Intels Forschungsabteilung gelang eine bedeutende Weiterentwicklung bei neuartigen Transistoren. Diese so genannten Tri-Gate-Transistoren steigern sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Energie-Effizienz von zukünftigen Mikroprozessoren und helfen so den Vorsprung von Intel auszubauen. Aufgrund der positiven Eigenschaften von Tri-Gate-Transistoren geht Intel davon aus, dass diese irgendwann nach der 45nm-Herstellungstechnik in zukünftigen Prozessoren zum Einsatz kommen könnten.
Planare - also flache, eindimensionale - Transistoren wurden in den 1950er Jahren entwickelt. Seitdem bilden sie den wichtigsten Baustein für Chips. Heute übliche Transistoren verfügen über lediglich eine flache Sperrschicht, das so genannte Gate. Die Halbleiter-Technologie stößt jedoch immer weiter in den Bereich der Nanotechnologie vor - also in Strukturdimensionen kleiner als 100 Nanometer. Jenseits dieser Schwelle können einige Transistoren-Elemente aus dünnen Schichten von nur noch wenigen Atomlagen bestehen. Ehemals "flache" Transistoren lassen sich nun dreidimensional aufbauen, um höhere Performance bei geringerem Stromverbrauch zu erreichen.
Intels Tri-Gate-Transistor nutzt eine solche dreidimensionale Struktur und verfügt über drei Gates. Die Struktur gleicht einem Plateau mit einer flachen Ebene oben und zwei vertikalen, steil abfallenden Flächen an den Seiten. Die elektrischen Signale fließen nicht nur entlang der Ebene, wie bei einem planaren Transistor, sondern auch entlang der beiden Seiten. Erste Tri-Gate-Transitoren stellte Intel schon 2002 im Forschungslabor her. Intel hat nun einen Weg gefunden, diese dreidimensionalen Transistoren, gemeinsam mit anderen wichtigen Halbleiter-Technologien einzusetzen.
"Intel führte erfolgreich drei wichtige Elemente zusammen: Die Tri-Gate-Geometrie für Transistoren, High-k-Gate-Dielektrika und die Technologie für gestrecktes Silizium. Damit haben wir wieder einmal bahnbrechende Transistor-Eigenschaften ermöglicht und unterstreichen Intels Führungsrolle, als Pionier neue Entwicklungen voran zu treiben", erklärte Mike Mayberry, Vice President und Direktor der Komponentenentwicklung bei Intel. "Diese Resultate machen uns sehr zuversichtlich, dass das Mooresche Gesetz auch noch im nächsten Jahrzehnt seine Gültigkeit behalten wird."
Tri-Gate-Transistoren spielen eine entscheidende Rolle in den Zukunftsplanungen von Intel, insbesondere bei der Steigerung der Energie-Effizienz. Sie produzieren deutlich geringere Leckströme: Im Ruhezustand fließen weniger unerwünschte Ströme durch den Transistor. Das reduziert die Wärmeentwicklung und den Stromverbrauch von Prozessoren. Im Vergleich zu heutigen Transistoren mit 65nm-Strukturen weisen die weiterentwickelten, integrierten Tri-Gate-Transistoren mit High-k-Gate-Dielektrika und Strained Silizium folgende Eigenschaften auf: Die um 35 Prozent geringere Schaltleistung (Switching Power) erlaubt einen 45 Prozent höheren Steuerstrom (Drive Current/Switching Speed) für einen schnelleren Einschaltvorgang und damit höhere Taktfrequenzen oder um den Faktor 50 geringere Ströme im ausgeschalteten Zustand (Off-Current) für niedrigen Stromverbrauch.
Validome launchte heute mit dem XML Validator ein weiteres Tool für Entwickler und ambitionierte Webautoren; nachdem bereits seit einigen Wochen eine Validierung von XHTML gegen ein entsprechendes Schema angeboten wurde, kann man seit heute auch reine XML-Dokumente problemlos auf Konformität mit den XML Spezifikationen überprüfen. Der Validierungsvorgang erfolgt mittels eines integrierten XML-Parsers, eine Tatsache die Validome wesentlich vom "Konkurrenten" - der W3C-Validator - unterscheidet, dieser verwendet lediglich einen SGML-Parser.
Da aber gerade im XHTML-Bereich, die Möglichkeiten einer Validierung gegen SGML-DTD beschränkt sind, erlaubt die Verwendung eines echten XML-Parsers - inkl. dazu gehöriges Schema - eine wesentlich zuverlässigere Fehlererkennung.
Darüber hinaus, stellten die Entwickler von Validome heute ein weiteres Tool vor und zwar einen Schema-Validator, dieser überprüft gesondert XML DTDs und Schemata auf Konformität mit entsprechenden W3C-Anforderungen und -Empfehlungen. Dieser Validator überprüft nicht nur die vom Webautor angegebene Grammatik, es validiert vielmehr auch die darin eingebundenen Dokumente.
Ein besonderes Merkmal von Validome, stellt in diesem Zusammenhang die fertig entwickelte Backend-Engine, die grundsätzliche Änderungen zum Verhalten des Validators in speziellen Fällen, sowie die Ausgabe der Fehlermeldungen in einer schnellen Zeit (und mit wenig oder kaum Seiteneffekten) ermöglicht. Dieses modulare Konzept erleichtert jetzt, nach Aussage der Entwickler, Neuimplementierungen und eine etwaige Erstellung "spezialisierter Validatoren", so dass in nächster Zeit noch einige für Webmaster nützliche Tools verfügbar gemacht werden können.
