Aus einer repräsentativen Umfrage, die von TNS Emnid im Auftrag des IT-Dienstleisters 'Computacenter' durchgeführt wurde, haben IT-Berufe unter jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren eher ein schlechtes Image. Während Berufe wie Arzt, Anwalt oder Lehrer bei den jungen Leuten hoch im Kurs stehen, gelten Informatiker eher als Eigenbrötler, die wenig Kontakt zu anderen Menschen suchen.
Die Generation zwischen 14 und 29 Jahren sei zwar sehr auf die Nutzung von Computern und das Internet fixiert, doch wirklich arbeiten in diesem Segment, wollen die wenigsten. Unter den rund 750 Befragten Menschen konnten sich zwar 30 Prozent vorstellen, einen Beruf in der Informationstechnologie zu ergreifen, doch nur 20 Prozent dieser Personen meinten, die IT-Branche wäre für sie letztlich ein interessantes Betätigungsfeld.
In der TNS-Emnid-Analyse heißt es, ein wirklich konkretes Berufsbild und die möglichen Ausbildungs- und Karrierewege hätten allerdings nur die wenigsten Befragten gehabt und dies sei auch der Grund für das Ergebnis der Befragung. So meinen zwar rund 80 Prozent aller Befragten, dass die Beschäftigten im IT-Bereich, Freude an ihrer Arbeit haben und der Beruf des IT-Informatikers gute Aufstiegschancen (70 Prozent) und selbständiges Arbeiten (77 Prozent) bietet, doch wirklich arbeiten in diesem Bereich wollen die wenigsten. Wenn schon Studium oder gute Schul- und Allgemeinkenntnisse, dann doch lieber einen Beruf als Arzt, Rechtsanwalt oder Lehrer.
Interessant auch: Viele der Befragten waren der Meinung, dass die Informationstechnologie nur etwas für Männer sei.
Dem US-amerikanischen News-Portal 'Bloomberg', bekannt für seriösen Wirtschaftsjournalismus, hat eine peinliche News über den Apple-Gründer und Firmenchef 'Steve Jobs' veröffentlicht. Am Mittwochmorgen stand plötzlich ein mehrseitiger Nachruf auf "Mr. Jobs" auf dem Online-Portal, verfasst von Bloomberg-Autorin 'Connie Guglielmo'. Akribisch beschrieb sie den Lebensweg des Computerpioniers, angefangen von seinen Garagen-Experimenten in den 1970er Jahren, über die Geburtsstunde des Mac-Computers, seinen Aus- und Wiedereinstieg als Chef des Apple-Konzerns, bis hin zu den innovativen Ideen und Produkten, die Apple zu einem Milliarden-Unternehmen machten. Dann der plötzliche Tod; ein tragisches Schicksal.
In Windeseile verbreitete sich die Nachricht über den Tod des Technik-Visionärs. Verwirrend war lediglich der Hinweis in der Bloomberg-News: "Nicht verwenden! Bis zur Veröffentlichung zurückhalten!" Außerdem stand dem Artikel eine Liste prominenter Wegbegleiter Steve Jobs voran, wie beispielsweise Apple-Mitbegründer Steve Wozniak, Jon Rubinstein, Al Gore oder auch Google-Chef Eric Schmidt.
Kurze Zeit später entfernte Bloomberg diesen Artikel wieder vom Portal und veröffentlichte stattdessen eine unbeholfene Erklärung für diesen Vorfall. Es hieß, eine "... unvollständige Geschichte über Apple..." sei "irrtümlicherweise" in die Öffentlichkeit gelangt, dieser Artikel sei niemals für eine Veröffentlichung vorgesehen gewesen und deshalb hätte man den Beitrag zurückgezogen. Es war tatsächlich wohl ein Missgeschick, ist auf der Website 'Gawker.com' zu lesen. Die Autorin hätte wohl den Artikel lediglich aktualisieren wollen und hätte dabei aus Versehen den Beitrag gleich veröffentlicht.
Im Zeitalter unserer schnelllebigen Medienlandschaft ist es nicht ungewöhnlich, bestimmte Artikel bereits vorgefertigt für "Ernstfälle" bereitzuhalten und hierzu gehören auch Nachrufe schwerkranker Menschen. Über Steve Jobs war im Jahre 2004 bekannt geworden, dass er mit einer schweren Krebserkrankung zu kämpfen hat, in den Folgejahren hieß es allerdings, Jobs habe den Krebs überwunden. Bei der Präsentation des neuen iPhone-3G-Handys im Frühjahr dieses Jahres, zeigte sich aber ein schwer angeschlagener Jobs. Konzernseitig hieß es zwar, Jobs habe lediglich mit einer etwas stärkeren Viruserkrankung zu kämpfen, doch wirklich glauben mochte diese Meldung niemand. Möglicherweise ist Jobs doch stärker erkrankt, als offiziell bekannt gegeben wird.
Die beiden ehemaligen Studenten 'Larry Page' und 'Sergey Brin' werden erwachsen. Im Jahre 1996 begannen Page und Brin, eine Internet-Suchmaschine mit dem Namen 'BackRub' zu programmieren. Da sich seinerzeit aber niemand für diese Suchtechnologie interessierte, gründeten sie kurzerhand ein eigenes Unternehmen mit dem Namen 'Google' und katapultierten sich innerhalb weniger Jahre zum Marktführer in diesem Segment.
