pflicht denn als Chance zur Steigerung des Bekanntheitsgrades begriffen. Daraus resultiert zuweilen eine sehr eingeschränkte Kooperationsbereitschaft mit den Medienvertretern, die mitunter in totaler Verweigerung gipfelt. - Andererseits sind viele Medienkontakte wenig zielgerichtet und folglich kaum dazu geeignet, ein Publikum für sich zu gewinnen oder sogar zu überzeugen.
Der Grund dafür ist letztendlich einfach: Die Medienrealität ist eine andere als die Wirklichkeit, die den Führungskräften in ihren von der Außenwelt oft fast schon isolierten Unternehmen begegnet. Wer das Mediengeschehen aufmerksam verfolgt, bekommt hier zahlreiche Beispiele dafür geliefert, dass sich so manche Führungskraft um Kopf und Kragen redet und für das repräsentierte Unternehmen dabei einen erheblichen Imageschaden anrichtet. Es gilt daher, die Chancen von Zeitung, Funk und Fernsehen - bei gleichzeitiger Minimierung aller Risiken - im Sinne der Interessen des Unternehmens zu nutzen.
Das Wort "Medienauftritt" ist zunächst ein sehr schwammiger und eher unpräziser Begriff, umfasst er doch Auftritte der unterschiedlichsten Ausprägung: Interviews, Pressekonferenzen, die Teilnahme an Talkshows usw., gleichzeitig steht das Wort zugleich für Auftritte in den Printmedien, Radio und Fernsehen. - Nun impliziert jedes dieser Medien ebenso seine spezifischen Eigenarten wie auch der Kontext eines Auftritts unterschiedliche Verhaltensverweisen erfordert. Bei einem Interview sind andere Aspekte zu beachten als bei einer Talkshow; ein Fernsehinterview ist etwas anderes als ein Interview mit einer lokalen Zeitung; ein vorbereitetes Interview stellt andere Anforderungen als ein spontanes Statement usw.
Im Gegensatz zu einem Vortrag geht es bei einer Präsentation nicht alleine darum, gut aufbereitete Informationen zu vermitteln. Zwar wird auch hier mit Faktenwissen gearbeitet, die Zielsetzung einer Präsentation ist dabei jedoch umfassender und auch komplexer. Präsentationen, zumal aufwendig inszenierte, dienen dem Zweck, das Publikum zu überzeugen. Und genau dieser Aspekt einer Präsentation birgt einige Schwierigkeiten. In längst nicht allen Fällen sind die Teilnehmer dafür aufgeschlossen, sich von einer Sache, von Veränderung oder einem Vorhaben überzeugen zu lassen. Sehr häufig ist mit Vorurteilen, Ablehnung oder wenigstens Skepsis zu rechnen. - Der Präsentator wird mit seinem Auftritt zu einem Verkäufer einer Sache, eines bestimmten Vorhabens oder einer Idee und will die eventuelle Voreingenommenheit seiner Zuhörer durchstoßen.
Das Publikum ist also der Faktor, auf den alle Bemühungen ausgerichtet sind. Überzeugte Teilnehmer sind unerlässlich, damit die eigenen Zielsetzungen überhaupt erreicht werden können. Oft stehen Präsentationen im Zusammenhang mit wichtigen Entscheidungen, ob diese Entscheidungen nun im Sinne des Präsentators ausfallen, liegt allein in der Überzeugungskraft seiner Präsentation.
Die eigenen Wünsche, bestimmte Zielsetzungen zu erreichen oder Entscheidungen herbeizuführen, sind nur selten völlig identisch mit den Interessen des Publikums. Daher gilt es, den Zuhörer mit einer zielorientierten und anschaulichen Präsentation zu verdeutlichen, worin einerseits die allgemeinen Vorteile liegen und welches anderseits der ganz persönliche Nutzen für die Teilnehmer ist. Gerade der persönliche Nutzen der Teilnehmer ist hierbei ein elementarer Aspekt, mit dem Sie die Bereitschaft wecken können, dass Ihre Zielsetzungen vom Publikum nicht nur gebilligt, sondern auch bereitwillig oder sogar begeistert mitgetragen werden.
Die ungeteilte Aufmerksamkeit Ihres Publikums (als Basis für Ihre Überzeugungsarbeit) lässt sich nicht zufällig herbeiführen. Sie benötigen immer eine stringente und gut durchdachte Architektur Ihrer Präsentation. Für den Erfolg einer Präsentation ist ein systematischer Aufbau unerlässlich. Nur mit einer guten Architektur werden Sie das Publikum für Ihre Absichten öffnen und schließlich von Ihren Zielen überzeugen können.
