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Barrierefreie & multilinguale Lernumgebung open-EIS


Community4you entwickelte eine barrierefreie, mehrsprachige Lernplattform auf Basis ihrer Wissensmanagement- und eLearning Lösung open-EIS.

Community4you ist technischer Realisierungspartner im EU Projekt “SEE-VIP – Selected eLearning Education for Visually Impaired People“ (seevip.net). In diesem Projekt liegt der Fokus von Community4you auf der Erstellung der barrierefreien Lernumgebung auf Basis des Wissensmanagement- und e-Learning Systems open-EIS (open-eis.com).

Im Vordergrund der Aufgabe stand die Anpassung der bestehenden Lernumgebung in eine 100% barriere-freie eLearning Plattform nach BITV-konformen (http://www.einfach-fuer-alle.de/artikel/bitv/) Kriterien. Eine weitere Herausforderung war die mehrsprachige parallele Einführung der Plattform für 8 Länder (Österreich, Finnland, Deutschland, Slowakei, Niederlande, Estland, Litauen und Großbritannien) in den Sprachen „Englisch“, „Finnisch“, „Slowakisch“, „Niederländisch“, Estnisch“, „Litauisch“ und „Deutsch“. Es entstand erstmalig eine wirklich moderne und barrierefreie eLearning Plattform für Sehbehinderte. Dank der engen und guten Zusammenarbeit mit Herrn Jürgen Hüllen und Herrn Stefan Schmidt vom Berufsförderungswerk Düren konnten wichtige Erfahrungen zur Anwendungsentwicklung für Sehbehinderte bei der Realisierung berücksichtigt werden.“ so Jacqueline Paczko, SEE-VIP Projektleiterin bei Community4you. Neben dem „Learning Management System“ (LMS) ist in der Lösung auch eine Autorenumgebung enthalten, um über Standard WWW-Browser und Internet sehr einfach eLearning Lerninhalte inkl. Prüfungen und Tests erstellen zu können.

Großer Wert wurde bei der Konzeption der barrierefreien Lernumgebung auf die Nutzung einer eLearning Umgebung, ansprechend für Sehende sowie funktional für Sehbehinderte und einfach zu bedienen für beide Gruppen, gelegt. So wurde das Layout der Lernumgebung flexibel erstellt, damit es sich auch an geringe Auflösungen des Browsers (z.B. 640 x 480) anpassen kann, ohne dass es zu Überlagerungen kommt. Das Farbenzusammenspiel des Layouts, definiert durch Stylesheets, wurde nach sehbehinderten-gerechten Kriterien gewählt, d.h. die Informationen sind auch ohne Wahrnehmung der Farbe (z.B. schwarze Schrift auf weißem Hintergrund) verwendbar. Die grafischen Bedienelemente sowie integrierte Grafiken und Logos der Lernplattform wurden mit zweckdienlichen Alternativtexten versehen, da diese Alternativtexte für Sehbehinderte die Grafik ersetzen. Für farbfehlsichtige Benutzer wurden grafischen Bedienelemente, informativen Grafiken und Texte mit ausreichend Helligkeitskontrast eingesetzt, damit diese auch für jene Zielgruppe wahrnehmbar ist.

Alle integrierten Navigationselemente wurden mit einem Tooltip bzw. Title-Attribut (ähnlich Alternativtext) versehen, damit Nutzern von Tastaturen, Braillezeilen oder Screenreadern die Benutzerführung erleichtert wird. Die Größe der Schriftart wurde in relativen Maßangaben festgelegt. Das Layout kann so auch mit großen Schriften benutzt werden. Besonders erwähnenswert ist, dass alle wichtigen Navigationselemente der Lernumgebung mit Accesskeys ausgestattet wurden. Durch diesen Shortcut können Links einfach und schnell per Tastatur erreicht werden.

Da die Lernumgebung multilingual erstellt wurde, ist großer Wert auf die Verwendung von Sprachenbeschreibungen gelegt worden, d.h. diese Metainformation (z.B. für deutsche Sprache) verweist darauf, dass der Inhalt durch einen Screenreader auf deutsch vorgelesen wird. Alle anderen Sprachen werden entsprechend ihres vergebenen Sprach-Metainformationen vorgelesen.

Eingebundene Links mit Linkbeschreibungen und Linkziel, die z.B. durch den Mauszeiger mit grafischen Hervorhebungen angezeigt, werden genauso deutlich hervorgehoben, wenn sie mit der Tastatur angesteuert werden. Ebenso können alle beschrifteten Formularelemente und Objekte schlüssig du nachvollziehbar mit Maus, Tastatur oder Braillezeile angesteuert werden.

