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Notruf-Nummer 115 verspricht Hilfe bei Behörden-Ärger


Wer kennt das nicht: man hat Ärger mit der Verwaltung, weiss aber gar nicht so genau, welche Behörde denn nun für welche Frage zuständig ist. Hilfe aus dem Dilemma soll zukünftig unter der bundeseinheitlichen "Notruf-Nummer" 115 zu erreichen sein. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, sollen gut ausgebildete Experten für die Bürger da sein.

Der von der Bundesregierung befürwortete Vorschlag stammt vom "Institut für Interdisziplinäre Studien zu Politik, Recht, Administration und Technologie" (ISPRAT). In Teilbereichen des täglichen Lebens gibt es so etwas ja schon bereits. So ist unter 110 die Polizei, unter 112 die Feuerwehr und unter 116 116 aus fast allen Ortsnetzen die Hotline für die Sperre von gestohlenen oder verlorenen Kreditkarten und EC-Karten zu erreichen.

Die Idee, so etwas auch für die öffentliche Verwaltung zu schaffen, stammt - mal wieder - aus den USA. In New York kümmern sich unter der Nummer 311 Mitarbeiter der Stadt in mehr als 170 Sprachen um die Probleme der Anrufer. Gerade in Deutschland mit seinen vielen Vorschiften und vielfältigen Kompetenzen wäre es sehr hilfreich, wenn man mit einem Ansprechpartner es erreichen könnte, Rat suchende Bürger durch den Behördendschungel zu geleiten.
Artikel von R. Hallenbach - Di, 19.12.2006
Rubrik: Sonstiges
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DoS bei teltarif


Das bekannte Informationsportal für Themen aus dem Telekommunikationsbereich, teltarif, war am gestrigen Dienstag (12.12.06) von einer so genannten "DoS"-Attacke (Denial of Service) betroffen. Dies meldete das Portal in einer Eil-Meldung. Wörtlich hieß es: "Am Abend des 12. Dezembers kam es zweimal zu Denial-of-Service-Angriffen gegen Web-Server von teltarif.de. Nach Auskunft unseres Providers wurden in beiden Fällen massenhaft Datenpakete an den Web-Server geschickt, um gezielt die Server-Anbindung zu überlasten. Nachdem dieses bei der ersten Angriffswelle kurz nach 19:00 Uhr nur teilweise geglückt war, erhöhte der Angreifer nach Auskunft unseres Providers die Paketrate einige Stunden später nochmals deutlich, was schließlich zur Überlastung der Systeme führte".

Eine Denial-of-Service-Attacke (DoS) ist kein Einbruch, sondern eine regelrechte Überforderung des betroffenen Rechners. Indem hunderte, wenn nicht gar tausende von Anfragen pro Sekunde generiert werden. Irgendwann kann der Server diese Anfragen nicht mehr bearbeiten und bricht unter der Last zusammen. Die Angreifer verwenden dazu in der Regel nicht ihre eigenen Rechner, sondern missbrauchen geknackte Rechnersysteme in aller Welt, um koordiniert solche Angriffe durchführen zu können.

Die Attacke dauerte offenbar nur einige Stunden, denn bereits um 00:20 Uhr am 13.12.06 gab teltarif Entwarnung. Hierbei hieß es: "Derzeit (00:20 Uhr) sind alle Server wieder verfügbar. Wir danken unserem Provider für die nächtliche Assistenz und hoffen, auch weiterhin online zu bleiben".

Artikel von W. Janssen - Mi, 13.12.2006
Rubrik: Sonstiges
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Microsoft wendet EU-Strafzahlungen von 3 Mio. Euro täglich ab


Der US-amerikanische Software-Gigant Microsoft hat kurz vor Ablauf der Frist zur Verhängung von EU-Strafzahlungen in Höhe von täglich drei Millionen Euro die EU-Forderungen zur Offenlegung von Schnittstellen erfüllt.

Die EU-Kommission hatte Microsoft vorgeschrieben, bestimmte Schnittstellen-Informationen zu veröffentlichen, damit Microsoft-Konkurrenten ihre eigene Software an die Programme des Microsoft-Betriebssystems anpassen können. Weltweit laufen fast 90 Prozent aller Personalcomputer mit dem Microsoft-Betriebssystem und die Verschleierung der Schnittstellen würden andere Software-Unternehmen nachhaltig behindern, so der Vorwurf der EU-Wettbewerbskommission.

Nun reichte Microsoft einen Tag vor Ablauf der Frist überarbeitete Dokumente und Daten ein, die allerdings zunächst noch von der Behörde geprüft werden müssten, so EU-Kommissarin Neelie Kroes.

Artikel von W. Janssen - Do, 23.11.2006
Rubrik: Sonstiges
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Namensverwirrung - UTube verklagt YouTube


Wer ist bitte schön "UTube"? YouTube ist klar, hierbei handelt es sich um den bekannten Internet-Video-Anbieter aus Amerika, aber UTube?

Die Website der Firma UTube gibt es bereits wesentlich länger (10 Jahre) als das neue Video-Portal YouTube (zwei Jahre). Hierbei handelt es sich um einen US-Rohrehersteller, dessen Website durch die Bekanntheit des Video-Portals und die Ähnlichkeit der Namen täglich bis zu 70.000 Mal von Usern angeklickt wird. Hierdurch geht der Server, auf dem die Website des Rohreherstellers liegt, regelmäßig in die Knie.

Nachdem verärgerte User, die versehentlich auf die Site des Rohreherstellers gelandet sind, durch das ..."vulgäre und aggressive"... Ausfüllen des Kontaktformulars den Geschäftsbetrieb massiv stören und die Firma durch den regelmäßigen Serverausfall Umsatzverluste von hundert bis 2500 US-Dollar verzeichnen muss, wurde es der Firma zu bunt; sie hat nun Klage wegen Namensverwirrung eingereicht.

Artikel von W. Janssen - Mo, 06.11.2006
Rubrik: Sonstiges
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Netcraft meldet 101 Mio. Websites weltweit


Nach Angaben des Internet-Dienstleisters "Netcraft" hat sich die Zahl der Websites seit dem Jahr 2004 von damals 50 Millionen auf nunmehr 101 Millionen verdoppelt. Die Dynamik sei ungebrochen groß heißt es. Allein im Oktober 2006 wurden 3,5 Millionen neue Websites registriert. Bis November 2006 wuchs das Web in diesem Jahr alleine um 27,4 Millionen Websites; im gesamten Jahr 2005 waren es lediglich 17 Millionen Websites gewesen.

Wenn man allgemein von einer Website spricht, meint man einen komplett funktionierenden Webauftritt. Dies aber scheint in den von Netcarft gemeldeten Zahlen so nicht gemeint zu sein. Von den insgesamt registrierten 100 Millionen Domains seien nur etwa die Hälfte als tatsächliche Websites "aktiv", das heißt, nur etwa 50 Millionen Sites weltweit würden regelmäßig aktualisiert und benutzt werden. Viele andere Domains werden nach der Registrierung lediglich "geparkt" oder eine Website wäre über mehrere Domainnamen erreichbar. Die Zahl der bereinigten "aktiven" Websites liegt nach Aussage von Netcraft bei etwa 47 - 48 Millionen Sites.

Dennoch: Das Wachstum sei vor allem durch neue Blogs und Websites von kleinen Firmen sowie von Hostern wie Go Daddy (USA) und 1 & 1 (Deutschland) verursacht worden. Führend sind im Hinblick auf die Zahl der Websites die USA, Deutschland, China, Südkorea und Japan.

Artikel von W. Janssen - Do, 02.11.2006
Rubrik: Sonstiges
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