Marktanalysten gehen davon aus, dass gute Kundenbewertungen für Online-Shops den Umsatz um bis zu 25 Prozent erhöhen können. Der Erfolg eines derartigen Bewertungssystems wird wohl jedem Internet-User spätestens dann bewusst werden, wenn er sich regelmäßig an Online-Auktionen im eBay-Portal beteiligt.
Die Samwer-Brüder Marc, Oliver und Alexander, die 1999 das Online-Auktions-Portal 'alando' entwickelt und später an eBay für 50 Millionen US-Dollar verkauft haben, aber auch mit der Entwicklung der Jamba! GmbH bekannt wurden, kennen die Wichtigkeit von guten Bewertungssystemen und haben sich jetzt als Risiko-Kapitalgeber beim US-amerikanischen Start-up-Unternehmen 'Bazaarvoice' eingebracht. Bazaarvoice beschäftigt sich mit Kundenbewertungen für Online-Shops und verwaltet unter anderem Bewertungen für Shops von namhaften Unternehmen wie beispielsweise HP, Dell oder Wal-Mart.
Im Nachrichtenmagazin Focus ist zu lesen, dass die aus Deutschland stammenden Samwer-Brüder die anstehende Expansion des Unternehmens nach Europa, insbesondere Deutschland, begleiten werden. Marc Samwer meinte gegenüber dem Nachrichtenmagazin, er sei der Meinung, dass Bewertungen von Kunden immer wichtiger werden und ein mächtiges Instrument für Firmen sei, ihre Produkte und Angebote erfolgreich am Markt zu etablieren.
Bei den Händlern, die über das Online-Auktionsportal 'eBay' ihre Artikel versteigern macht derzeit ein Aufschrei der Entrüstung die Runde. Der Grund: eBay will sein Bewertungssystem für die Beurteilung von Käufer-Verhalten dahingehend ändern, dass ein Verkäufer seinen Kaufkunden zukünftig nicht mehr negativ bewerten darf.
Die neue eBay-Politik wurde von dem neuen eBay-Chef 'John Danahoe' initiiert, der ab April dieses Jahres die bisherige Chefin Meg Whitman ablösen wird. John Danahoe hatte das neue Bewertungssystem bereits letzte Woche angekündigt und seit gestern ist es auch offiziell auf dem eBay-Portal zu lesen. Seither hagelt es massenweise Proteste von den Verkäufern in Richtung eBay.
Laut 'Handelsblatt' soll das neue Bewertungssystem ab Mai in den USA und ab dem Frühsommer auch in Deutschland gelten. Der Grund für die Änderung des Bewertungssystems sei, dass nach Meinung von Danahoe viele Käufer dem Verkäufer eher positive Bewertungen zuschreiben, weil sie fürchten, dass sie ansonsten selber eine negative Rückbeurteilung erhalten.
Mag man einer Untersuchung des Marktforschungsinstitutes "Thomson Media Control" Glauben schenken, so wurde auf den deutschen Internet-Seiten noch nie so viel kommerziell geworben, wie im Jahre 2007. Insgesamt sollen im abgelaufenen Jahr durch grafische Werbeeinblendungen gut 976 Millionen Euro ausgegeben worden sein.
"2007 war ein echter Meilenstein für die grafische Online-Werbung in Deutschland", sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Branchenverband Bitkom, der die Zahlen am Montag in Berlin veröffentlichte. Vergleicht man die Zahlen zum Jahre 2006, so kletterten die Umsätze für Online-Werbung um satte 103 Prozent (2006 hatte man einen Wert von gut 480 Millionen Euro ermittelt).
Den größten Teil der in Auftrag gegebenen Online-Werbung seien von den Telekommunikationsanbietern gekommen, nämlich gut 223 Millionen Euro heißt es weiter. Auf den zweiten Platz folgen Handels- und Versandhäuser, die gut 189 Millionen Euro investiert haben. Danach folgen Medien und Entertainment-Anbieter mit 119 Millionen Euro, gefolgt von Banken- und Finanzdienstleister mit gut 116 Millionen Euro sowie Kfz-Firmen mit gut 89 Millionen Euro. Eher eine untergeordnete Rolle spielen Pharma-Konzerne mit gut 6,5 Millionen Euro. Diese Konzerne investieren schwerpunktmäßig eher in Fernseh-Werbespots sowie Anzeigen in Print-Medien.