Auf die Integration von PDF-Dokumenten wurde verzichtet, da diese für Sehbehinderte nur bedingt zugänglich sind. Informationen zur Bedienung der Lernumgebung werden zielgruppengerecht in HTML-Form und als RTF-Dokument zum Download angeboten.
Bei den Lerninhalten – also den integrierten eLearning-Kursen wurde ebenfalls darauf geachtet, dass alle eingebundenen Multimedia-Objekte (Audio, Video, Grafiken) mit nützlichen Alternativtexten versehen wurde, um den Inhalt für Sehende und Sehbehinderte gleichermaßen zugänglich zu machen. Die integrierte Autorenumgebung stellt dafür alle Features für ein barrierefreies Erstellen von eLearning-Inhalten zur Verfügung.

In der Autorenumgebung lassen sich beispielsweise Online-Kurse, Assessments oder Produktschulungen browserbasiert, ohne HTML-Kenntnisse und ohne Notwendigkeit der Installation spezieller Plugins sehbehindertengerecht erstellen. Die Inhalte werden mit einem integrierten WYSIWYG-Editor bearbeitet und automatisch strukturiert (z.B. in Kapitel); was dem Autor eine langwierige Einarbeitung erspart. Zudem hat er den Freiraum Kurse individuell zu gestalten und beliebige Medienformate, z.B. Sounddateien, einzubinden. Allen eingebundenen Mediendaten können Alternativ-Beschreibungen hinzugefügt werden, damit die Inhalte barrierefrei nutzbar sind. Bereits vorhandene SCORM-Kurse können einfach in das System importiert und den Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Kurse, Klassen und ganze Ausbildungen können generell mit dem open-EIS organisiert und verwaltet werden. Eine integrierte sehbehindertengerechte Kommunikationsplattform ermöglicht darüber hinaus den Wissensaustausch zwischen Tutor (Lehrenden) und Lernenden über E-Mail, Chat, Diskussionsforen sowie der Aufgaben- und Terminverwaltung.

Alle Kursinhalte werden dynamisch aus einer zu Grunde liegenden Datenbank generiert und unabhängig von Zeit und Ort zur Verfügung gestellt. Modernste Sicherungstechnologien sowie personalisierte Zugriffsrechte garantieren, dass die Inhalte weder intern noch extern durch Dritte eingesehen werden können.

Artikel von W. Janssen - Mi, 13.09.2006
Rubrik: E-Learning
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openACADEMY im Rampenlicht bei teletutoren.net


Das Bildungs- und eLearning Portal openACADEMY stand im Spotlight des Experteninterviews von teletutoren.net im Monat September

Jacqueline Paczko, Projektleiterin des Bildungs- und eLearning Portals openACADEMY stand Rede und Antwort im Experteninterview welchen von Frau Gabriela Pflüger, Geschäftsführerin von teletutoren.net, durchgeführt wurde.

Die openACADEMY (http://www.open-academy.com) ist eigenständiger Bereich der Community4you GmbH, für dessen Portal- und ASP-Dienste open-EIS (http://www.open-eis.com) die technische Plattform ist. Sie kann das gesamte Bildungsspektrum von der Vorschule bis zum Seniorenkolleg abbilden und ist so Lehr- und Lernportal zugleich. Auf der einen Seite gehören Bildungsinteressierte aller Branchen und jeden Alters zu den Nutzern und auf der anderen Seite profitieren Bildungseinrichtungen und Unternehmen vom breiten Dienstleistungsspektrum der openACADEMY.

Die openACADEMY ermöglicht Teletutoren die unkomplizierte Erstellung von Online Kursen. Lernende können die bereitgestellten Kurse mit einem einfachen Internetzugang zeit- und ortsunabhängig nutzen. Das Learning Management System (LMS) der openACADEMY kann aber auch als ASP-Mietmodell preiswert und schnell zur Verfügung gestellt werden, so dass Unternehmen, Bildungsträger oder Verwaltungen schnell und ganz einfach ihre eigene virtuelle Akademie für ihre Website erhalten.

