Zu früheren Zeiten, als die Arbeitsämter sich noch persönlich um die Vermittlung der arbeitssuchenden Arbeitnehmer bemüht haben, hatte man einen persönlichen Ansprechpartner, den man direkt kontaktieren konnte und der einem auch kurzfristig mit den Alltagsproblemchen geholfen hat. Heute gibt es 'freie' Arbeitsvermittler und die Behörde mit über 50.000 Beschäftigten verwaltet sich mehr oder weniger nur noch selbst. Kontakte von außen sind nicht mehr möglich und selbst die einfachsten Anfragen wandern über drei Stellen, bevor sie überhaupt bearbeitet werden.
Versuchen Sie doch einfach mal, die Job-Vermittlung Ihres Arbeitsamtes zu bekommen, um nach Hilfskräfte für einen privaten Umzug zu fragen. In diesem Fall werden drei verschiedene Stellen bemüht, bevor Ihr Anliegen in den Wartefluren des Amtes ausgehängt wird.
Wenn Sie 'Job-Vermittlung' + 'Stadt' auf der Website www.telefonbuch.de eingeben, so erhalten Sie die Telefonnummer Ihres örtlichen Arbeitsamtes (sorry Agentur für Arbeit). Wählen Sie aber diese örtliche Telefonnummer, so gelangen Sie zu einem Call-Center ... irgendwo in Deutschland ... nur nicht in Ihrer Stadt. Wie heute leider üblich, müssen Sie sich dann zunächst durch ein Sprach-Menü quälen, bevor Sie überhaupt einen echten Menschen an die Strippe bekommen.
Nach einer zumutbaren Wartezeit von gut 10 Minuten erklärt Ihnen dann eine Service-Kraft, dass eine ganz andere Stelle zuständig ist und Sie bitte die Telefonnummer XYZ anrufen möchten. Diese Stelle aber ist wiederum nur für die Verteilung der Job-Anfragen auf die einzelnen Ämter zuständig, die eigentliche Kraft im Amt Ihrer Stadt bekommen Sie gar nicht zu Gehör.
-WIESO- müssen -DREI- Kräfte des öffentlichen Diensts beschäftigt werden, um durch die Job-Vermittlung des örtlichen Amtes einen kleinen Aushang zu veranlassen?
Sie fragen sich, was diese News mit 'Internet & eCommerce' zu tun hat? -NICHTS-!
In den USA rätselte man gut 14 Monate über den Urheber eines Web-Loggers, der sich 'Fake Steve' nannte und satirische Anspielungen auf Personen des öffentlichen Lebens, insbesondere auch über Steve Jobs, dem Gründer des Apple-Imperiums machte. Die satirischen Beiträge waren derart gut und von Insider-Informationen bestückt, dass sogar Microsoft-Chef Bill Gates aber auch Apple-Chef Steve Jobs sich als regelmäßiger Leser des Blogs outeten. Nun, 14 Monate nach Veröffentlichung des Blogs ist der Urheber dieser satirischen Seite enttarnt. Es handelt sich um den renommierten Finanz-Journalist Daniel Lyons, 46, vom US-Wirtschaftsmagazin 'Forbes'.
Enttarnt wurde Lyons vom "Times"-Reporter Brad Stone. Lyons ist auch als Buchautor tätig und sein letztes Werk hieß "Dog Days" zu Deutsch "Der Windhund". Das Buch spielt in der IT-Branche, erzählt nah an der Groteske die Geschichte zweier Software-Entwickler, die "Star Trek" lieben und den Hund eines Mafia-Bosses entführen.
Auf die Spur gekommen war Brad Stone seinem Reporter-Kollegen Lyons durch sein nächstes Werk, das den Titel "Options - The Secret Life of Steve Jobs" trägt und im Oktober dieses Jahres in den Handel kommen soll. Lyons Agent hatte verschiedenen Verlagen das Buch mit dem Hinweis angeboten, der Verfasser sei Romanautor und Reporter bei einem großen Wirtschaftsmagazin. Brad Stone von der 'New York Times' erfuhr von diesen Verhandlungen, fügte die Details zusammen und kam so zwangsläufig auf Lyons.
Trotz der Enttarnung hat Lyons seinen satirischen Biss und seinen Humor nicht verloren. Lyons kündigte an, er wolle als 'Fake Steve' auch weiterhin Beiträge schreiben, nun allerdings offiziell auf der Seite seines Arbeitgebers 'Forbes'.