Die Problematik einer unzureichend vorbereiteten Präsentation liegt vor allem darin, dass es nach einem eventuell verpatzten Auftritt häufig keine zweite Chance mehr gibt, um doch noch zum Erfolg zu kommen. Und selbst wenn, so verschlechtert sich in allen Fällen Ihre Ausgangsposition doch erheblich. Ein Misserfolg bringt immer verhärtete Fronten mit sich und reduziert die Bereitschaft der Teilnehmer, sich von einer Sache überzeugen zu lassen. Daher gilt es, eine Präsentationsstruktur zu schaffen, die durchweg überzeugend ist und damit die Erfolgschancen maximiert.
Wussten Sie, dass Ihr Handy beim Telefonieren am Fenster 90 Prozent weniger Leistung braucht und entsprechend weniger Strahlung abgibt als im Rauminneren? Dies und vieles mehr zum richtigen Umgang mit dem Handy können Bayerns Schüler kostenlos und ab sofort in der Schule lernen. Darauf wies heute Bayerns Umwelt- und Gesundheitsminister Werner Schnappauf in München zum Start des Projekts 'Mobilfunk und Schule' hin. Schnappauf: 'Das Landesamt für Umwelt verleiht spezielle Messköpfe, an denen die Schüler selber die unterschiedliche Leistungsabgabe der Handys im praktischen Einsatz ausprobieren können. Denn bereits beim Kauf und besonders beim Telefonieren kann die Handy-Strahlung deutlich verringert werden. Man muss nur wissen, worauf es ankommt'.
Nach den Worten des Ministers gehören Schülerinnen und Schüler zu den Hauptnutzern des Mobilfunks. Über 80 Prozent der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland haben ein Handy und auch schon die Hälfte aller 11- bis 12-Jährigen telefoniert mobil - Tendenz steigend. 'Auch wenn alle marktüblichen Handys die empfohlenen Maximalwerte größtenteils deutlich unterschreiten, sollte man sich schon beim Kauf bewusst für ein besonders strahlungsarmes Handy entscheiden', so Schnappauf. Der Minister forderte in diesem Zusammenhang auch die Hersteller auf, Strahlungswerte deutlich erkennbar schon auf der Verpackung anzugeben - für mehr Transparenz und Vergleichbarkeit: 'Es kann nicht sein, dass die Käufer erst im Kleingedruckten der Bedienungsanleitung auf den Strahlungswert ihres Handys stoßen'.
Die vier wichtigsten Tipps, um die Handy-Strahlung zu minimieren, sind:
Sich zum Telefonieren einen günstigen Standort suchen: Viele Balken auf dem Handy bedeuten gute Funkverbindung und damit wenig Strahlung. Deshalb nah am Fenster, und nicht im Lift oder Keller telefonieren.
Erst Handy ans Ohr, sobald eine Verbindung zustande gekommen ist.Antenne nicht mit Hand abdecken, sonst regelt das Handy die Sendeleistung hoch und strahlt stärker.
Vor dem Kauf über den SAR-Wert des Handys informieren.
Mit Headsets die Strahlung noch weiter verringern.
Gegenstand des neuen Schulprojekts sind künstliche SAR-Messköpfe, die die spezifische Absorptionsrate bestimmen, also die Strahlungsleistung, die der Kopf beim Telefonieren aufnimmt. Bayerische Schulen können für 1-2 Wochen einen SAR-Messkopf mit Laptop, Auswertungssoftware und begleitenden Foliensätzen beim Landesamt für Umwelt bestellen. Einzige Voraussetzung ist, dass der zuständige Lehrer an einer entsprechenden Fortbildung teilgenommen hat. Die Messköpfe demonstrieren die unterschiedliche Strahlungsleistung je nach Position des Handys am Kopf oder der telefonierenden Person im Raum. Auch wird deutlich, dass die Strahlung umliegender Sendeanlagen wesentlich niedriger liegt als die Strahlung eines genutzten Handys. 'Ziel des neuen Schulprojekts ist es, schon den Jugendlichen das notwendige Hintergrundwissen zu vermitteln. Denn Bayern schreibt Vorsorge groß', so Schnappauf. Einbezogen in das Projekt 'Mobilfunk und Schule' sind auch Fragen der Medienerziehung wie z.B. Handykosten, Kommunikation mit SMS oder Handys als Statussymbol.
Die spezifische Absorptionsrate (SAR) gibt an, welche Strahlungsleistung der Körper beim Telefonieren aufnimmt. Je höher der gemessene Wert, desto mehr wird das Gewebe erwärmt. Zur Festlegung des SAR-Wertes wird in Deutschland eine Empfehlung der Strahlenschutzkommission zugrundegelegt, die einen Wert von 2 W/kg gemittelt über jeweils 10 g nennt. Diese Empfehlung basiert auf Leitlinien der Internationalen Kommission zum Schutz vor Nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) und der Weltgesundheitsorganisation.