Der Teletutor unterstützt und begleitet Lernende beim Online Lernen, er auf im LMS der openACADEMY integrierte synchrone und asynchrone Kommunikationswerkzeuge wie z.B. Email, Forum, Chat oder Whiteboard zurückgreifen kann und daher den Lernenden ein Optimum an Unterstützung bietet. Der Teletutor schafft in diesem Zusammenhang den zeitlichen Rahmen zur Interaktion zwischen den Lernenden durch Schaffung von Gruppenaktivitäten bzw. zwischen Lernenden und Teletutor. Er ist verantwortlich für die fachliche Betreuung des Online Kurses und gibt fundiertes Feedback auf inhaltliche Fragen durch die Lernenden. Weitere Informationen für interessierte Teletutoren finden Sie unter
http://www.open-academy.com/de/elearning/lehrende_tutoren/tutor_werden/index.html.

Außerdem bietet die openACADEMY natürlich auch einen kostenlosen Demo-Kurs für interessierte Nutzer an. Jeder, der sich auf der openACADEMY registriert kann danach im Bereich LERNEN den Demo-Kurs „Faszinierendes Mexiko“ anschauen und z.B. die Features der verschiedenen Fragetypen im Prüfungsteil ausprobieren oder die integrierten Inhaltsobjekte einsehen. Auf Anfrage bietet die openACADEMY auch eine geführte Online-Demonstration durch das gesamte Learning Management System an, welche sich von der Kurserstellung, über die Kursbereitstellung bis hin zur Kursnutzung erstreckt.

Das gesamte Experteninterview können Sie unter http://www.teletutoren.net im Bereich News nachlesen.
[B]
Artikel von W. Janssen - Fr, 01.09.2006
Rubrik: E-Learning
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“Assessment at home” - die innovative eLearning Methode von Community4you


Die eLearning Testmethode „Assessment at home“ ergänzt als zusätzliche Komponente zu den Wissenstransfer Methoden von Community4you die neuen Produkte und Dienstleistungen für Großunternehmen, öffentliche Verwaltungen und KMU. Ab 1. September 2006 steht „Assessment at home“ in Zusammenarbeit mit der openACADEMY (www.open-academy.com) auch externen Kunden als Dienstleistung zur Verfügung.

„Welcher Bewerber passt besonders gut in mein Unternehmen? Kann er den Anforderungen seiner Aufgabe gerecht werden? Wie gut kennen sich meine Mitarbeiter und Partner in ihrem Aufgabengebiet und bezüglich unternehmensinterner Fragen wirklich aus? Die Antworten auf diese Fragen zu kennen, trägt maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens bei. Mit herkömmlichen Testverfahren ist die Auswahl eines neuen Mitarbeiters sehr aufwendig und nimmt viel Zeit in Anspruch. Genauso schwierig ist es, den speziellen Weiterbildungsbedarf seiner Mitarbeiter und Partner rechtzeitig zu erkennen und beheben zu können.“, so Jacqueline Paczko, Projektleiterin der openACADEMY.

„Für diese Herausforderung hat die Community4you GmbH mit dem Online-Assessment ein Testverfahren entwickelt, welches zum einen die Möglichkeit bietet, unternehmens- und verwaltungsspezifisches Wissen der Mitarbeiter oder Partner eines Unternehmens effizient und zuverlässig zu überprüfen und zum anderen die Personalauswahl mit gleichzeitiger Minimierung des Arbeitsaufwandes zu optimieren.“, so Dirk Liesch, Geschäftsführer von Community4you.

Die Herausforderung bei Einstellungstests liegt darin, Verfahren zu entwickeln, die trotz Remote-Tests von zu Hause aus eine selbständige Arbeit des Bewerbers garantieren. Das Online-Assessment-Verfahren gestattet die Erkennung von Kandidaten, welche externe Hilfe in Anspruch genommen haben. Somit entsprechen die resultierenden Ergebnisse tatsächlich den Fähigkeiten des Bewerbers. Das Testverfahren arbeitet mit Instrumenten, die den Bewerber anhand seiner wirklichen Leistungen beurteilen. Das heißt, dass nicht unbedingt der Bewerber mit den besten Noten oder der besten Präsentation gewählt wird, sondern der, der den Anforderungen an seine Aufgaben im Unternehmen am Besten gerecht wird.