Microsoft kann trotz großer Anstrengung nicht alles erfinden, meint Microsoft-Chef Steve Ballmer gestern auf dem Management-Forum im Berliner Axel-Springer-Haus . Die Herausforderung, beispielsweise gegenüber dem Suchmaschinen-Primus Google nicht rechtzeitig erkannt zu haben, müsse er sich persönlich ankreiden. "Ich war wütend auf mich selbst, so wie ich wütend auf unsere Forschungs- und Entwicklungsabteilung war", meinte Ballmer weiter. Aber Ballmer hält den Wettbewerb mit Google für völlig offen. "Bei jeder zweiten Suche finden wir nicht das, was wir eigentlich suchen. Da gibt es noch jede Menge Verbesserungspotenzial." Die eigentliche Innovation der Google-Gründer Sergey Brin und Larry Page liege nicht im technologischen Aspekt der Internetsuche. "Die beiden haben als erste die Macht der Online-Werbung erkannt. Das Geschäftsmodell von Google stellt die eigentliche Innovation dar."
Auch zum Mitkonkurrenten Apple und deren innovative Produkte äußerte sich Ballmer. Speziell zu dem überaus erfolgreichen Musikplayer "iPot" meinte Ballmer: "Eine neue Generation von Mobiltelefonen wird die Vormachtstellung von Apple Computer brechen. Das bezieht sich auf Telefone, E-Mail-Maschinen und Musikplayer. "Die tragbare Musik besteht nicht nur aus dem iPod", so Ballmer.
Neue Formen der Interaktion mit dem Computer, Spracherkennungssysteme werden laut Ballmer in der Zukunft immer wichtiger: "Tastatur und Maus werden nicht völlig verschwinden, aber zunehmend in den Hintergrund rücken." Auch volltechnisierte, vernetzte Haushalte werden zunehmend zur Normalität werden. "Ich selbst lebe in einem Hightech-Haus der Gegenwart, das ist jedoch noch relativ bescheiden im Vergleich zum Haus der Zukunft von Bill Gates."
Großes Zukunftspotential sieht Steve Ballmer außerdem in neuen Software-Entwicklungen für digitales Home-Entertainment wie internetbasierte Fernsehdienste.
Die Finanznachrichten-Agentur Bloomberg berichtete am Mittwoch, dass ein 26-jähriger Student aus Australien dem Suchmaschinen-Giganten "Google" eine neuartige Suchsoftware verkauft hat, die das Suchen im Internet revolutionieren wird. "Der weltgrößte Suchmaschinenbetreiber Google habe die Software "Orion" gekauft und den australischen Entwickler "Ori Allon" gleich mit engagiert", schreibt die Nachrichten-Agentur und zitiert dabei den Google-Sprecher Barry Schnitt. Im Bietstreit um die Software konnte Google seine Konkurrenten Microsoft und Yahoo "ausstechen" heißt es weiter.
Die neuartige Software gibt dem User bereits in der Trefferliste direkte Informationen aus der gefundenen Seite, ohne dass der User die eigentliche Seite selbst aufrufen muss. Die Software kann aber noch mehr: So wird als Beispiel der Begriff "Amerikanische Revolution" genannt, wobei dann auch Websites aufgelistet werden, in denen "Georg Washington" oder die "Unabhängigkeitserklärung" vorkommen.
Weiter schreibt die Finanzagentur Bloomberg: Ori Allon habe die Software als Doktorand in nur sechs Monaten geschrieben. In der Zeitung "Sydney Morning Herald" wird Allon mit den Worten zitiert: "Ich finde, dass die Universität von New South Wales und speziell das Institut für Computerwissenschaft der ideale Platz ist, um marktfähige Ideen umzusetzen."
Zwischenzeitlich ist Allon in die Google-Zentrale im Silicon Valley umgezogen, um dort seine Software weiter zu entwickeln.
Die "International Disk Drive, Equipment and Materials Association", kurz IDEMA, hat sich darauf geeinigt, dass die Sektoren von Festplatten länger werden sollen. Danach soll pro Sektor von vormals 512 Byte nun bis zu 4.096 Byte gespeichert werden können. Die Sektorenlänge von dann 4 KByte soll höhere Datendichten und somit auch steigende Festplattenkapazitäten erlauben, wobei die Kosten pro GByte sinken werden. Größere Sektoren sind für die Hersteller nämlich eine besonders einfache und wesentlich günstigere Möglichkeit, die Speicherkapazität bei den Platten zu erhöhen. Außerdem ist in dem 4096 Byte langen Sektor der Overhead für die Fehlerkorrektur wesentlich geringer.
Die bisherige Sektorengröße von 512 Byte ist bereits seit gut 30 Jahren festgelegt. Die wichtige Erweiterung auf 4.096 Byte könnte relativ schnell zum Standard werden und auch die Umstellung in der Produktion ist weiter kein Problem. Zur Umsetzung der veränderten Sektorengrößen ist es allerdings auch notwendig, das BIOS, das jeweilige Betriebssystem sowie zahlreiche Anwendungen entsprechend anzupassen.
Neben den großen Hardwareherstellern ist unter anderem auch Microsoft am "IDEMA Long Data Block Committee" beteiligt und hat seine Unterstützung für die neue Sektorengröße signalisiert. Wie es heißt, soll das neue Betriebssystem Windows Vista bereits mit den vergrößerten Sektoren umgehen können. Windows Vista ist für Anfang 2007 angekündigt.
Das IDEMA-Komitee rechnet Ende 2006 / Anfang 2007 mit den ersten Platten. Für eine längere Übergangszeit werden die Platten auch noch mit 512 Byte formatiert werden können, damit eine Abwärtskompatibilität von Hard- und Software gewährleistet bleibt.