Das unter dem Code-Namen "Longhorn" bekannt gewordene Betriebssystem von Microsoft "Vista" wird nun doch erst im Januar 2007 auf dem Markt kommen. Das wenigstens schreibt das Wall Street Journal in seiner jüngsten Veröffentlichung und bezieht sich auf eine offizielle Bestätigung des bisher für Strategie verantwortlichen Microsoft-Mitarbeiters James Allchin.
Weiter heißt es in dem Artikel, die Verschiebung des Windows-Vista-Starts bezieht sich nicht auf Betriebssysteme für Business-Kunden, sondern auf den Massenmarkt. Die neuen Betriebssysteme für Business-Kunden werden, wie geplant, im November 2006 zur Verfügung stehen. Der Grund für die Verschiebung im Bereich des Massenmarktes sind vornehmlich interne Umstrukturierungen des Managements im Bereich Plattformen und Betriebssysteme. So soll der, bisher für Entwicklungsstrategien im Bereich Windows-Office verantwortliche, Steve Sinofsky, den bisherigen Windows-Vista-Strategen, James Allchin, ablösen und Sinofsky gilt allgemein als "Bremse" in Sachen überschnelle Entwicklung und Veröffentlichung von nicht eingehend getesteter Software.
Ursprünglich sollte Windows Vista, das Nachfolge-Betriebssystem von Windows XP, spätestens Mitte 2006 auf den Markt kommen, der Termin wurde aber immer wieder leicht verschoben. Aus verschiedenen Veröffentlichungen ist bekannt, das es Windows Vista in fünf verschiedenen Versionen geben wird, die dann individuell auf das Verhalten der jeweiligen Nutzer zugeschnitten sind: Für Geschäftskunden erscheinen zwei unterschiedliche Varianten für kleine und große Unternehmen. Privatleute können sich zwischen der "Basic"-, "Premium"- oder "Ultimate"-Version entscheiden. Die "Premium"-Variante enthält zusätzlich alle Funktionen des besonders zur Multimedia-Wiedergabe programmierten Betriebssystems Windows Media Center Edition.
Mit dem Erscheinen von Vista werden das Internet und die Arbeitsoberfläche des Betriebssystems, der so genannte Desktop, miteinander verschmelzen. Der Unterschied zwischen dem Internet-Zugangsprogramm, dem Browser, und dem klassischen "Schreibtisch" auf dem Bildschirm verschwimmt, so wie es auch Macintosh-Nutzer vom Apple-Betriebssystem "OS X" bereits kennen. Zukünftig bietet die Windows-Arbeitsoberfläche dann auch die Möglichkeit, mit Hilfe von so genannten "Gadgets" (kleine Programme), sich laufend aktualisierte Informationen (beispielsweise Wetterbericht oder Verkehrsnachrichten) individuell anzeigen zu lassen.
Darüber hinaus soll Windows-Vista das Arbeiten am PC leichter machen und den Bedienkomfort erhöhen. So soll es beispielsweise zukünftig einfacher werden, Dokumente zu finden und Dateien zu verwalten. Dazu bietet Vista integrierte, systemweite Suchfunktionen für E-Mail-Korrespondenz, Dokumente, Bilder, Videos, Musik, Spiele oder auch Websites. Bei der Suche braucht der Nutzer nicht mehr den Namen einer Datei zu kennen. Es reicht ein Wort im Dokument, der Musikinterpret oder das Datum der Fotografie, um eine gewünschte Datei zu finden.
Während früher die Prozessor-Hersteller immer leistungsfähigere Prozessoren entwickelten hat sich inzwischen das Ziel der Entwicklungen geändert. Heutzutage kommt es mehr auf ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis pro Watt Stromverbrauch an.
Inzwischen gibt es viele Umgebungen, in denen es auf hohe Rechnerdichte und geringen Stromverbrauch ankommt, also zum Beispiel in Gehäusen mit einer Höheneinheit (1U) sowie in Blade-Servern und in Netzwerk-Infrastrukturgeräten. Für derartige Anwendungen bringt der Prozessor-Hersteller Intel nun eine erste stromsparende Low-Voltage Variante seiner bekannten Xeon-Prozessoren heraus. Nach Hersteller-Angaben vereinen diese die neuartige Dual-Core Technologie mit einer innovativen Energieverwaltung.