Betrachtet man das Jahr 2007 insgesamt so sei festzustellen, dass die Ausgaben für grafische Online-Werbung von Quartal zu Quartal gestiegen sind. Waren es im ersten Quartal noch 174 Millionen Euro, so stiegen die Investitionen im zweiten Quartal auf 207 Millionen, im dritten Quartal auf 246 Millionen und im vierten Quartal sogar auf 348 Millionen Euro.
Die US-amerikanischen Händler können über das beginnende Weihnachtsgeschäft nicht klagen. Alleine am vergangenen "Black Friday" verzeichneten die US-Einzelhändler einen Rekord-Umsatz von gut 10,3 Milliarden US-Dollar, -SO- wenigstens die Analysten von ShopperTrak. Gegenüber dem Vorjahr 2006 war dieser Umsatz ein PLUS von mehr als acht Prozent, und -DAS- bei einer eher schwachen Konjunktur in den USA.
Auch der auf den Black Friday folgende Samstag lag mit rund 6,1 Milliarden US-Dollar weit über den Erwartungen und deutlich über das Vorjahresergebnis. Die Marktforscher von 'ComScore' rechnen vor allem für den Online-Handel mit einem Wachstum um 20 Prozent in den beiden letzten Monaten des Jahres. Den Auftakt in den Weihnachts-E-Commerce markiert der vor 2 Jahren von der National Retail Federation als Reation auf den "Black Friday" des stationären Einzelhandels ins Leben gerufene "Cyber Monday" – der unmittelbar auf das amerikanische Erntedankwochenende folgt.
Aus den USA heißt es, vor allem große Handelsketten mit ihren Online-Portalen, wie beispielsweise "WalMart" oder "BestBuy" oder auch Kaufhauskonzerne wie beispielsweise "Sears und Macy´s" nutzen den "Cyber Monday", um die Kauflust der Konsumenten mit speziellen Sonderaktionen anzuheizen. WalMart beispielsweise hat für die gesamte kommende Woche speziell 150 Sonderangebote vorbereitet und erwartet bis zu 30 Millionen Kunden auf seinem Portal.
ComScore rechnet für den "Cyber Monday 2007" mit einem Rekordumsatz von bis zu 700 Millionen US-Dollar (2006 lag der Umsatz bei gut 608 Millionen US-Dollar).
"Flatrate" ist zwischenzeitlich ein Pseudonym für "Pauschalbetrag" geworden, dessen Bezeichnung sich schon lange nicht mehr auf den Telekommunikationsbereich reduzieren lässt. Hieß es vor einigen Wochen von vielen Kneipen noch, eine "Flat-Party" ist angesagt, so heißt der neueste Trend "Versand-Flat".
Was sich zunächst nach einer unseriösen Geschäftsidee anhören mag, macht durchaus Sinn und wird von einem, mehr als seriösen Unternehmen, angeboten, nämlich Amazon.
Der Online-Einzelhändler Amazon bietet seinen Kunden ab sofort eine jährliche Versandkostenpauschale in Höhe von 29 Euro. Der Kunde kann fortan sooft bestellen wie er möchte, eine Mindestbestellmenge entfällt. Amazon verspricht seinen Kunden im Premiumversand: Heute bestellen, morgen ist die Ware da (vorausgesetzt, es handelt sich um einen Werktag).
Europa ist nicht Amerika, dass musste auch Apple mit seinem iPhone-Geschäft in Deutschland und Großbritannien schon schmerzlich feststellen. Ob dieses Geschäftsmodell auch hier erfolgreich umsetzbar ist (in den USA läuft das Projekt seit 2005 und schreibt zwischenzeitlich schwarze Zahlen) bleibt abzuwarten.