Heute überraschte der Yahoo-Chef und Gründer 'Jerry Yang' mit einer Aussage die Teilnehmer auf der Web-2.0-Konferenz in San Francisco: Laut US-Branchendienst 'CNet' meinte Yang, das Beste was Microsoft tun könne wäre, Yahoo zu kaufen. Er halte eine Übernahme durch Microsoft für keine schlechte Idee und wenn der Preis stimmt, könne Microsoft sein Unternehmen haben.
Hintergrund wird wohl sein, dass der Yahoo-Konkurrent 'Google' aus dem geplanten Werbe-Jointventure ausgestiegen ist. Das Abkommen sah vor, dass Yahoo von Google akquirierte Anzeigen auf US-amerikanischen und kanadischen Webseiten anzeigt und dafür am Umsatz beteiligt werden sollte. Der angeschlagene Yahoo-Konzern versprach sich davon mehrere hundert Millionen US-Dollar zusätzlichen Umsatz im Jahr. Zudem galt das Abkommen als Teil der Abwehrstrategie des Unternehmens gegen die Übernahmeversuche seitens Microsoft.
Gestern wurde aber bekannt, dass Google sich zurückgezogen hat. Die US-Kartellbehörden hatten sich nach monatelangen Prüfungen nicht davon überzeugen lassen, dass ein Jointventure zwischen den beiden großen Suchmaschinen keine all zu große Dominanz auf dem Internet-Werbemarkt darstellt. Die Kartellabteilung des US-Justizministeriums hatte ebenfalls Bedenken geäußert und auch ein von Google angebotener Kompromissvorschlag fand keine offenen Ohren bei den Wächtern.
Microsoft hatte zuletzt 33 US-Dollar pro Aktie geboten. Am Dienstag schloss der Kurs der Yahoo-Aktie bei 13,35 US-Dollar, legte nach den neuen Spekulationen am Mittwoch aber deutlich zu.
Das Europäische Parlament hat gestern ein Förderprogramm verabschiedet, mit dem zukünftig Kinder und Jugendliche besser vor den Gefahren im Internet geschützt werden sollen. Oberstes Ziel des Förderprogramms ist es, vor allem Kinder vor unliebsamen Kontakten in Chat-Räumen oder Online-Foren zu warnen. Außerdem will man mit den bewilligten Fördergeldern, illegale Inhalte im Internet bekämpfen.
Das Förderprogramm, das nahezu von allen 27 EU-Mitgliedsstaaten befürwortet wurde, hat ein Volumen von insgesamt 55 Millionen Euro. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre ausgelegt, soll im Januar 2009 starten und bis Ende 2013 laufen.
Ein Teil der Fördergelder soll auch in den Ausbau von Telefon- und Internet-Angeboten fließen die helfen, dass Kinder und Erwachsene unseriöse Seiten und Dienste melden können. In diesem Zusammenhang sollen dann die Internet-Anbieter aufgefordert werden, technische Barrieren zu entwickeln, die minderjährige Jugendliche vor pornografischen, Gewaltverherrlichenden oder rechtsextremen Seiten schützen.
'Sergey Brin', der als junger Mensch mit seiner Suchmaschine 'Google' zu Reichtum gekommen ist und am 13. August 2008 gerade einmal 35 Jahre alt geworden ist weiß, dass er trotz seiner Milliarden von Dollar, im Alter einmal sehr krank werden kann.
Sergey Brin hat jetzt einen persönlichen Weblog eröffnet, der den Titel "Too" (zu Deutsch: 'auch') trägt und in dem er jetzt mitteilt, dass er im Alter möglicherweise an Parkinson leiden wird. Die Parkinson-Krankheit ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, besser bekannt als "Schüttellähmung" oder "Zitterlähmung". Die vier Hauptsymptome sind Muskelstarre, Muskelzittern, verlangsamte Bewegungen sowie Haltungsinstabilität. Ausgelöst wird sie durch das Absterben von Zellen in der Struktur des Mittelhirns.
Er werde möglicherweise in seinem späteren Leben an Parkinson leiden, so sein Bekenntnis im Blog. Diese Krankheit sei nach vielen Fehldiagnosen jetzt auch bei seiner Mutter festgestellt worden und neben seiner Mutter sei auch seine Tante bereits an Parkinson erkrankt. Nun habe Brin auch bei sich eine Genanalyse durchführen lassen und diese habe ergeben, dass er die Anlage zur Parkinson-Erkrankung hat.
