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Google und MSN verbannen Virenschleudern aus dem Index


Aus den USA kommt die frohe Kunde, dass der weltweit größte Dienstleister für Suchanfragen aus dem Internet "Google", aber auch Microsoft Live tausende von Websites aus dem Index entfernen, die bekannt dafür sind, dass sie Viren und Trojaner in Rechner von User einschleusen, die diese Seiten aufrufen.

Auf der Portalseite eweek.com heißt es weiter, Google und Microsoft reagieren damit auf einen Hinweis des Sicherheitsunternehmens Sunbelt, die über das Problem von Suchtreffern, die zu schädigenden Seiten führen, in ihrem Blog berichten.

Google und Microsoft Live wollen mit diesem Schritt die anfragenden User soweit wie möglich vor derartigen Websiten schützen, wenigstens sollen sie nicht durch Suchergebnislisten der Portalbetreiber noch begünstigt werden.

Laut Sunbelt stoße man bereits durch die Suche nach alternativer Router-Firmware oder nach Anleitungen für das Tabellenkalkulationsprogramm Excel auf zehntausende von Seiten auf Schädlinge wie Rootkits, Video-Codecs mit Backdoors oder manipulierte IFrames.

Der dritte große Suchdienstleister "Yahoo" indexiert allerdings weiterhin die schädigenden Seiten und besucht diese regelmäßig mit seinem Crawler, so Sunbelt. Das Unternehmen Yahoo hätte aber eine Liste der verdächtigen Seiten angefordert.

Artikel von W. Janssen - Fr, 30.11.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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Aldi + Lidl-PCs - Virensoftware zu gering eingestellt?


Wenn Sie die aktuelle Ausgabe der ComputerBILD aufschlagen, dann finden Sie dort einen Artikel zum Thema "Günstige Personal-Computer von den Lebensmittel-Discountern Aldi und Lidl". In diesem Artikel warnt die Zeitschrift vor den dort installierten Sicherheitssoftwaren zum Erkennen von Viren und anderen Schädlingen.

Käufer von neuen Personal-Computern der Anbieter Aldi und Lidl, sollten sich nicht auf die Sicherheitssoftware verlassen, heißt es in dem Artikel. Die Standard-Einstellungen der Software sei derart gering eingestellt, so ComputerBILD, dass Viren, Würmer und Trojaner noch "... erschreckend viele Möglichkeiten ..." zum Eindringen in den PCs haben.

Die ComputerBILD meldet, dass zum Beispiel die Heuristik, mit der noch unbekannte Viren alleine durch ihr Verhalten erkannt werden können, häufig komplett ausgeschaltet ist. Außerdem untersuchen die Programme nur Dateien auf Schädlinge, die weniger als fünf Megabyte groß sind. Es ist daher dringend zu empfehlen, die Standard-Einstellungen entsprechend zu ändern.

Artikel von W. Janssen - Mi, 17.10.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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BAK - Erfolgreicher Schlag gegen 'Phisher'-Ring


Das Bundeskriminalamt meldet heute die Zerschlagung eines so genannten 'Phischer'-Rings; am Dienstag wurden insgesamt 10 Personen festgenommen, darunter zwei Frauen im Alter von 22 und 23 Jahren sowie sechs Männer im Alter von 20 bis 36 Jahren. Gegen acht der zehn Festgenommenen wurde Untersuchungshaft angeordnet. Die mutmaßlichen Täter kommen aus Deutschland, Russland und der Ukraine.

Die Personen werden verdächtigt, übers Internet Kontozugangsdaten und Transaktionsnummern (TANs) von deutschen Bankkunden 'abgefischt' und zu illegalen Finanztransaktionen ins Ausland genutzt zu haben. Insgesamt sei hierdurch ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden, heißt es.

Bei Hausdurchsuchungen am Dienstag in den Städten Bad Homburg, Düsseldorf, Köln, Frankfurt und Elmshorn sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden, heißt es, darunter unter anderem Laptops, PCs und andere datenverarbeitende Geräte.

Die Täter haben laut Mittelung zum Ausspähen der Kontozugangsdaten und Transaktionsnummern Trojaner eingesetzt, die die Daten der Bankkunden abfingen und auf Server der Täter leiteten. Die Trojaner wurden über E-Mails massenhaft verbreitet, die sich als wichtige Mitteilungen der Telekom, von eBay, 1&1, der GEZ und des BKA ausgaben. Die Schadsoftware wurde auch über manipulierte Webseiten verbreitet, die Links zu ihnen wurden über Botnetze verschickt.