Schade, dass man keinen Kommentar direkt zu ihrem Beitrag schreiben kann. Da hätte ich einiges zu erzählen. Z. B. dass ich mehrere Ministerien von Bund und Bayern angeschrieben habe um anzuregen, dass zumindest diejenigen Einrichtungen, die in öffentlicher Hand sind, bei der Schulverpflegung (nach Einführung des Nachmittagsunterrichts im G8) die Nährwertdaten angeben, damit zumindest diejenigen Schüler, die sich daran orientieren wollen, sich auch daran orientieren können. Alle haben mir erklärt, sie seien unzuständig!!
Die Nachfolgegesellschaft des Internet-Providers "Web.de", die ComBots AG veröffentlichte heute in Karlsruhe seine Geschäftszahlen für das Jahr 2006. Hiernach hat das Unternehmen im Jahre 2006 keinen einzigen Euro an Umsatz erzielt und trotz Entwicklung einer neuen Internet-Plattform und Kosten von mehr als 37 Millionen Euro, konnten die liquiden Mittel um 9,3 Prozent auf nunmehr 462,7 Millionen Euro gesteigert werden.
Mit dem Verkauf des Internet-Zugangsgeschäftes und den Namen "Web.de" an den Internet-Dienstleister "United Internet", zu dem auch namhafte Internet-Firmen wie "Schlund+Partner", "1und1" oder "GMX" gehören, haben die Web.de-Alteigentümer für das Internet-Dienstleistungsgeschäft die ComBots AG gegründet. Die ComBots AG hatte sich nach der Umfirmierung vorgenommen, eine neue Plattform für Kommunikation im Internet zu entwickeln und konnte dabei auf liquide Mittel von mehr als 400 Millionen Euro zurückgreifen.
Mit den nun veröffentlichten Zahlen heißt es, für das Jahr 2006 habe das Unternehmen keinen einzigen Cent an Umsatz generieren können, dafür aber durch Forschung und Entwicklung der neuen Plattform gut 37 Millionen Euro an Kosten gehabt. Während die Entwicklung der neuen Plattform gut 31 Millionen Euro verschlungen hat, betrugen die Kosten für Marketing gut 6,8 Millionen Euro. Dennoch hätten sich die liquiden Mittel um 9,3 Prozent auf nunmehr 462,7 Millionen Euro erhöhen können, weil die ComBots AG einen 9,3-prozentigen Anteil an die United Internet hält und von den deutlichen Anstieg dieses Unternehmens profitieren konnte.
Die neue Kommunikationsplattform, die von ComBots bereits als "Weltneuheit" angekündigt wurde, soll ab 2007 nach und nach eingeführt werden und dem User eine ganz neue Kommunikationserfahrung bescheren. Wie es heißt, kann das neue Produkt neben Texten auch alle anderen Daten wie Fotos, große Dokumente, Sprachmitteilungen oder Videoclips mit einem Mausklick versenden. Durch eine geschlossene Benutzergruppe ohne zentrales Verzeichnis sollen Spam-Attacken auf das Netzwerk verhindert werden.
Wir alle wissen, dass die Deutsche Telekom nach den katastrophal schlechten Zahlen in den vergangenen eineinhalb Jahren eine grundlegende Umstrukturierung vornehmen will. Sie selber, also die Telekom spricht von gut 45.000 Arbeitsplätzen, die von einer Umstrukturierung betroffen sind, die Gewerkschaft ver.di spricht sogar von bis zu 60.000 Arbeitsplätzen und die Süddeutsche Zeitung meldet heute eine Zahl von bis zu 55.000 Arbeitsplätzen.
Vorwiegend sollen die betroffenen Arbeitnehmer in die neue Service-Gesellschaft "T-Service" umgesiedelt werden, um sich vermehrt um den Kundendienst und Tätigkeiten aus den Call-Centern zu kümmern. Dabei sollen die betroffenen Mitarbeiter/innen dann weniger verdienen, dafür aber bis zu sechs Stunden in der Woche länger arbeiten.
In der SZ heißt es, Konzernchef René Obermann will morgen dem Aufsichtsrat erstmals die neue Konzernstrategie vorstellen, am Donnerstag sollen die Pläne dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Die Mitarbeiter des Rosa-Riesen haben scheinbar schon mehr als genug gehört. Mehr als zehntausend Beschäftigte haben heute auf einer Großdemonstration in Bonn gegen Arbeitsplatzabbau und Lohnkürzung protestiert. Die Demonstranten sind aus dem gesamten Bundesgebiet nach Bonn gekommen. Auf Plakaten heißt es unter anderem, "gegen Konzernzerschlagung und Lohnkürzung" oder "T-Service: Kein Anschluss mehr mit dieser Nummer".