Durch den Erfolg ihres Unternehmens gewährten sie ihren Angestellten allerlei Vergünstigungen, mit Fitness-Raum, freie 'Denk-Nachmittage' bis hin zu Beach-Volleyball, Spiele-Ecken, freie ärztlicher Versorgung, Zuschüsse für Hybrid-Fahrzeuge oder auch freies Essen in der werkseigenen Kantine. Für die Jahre 2007 und 2008 wurde das Unternehmen von dem Wirtschaftsmagazin 'Fortune' sogar zur "Best big company to work for" gekührt.
Nun aber ist 'GUT' mit dem 'Schmarotzertum' innerhalb des Konzerns. "Kein Abendessen, kein Nachmittags-Snack, kein Tee-Wagen gibt es mehr", beschwert sich ein Angestellter des Unternehmens. Die Google-Führung hat seine Mitarbeiter im Googel-Komplex in Mountain View darüber informiert, das es zukünftig 'nur noch' Frühstück und Mittag zum NULL-Tarif gibt.
Der Grund für die ausgegebenen Einschränkungen soll die Verärgerung des Firmengründers Sergey Brin sein. Brin hatte feststellen müssen, dass zahlreiche Angestellte die Gratis-Angebote 'schamlos' ausnutzen, um die ganze Familie und sogar Bekannte auf Kosten der Firma, mit durchgefüttert haben.
In dem vierteljährlichen Bericht an die US-amerikanische Börsenaufsicht SEC (Securities and Excahnge Commission) schreibt Google: "Auf der Grundlage unserer Überprüfung glauben wir, dass unsere Investitionen in der AOL 'beeinträchtigt' werden könnten". Konkret bedeutet diese Umschreibung, Google wird wahrscheinlich eine Wertberichtigung um diese Investition vornehmen müssen. Und so heißt es dann auch in dem Bericht, Google glaube, dass sie eine Wertminderung nicht ausschließen können, die sich dann deutlich in den Gewinn- und Verlustrechnungen des Unternehmens auswirken.
Google hatte sich im Jahre 2005 mit insgesamt eine Milliarde US-Dollar in die Time-Warner-Tochter 'AOL' eingebracht und dadurch insgesamt fünf Prozent an AOL erworben. Dieser Einkauf war ein strategischer Schachzug gewesen, um sich vor den Attacken der Software-Riesen Microsoft zur Wehr zu setzen. Damals aber hatte die AOL noch einen Börsenwert von rund 20 Milliarden US-Dollar, heute liegt der Wert nur noch bei rund 10 Milliarden US-Dollar (so wenigstens die Branchenbeobachter und Analysten).
Bei AOL laufen scharenweise die Festnetzkunden davon und orientieren sich immer mehr in Richtung Breitband-Internet. Im letzten Quartal hatte AOL im Zugangsgeschäft erneut viele Kunden verloren. 604.000 Einwahlverträge weniger verzeichnete die Firma, der Kundenbestand in dem Bereich fiel auf 8,1 Millionen. Aber auch im Online-Geschäft lief es nicht gut. Der Gewinn des gesamten Konzernteils AOL sank im zweiten Quartal 2008 um 28 Prozent auf nunmehr nur noch 135 Millionen US-Dollar.
AOL ist auch in Europa dabei, sein Festnetzgeschäft zu verkaufen. Das deutsche AOL-Festnetzgeschäft hat die Telecom Italia für insgesamt 675 Millionen Euro übernommen und der 100-prozentigen Tochter 'HanseNet' zugeschustert. Wie viele Kunden die HanseNet davon letztlich halten, bzw. auch auf Breitband-Internet umzwitschen konnte ist nicht bekannt. Die HanseNet auf jeden Fall, soll jetzt verkauft werden; derzeit werden Verhandlungen mit Versatel geführt. Im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen, wäre allerdings auch die spanische Telefonica nicht abgeneigt, die HanseNet zu kaufen. Auf jeden Fall möchte die Telecom Italia mit der HanseNet rund eine Milliarde Euro erlösen.
In der Zeit vom 08. August bis zum 24. August 2008 veranstaltet China die Olympischen Sommerspiele 2008 und schon gibt es einen ersten Skandal: Den Journalisten wird der Zugang zu verschiedenen Internet-Seiten verwehrt, darunter sogar die Seite von 'Amnesty International'.
In China werden rund 5000 internationale Journalisten erwartet, doch im Pressezentrum in Peking werden die Vertreter aus aller Welt nicht frei recherchieren können. Während der Olympiade 2008 will China "... ausreichende Internet-Zugänge ..." bereitstellen, doch heißt es auch ganz offen vom Sprecher des Chinesischen Organisationskomitees 'Sun Weide', mehrere Websites bleiben gesperrt.
Mit dieser Einschränkung bricht China erneut sein Versprechen, eine freie Berichterstattung zu gewährleisten. Neben Amnesty International, sind auch die Seiten der Rundfunkgesellschaft 'BBC', der Deutschen Welle, der Hongkonger Zeitung 'Apple Daily' oder auch der taiwanschen 'Liberty Times' gesperrt.
Zwei ranghohe Vertreter des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), 'Hein Verbruggen' und 'Kevan Gosper', hatten noch im April erklärt, China werde die Internet-Zensur für internationale Journalisten während der Olympischen Spiele aufheben. Nun ruderte 'Gosper' zurück und meinte, der freie Zugang beziehe sich nur auf Seiten, die direkt über die Sportveranstaltungen berichteten. "Meine Sorge und Verantwortung ist es sicherzustellen, dass über die Wettkämpfe für die ganze Welt offen berichtet wird".