Auch zum 'Waschen' des Geldes hatten die Täter ein umfangreiches Netz aufgebaut. Zunächst wurde das Geld der Opfer an angeworbene Mittelsmänner überwiesen, die für ihre 'Dienste' eine Provision einbehalten konnten. Diese 'Finanzagenten' mussten das Geld dann an Banken in Russland und der Ukraine überweisen. Dort wurde das Geld über eine Kombination von Dienstleistern im Bereich des Electronic Payment weitergeleitet. Es ging dann auf ausländische Konten ein, die zuvor durch die Täter mit falschen Personalien eröffnet worden waren. Am Ende konnten die Täter an deutschen Geldautomaten über das erschwindelte Geld verfügen.

Die Ermittlungen des BKA erstreckten sich über insgesamt 18 Monate. Es sei ein erheblicher finanzieller, personeller und logistischer Aufwand notwendig gewesen, um die Straftäter dingfest zu machen, hieß es vom BKA-Präsident Jörg Ziercke.

Artikel von W. Janssen - Do, 13.09.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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Medienrechtler - Daten im Internet sollten ein Verfallsdatum haben


Anlässlich des Festivals 'Ars Electronica' in Linz führte die Deutsche Presseagentur ein interessantes Gespräch mit Viktor Mayer-Schönberger von der Harvard Universität. Mayer-Schönberger warnte vor der Datenflut im Internet und meinte, so wie wir unwichtige Dinge im Leben vergessen, so sollten alle Daten im Internet mit einem Art 'Verfallsdatum' versehen werden.

Schon jetzt ist es nicht mehr möglich, wichtige Daten von unwichtigen Daten im Internet zu unterscheiden. Da Suchmaschinen wie beispielsweise Google >>alles<< speichern und archivieren wird es eines Tages so sein, dass derartige Institutionen mehr über uns wissen, als wir selber.

Der Wissenschaftler fordert deshalb, künftig alle digitalen Daten nur dann ins Netz zu stellen, wenn sie sich nach einer bestimmten Frist von alleine löschen. Nur so könne der komplette Kontrollverlust und die verzerrte Darstellung persönlicher Informationen gestoppt werden.

Die Menschen seien seit Jahrtausenden darauf programmiert, das meiste zu vergessen. "Vergessen ist Standard, Erinnern ist die Ausnahme." Das Internet habe dies jedoch umgekehrt, im digitalen Netz sei jede noch so kleine Begebenheit für jeden zugänglich und für immer verewigt.

Bereits heute spüren viele Menschen die Auswirkungen von Informationen, die irgendwann einmal ins Internet gestellt wurden. Als Beispiel nennt der Wissenschaftler den Fall eines Kanadiers, dem die Einreise in die USA verweigert wurde, weil er vor 17 Jahren einmal wegen Drogenkonsums polizeilich erfasst wurde. Ebenfalls in den USA wurde einer angehenden Lehrerin das Diplom verweigert, weil die Universität im Internet ein Foto von ihr im Piratenkostüm mit einem Weinglas in der Hand entdeckte.

Artikel von W. Janssen - Do, 06.09.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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Hacker aus China legen Pentagon lahm?


In der Zeitung 'Financial Times' war zu lesen, dass chinesische Hacker in das Computersystem des US-Verteidigungsministeriums eingebrochen sind und Teile des Systems zum Absturz gebracht haben. Die Financial Times zitiert einen hochrangigen Mitarbeiter des Pentagon (ohne jedoch die genaue Quelle zu nennen), der von der Brisanz der Attacke berichtete. Es heißt, das Ministerium sei beunruhigt, das China 'im Ernstfall' das Computernetz 'in entscheidenden Momenten' außer Kraft setzen könnten.

Der Informant meinte: "Die Volksbefreiungsarmee (Chinas) hat ihre Fähigkeit bewiesen, Attacken zu fahren, die unser System außer Kraft setzen." Ein Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums in Peking wollte hierzu allerdings keinen Kommentar abgeben. Die "Financial Times" berichtet weiter, die Hacker-Attacke auf das Pentagon sei im Juni verübt und zuvor monatelang vorbereitet worden.
Artikel von W. Janssen - Di, 04.09.2007
Rubrik: Daten-Sicherheit
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