Durch die Erfahrung von Community4you werden typische Fallfehler eines Online-Auswahlverfahrens vermieden. Die Aufgabenstellungen des Online-Assessments werden speziell auf verschiedene Stellenprofile ausgerichtet. Je nach Anforderung und Bedarf werden sowohl freie als auch Multiple Choice Aufgaben eingesetzt. Mit einem weitestgehend automatisierten Testverfahren kann ein großer Bewerberansturm mit minimalem Aufwand bearbeitet werden. Der Arbeitsaufwand liegt nicht beim Entscheider, sondern beim Bewerber, der schon im Vorfeld gezwungen ist, sich intensiv mit dem Unternehmen vertraut zu machen. Die Bewerberauswahl erfolgt somit schneller und kostengünstiger als bei herkömmlichen Testmethoden. Ähnliche Einsparungen ergeben sich auch bei dem Online-Assessment-Wissenstest für Mitarbeiter und Partner.

Bevor Sie sich für eine Investition und ein erstes größeres Online-Assessment-Projekt entscheiden, sollten Sie von unserer Erfahrung überzeugt sein. Um Ihr Entscheidungsrisiko zu minimieren, bietet Ihnen die Community4you eine Pilotlösung an. Gemeinsam mit unseren Experten wählen Sie zunächst ein Pilotthema, welches Ihnen für Ihr Unternehmen als besonders nützlich erscheint. Nach der Erarbeitung eines Tests richten wir Ihnen einen ASP-Dienst zur Durchführung Ihres Piloten ein. Die Experten der openACADEMY (www.open-academy.com) und der Community4you unterstützen Sie bei den ersten Schritten Ihres Online-Assessments, damit Sie bereits mit Ihrem ersten Online-Auswahlverfahren erfolgreich sind und Zeit- und Personalressourcen sparen können.

Der Beitrag steht inhaltlich in der Verantwortung der Firma Community4you GmbH

Artikel von W. Janssen - Fr, 18.08.2006
Rubrik: E-Learning
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Web-Browser Browsezilla baut im Hintergrund Erotik-Kontakte auf


Im Rahmen eines Browser-Tests haben die Sicherheits-Experten von Panda Software festgestellt, dass der freie Web-Browser "Browsezilla" im Hintergrund Kontakte zu Erotik-Seiten aufbaut, ohne dass der Nutzer davon etwas merkt.

Nach Erkenntnissen der Sicherheits-Spezialisten versucht die Browser-Software den jeweiligen Rechner mit einem Schadprogramm zu infizieren. Bei Erfolg wird der Rechner nach jedem Neustart mit pornographischen Seiten verbunden. Der jeweilige PC-Anwender merkt von diesen Aufrufen nichts, da das Schadprogramm verdeckt arbeitet und keine Seiten anzeigt.

Ziel der Aktivitäten ist ein gesteigerter Traffic auf den Porno-Seiten, um den Betreibern höhere Werbe-Einnahmen zu sichern, so Panda Software. Die Schadsoftware ist lediglich durch reduzierte Datenraten zu bemerken, eine Folge der erhöhten Zugriffe. Ein unbequemer Neben-Effekt könnte auftreten, wenn der Nutzer zu Unrecht des Zugriffs auf erotische Inhalte im Internet beschuldigt wird.

Nach Aussage von Experten sind die Urheber der Browser-Software bewusst darauf aus, den Browser-Nutzer zu täuschen. Im Aussehen ähnelt das Programm dem Open-Source-Browser Mozilla.

Die Software des "Browsezilla" wird auf verschiedenen Webseiten angeboten. Befindet sich ein Interessent auf der offiziellen "Browsezilla"-Seite, so wird er über eine Such-Funktion auf eine weitere Seite geleitet, die das Herunterladen des Browsers empfiehlt. Ironischerweise wird in den Browser-Informationen behauptet, dass "Browsezilla" eine größere Sicherheit im Internet bietet, als andere Browser, da die Software angeblich den Verlauf der Anwender-Aktivitäten nicht speichert.

Artikel von W. Janssen - Mo, 26.06.2006
Rubrik: E-Learning
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virtuelles Klassenzimmer - Interactive Learning


Im Rahmen des Pilotprojektes "Interactive Learning" konnten die Schüler am Eppinger Gymnasium den Informationsaustausch via Internet über Kontinente hinweg live erleben. Als Teilnehmer dieses Pilotprojektes sprachen sechs Schulen aus verschiedenen Bundesländern mit Joe Cunningham aus Monterey (Kalifornien) in einem virtuellen Klassenzimmer über die amerikanische Verfassung.