Er habe damit ein merklich höheres Risiko, später an Parkinson zu erkranken als der Durchschnitt, so Brin. Dieser Test habe ihn allerdings schon als junger Mensch in die Lage versetzt, Vorkehrungen für die spätere Erkrankung zu treffen und er hätte das Glück, hierzu in der Lage zu sein.
"Mal sehen, was Quelle hat", konnte man jahrelang in den Werbeslogans vom Versandhaus Quelle lesen und viele von uns werden diesen Slogan noch kennen. In den letzten Jahren ist es aber ruhig geworden, um das ehemals so bekannte Versandhaus mit den dicken Katalogen.
Der Einzelhandelskonzern 'Arcandor' will die Marke "Quelle" wieder zum neuen Leben erwecken, und zwar übers Internet. Zwar gibt es auch ein Online-Shop von Quelle, doch dieser hat in den vergangenen Jahren nur Millionenverluste eingefahren und insgesamt mussten bei Quelle rund 4.500 Arbeitsplätze gestrichen werden.
Nun aber will Quelle-Chef Mark Sommer den 'Laden' komplett umkrempeln und Quelle zum größten Internet-Versandhaus Deutschlands machen. Bereits ab 2009 soll Quelle wieder schwarze Zahlen schreiben. Der Anteil des Umsatzes übers Internet soll von derzeit rund 40 Prozent, in wenigen Jahren auf rund 65 Prozent steigen.
Sommer will im Internet nicht mehr nur selbst ein Vollsortiment anbieten, sondern über alle Bereiche des Handels mit Partnern zusammenarbeiten, die ihre Produkte dann über das Quelle-Portal verkaufen. Laut Sommer könnte in absehbarer Zeit rund ein Drittel, wenn nicht sogar 50 Prozent aller Quelle-Angebote, von Fremd-Anbietern stammen. Neben den üblichen Marken des Handels sollen auch Arzneimittel im Online-Shop mit angeboten werden.
Die meisten von uns werden wohl den Science-Fiction-Film 'Terminator I' von James Cameron aus dem Jahre 1984 kennen: Im Kern der Geschichte geht es darum, dass von der 'Film-Firma' "Skynet" ein computerunterstützes Überwachungsprogramm für die Sicherheit der Menschen geschaffen wurde, dieses Programm sich aber letztlich verselbständigte, den dritten Weltkrieg auslöste, um dann die komplette Menschheit auszulöschen.
Gut 24 Jahre später ist dieses Szenario ein Stück Wirklichkeit geworden: automatische Computerprogramme sorgten am Montag dafür, dass die Aktie des US-amerikanischen Konzerns 'United-Airlines' (UAL), innerhalb weniger Minuten um 76 Prozent an Wert verloren, bis die Börsenaufsicht den Handel um diese Aktie aussetzte.
Der Hintergrund war zunächst eine alte News aus dem Jahre 2002, worin über die seinerzeitige UAL-Insolvenz berichtet wurde. Nach Meinung des Wall Stree Journals, gelangte dieser Artikel über die Suchfunktion des Online-Portals der Tageszeitung "South Florida Sun-Sentinel" wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Am vergangenen Wochenende hatte es über Florida mehrere Stürme gegeben und zahlreiche Menschen haben daraufhin nach Flugabsagen der United Airlines im Internet gesucht. Durch den häufigen Aufruf zeigte sich dieser Artikel auf der Webseite dann als "Most viewed" (am häufigsten gelesen), wurde prominent gelistet und prompt von Google Suchroboter bei Google-News als aktuelle Meldung aufgenommen.
Durch Google-News erreichte die alte Meldung einen noch größeren Leserkreis, ein Borsenanalyst der Beratungsfirma 'Income Securities Advisors' verwies auf diese Geschichte und auf diese Weise gelangte die Meldung auf dem Terminal der Finanz-Nachrichtenagentur 'Bloomberg'. Minuten später stürzte der Kurs der United-Airlines um 76 Prozent ins bodenlose. Zwischenzeitlich hat sich die Aktie wieder erholt, lag am Mittwoch aber immer noch um elf Prozent niedriger als vor dem Crash.