Wie in Amerika das Wahlrecht funktioniert, und wie die Justiz darauf Einfluss nehmen kann, die im Vergleich zu Deutschland unterschiedliche Rolle der Legislative, Exekutive und Judikative - all das könnten die Schüler auch nachlesen. Viel spannender ist jedoch eine live-Diskussion über den 'grossen Teich': "Das war mal eine echte Abwechslung im Unterricht", meint Michael Zich begeistert. Auch seine Mitschülerin Christine Acht sieht im virtuellen Klassenzimmer, das nichts anderes als ein internetgestütztes Computer-Kommunikationsprogramm ist, eine gute Möglichkeit, auf "einfache und lebendige Weise" etwas Neues zu lernen.

Noch wichtiger aber ist die Tatsache, dass alle Schüler bei dieser ersten Aktion von "Interactive Learning by Expert Talks" richtig viel 'Lust auf Mehr' bekommen haben. Der stellvertretende Schulleiter des Gymnasiums, Bernd Eigenmann, erklärt, dass das Thema Amerika beim Abitur behandelt wird. Deshalb soll eine Aufzeichnung des Vortrages in den Vorbereitungsunterricht einfliesen. Leider gab es bei diesem ersten Mal technische Abstimmungsprobleme, so dass die Schüler mit ihren Fragen noch recht zurückhaltend waren. Eigenmann ist sich aber sicher, dass dies beim nächsten Mal besser sein wird.

Die Arbeit im virtuellen Klassenzimmer kann sich Eigenmann auch für andere Fächer gut vorstellen: "Damit können wir unsere Schüler an Dinge heranführen, die auf dem Land sonst nicht geboten werden". Experten für Mathematik, Naturwissenschaften oder aus der Wirtschaft würde er gern auf den Computerbildschirmen seiner Schule sehen. Auch hinsichtlich der neuen Partnerschaft mit einer holländischen Schule sieht Eigenmann in dem Kommunikationsprogramm völlig neue Perspektiven.

Chancen für die internationale Zusammenarbeit an Projekten wittert auch Englischlehrer Patrick Vollmer. "Das war eine lebendige Kommunikation und Interaktion in Echtzeit", fasst er die anderthalb Stunden zusammen, in denen sich vor der offenen Tür bald eine interessierte Schülerschar versammelt hatte.

Drinnen herrscht eine Disziplin, wie sie hier wohl nicht immer zu finden ist: im virtuellen Klassenzimmer wird nicht einfach reingequasselt. Mit elektronischen "Handzeichen" kann man sich zu Wort melden. Aber erst, wenn der Vortragende das Mikrofon übergibt, können Fragen gestellt werden. Abstimmungen werden mit grünen Häkchen und roten Kreuzen getätigt. Bei Bedarf können Vorlagen verteilt oder bearbeitet werden, und natürlich gibt es Smileys für die jeweiligen Gemütszustände.

Auch seinen Beifall kann man zeichentechnisch kundtun. Der kommt ganz einstimmig von allen, als Cunningham kundtut, dass er George W. Bush nicht gewählt hat. Voraussagen, ob in den Vereinigten Staaten bald eine Frau ins Weiße Haus einzieht, kann der Experte für amerikanische Länderkunde natürlich nicht. "Wäre nicht Michael Moore ein geeigneter nächster Präsident?" wagt man sich frech aus der Fachwerkstadt nachzufragen.

Robert Schatz, der das Pilotprojekt ins Leben rief, ist Lehrer für Wirtschaft und Englisch an einer Berufsschule in Nürnberg. Die Idee fürs virtuelle Echtzeitklassenzimmer brachte er aus seiner Zeit bei Siemens mit in den Schuldienst. Zur Umsetzung holte er sich Konrad Fassnacht von Fassnacht Corporate Consulting aus Eppingen mit ins Boot. "Momentan sind wir in einer kostenfreien Pilotphase", erklärt Schatz und fügt an, dass die Schulen damit finanziell überfordert wären. Erschwingliche Kostenmodelle, bei denen man mit Hilfe von Sponsoren aus der Wirtschaft rechnet, sollen den virtuellen Klassenzimmern eine Zukunft geben.

Sieht so die Schule des 21. Jahrhunderts aus? "Das virtuelle Klassenzimmer wird niemals den Unterricht von Angesicht zu Angesicht ersetzen können, aber es kann eine sinnvolle Ergänzung sein", sagt Schatz. "Die Chancen sind gigantisch", meint er über den Einsatz der von der in der Wirtschaft längst favorisierten Form der globalen Zusammenarbeit.
Artikel von R. Hallenbach - Mo, 13.02.2006
Rubrik: E-Learning
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