Der Low-Voltage Dual-Core Intel Xeon Prozessor hat nur noch eine Leistungsaufnahme von 31 Watt und erreicht gegenüber früheren Intel Xeon Prozessoren und Plattformen die zwei- bis vierfache Leistung pro Watt und verbessert damit das Preis-/Leistungsverhältnis.
Intels Ziel, Leistung, Fähigkeiten und Energieeinsparung auf ein neues Niveau zu heben, wird von Doug Balog (IBM) so kommentiert: "Die Weiterentwicklung des Low-Voltage Dual-Core Intel Xeon Prozessors bezüglich Leistung und Energieeinsparung in Kombination mit dem stromsparenden Design und der effizienten Kühlung des BladeCenter von IBM führt zu einer Lösung, die eine Spitzenleistung pro Watt bei der Integerberechnung erreicht".
Die Dual-Core Intel Xeon Prozessoren LV sind ab sofort in zwei Varianten mit 2.0 GHz bzw. 1.66 GHz verfügbar. Zusätzliche Informationen über Low-Voltage Dual-Core Intel Xeon Prozessoren und Plattformen präsentiert der Hersteller auf seiner Webseite.
Das Niedersächsische Kompetenzzentrum für Informationssysteme für die mobile Nutzung (Niccimon) veranstaltet am 16. März 2006 nun zum dritten Mal den "Workshop on Positioning, Navigation and Communication (WPNC'06)".
Die Bereiche Ortung, Navigation, Location Based Services und Kommunikation sind die Hauptthemen des Workshop und werden in zahlreichen Beiträge aus Forschung und Industrie behandelt, wodurch sich gut ein Überblick über den nationalen und internationalen Wissensstand gewinnen läßt. Der Workshop eignet sich darüber hinaus auch als ein Forum zur Diskussion. Ein besonderer Schwerpunkt dieses 3. Workshop liegt auf der Ultra-Wideband (UWB) Technologie.
Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft, die mobile Systeme auf Basis modernster Übertragungstechnik und neuer Endgeräte entwickeln und Probleme lösen wollen. Die Verknüpfung drahtloser Technologien mit geographischen Informationssystemen ergibt eine Vielzahl möglicher Konsumenten- und Industrie-Anwendungen, zum Beispiel zur Führung und Anleitung von Servicepersonal zum und am Einsatzort, Lager- und Logistikmanagementsysteme und auch autonomer Roboter-Orientierungssysteme in der Industrie (Location Based Services).
Der 3rd Workshop on Positioning, Navigation and Communication (WPNC'06) wird in Kooperation mit dem IEEE Comsoc German Chapter, der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik, der IHK Hannover sowie der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE vom Kompetenzzentrum Niccimon veranstaltet.
Veranstaltungsdaten
Ort: Laboratorium für Informationstechnologie der Universität Hannover
Datum: 16. März 2006
Kosten: Teilnahmegebühr beträgt 200 Euro, für Studierende 50 Euro
Kontakt: [EMAIL=jens.schroeder@ant.uni-hannover.de]Jens Schroeder[/EMAIL] , Institut für Kommunikationstechnik,
Tel.: 0511/762-19433
Im Rennen um immer leistungsfähigere Speicher-Bausteine hat der japanische Elektronikonzern Toshiba einen neuen Meilenstein vorgestellt. Der neuartige Hochgeschwindigkeits-Speicherchip basiert auf der FeRAM-Architektur und kann Daten mit einer Geschwindigkeit von 200 Megabyte pro Sekunde lesen und schreiben. Ein FeRAM-Chip verfügt über eine Speicherkapazität von 64-Megabit. Nach Angaben des Herstellers ist eine solche Kombination aus Leistung und Dichte bisher einmalig.
FeRAM ist die Abkürzung für "Ferroelectric Random Access Memory" und bezeichnet eine Speicherart auf der Basis von Kristallen mit ferroelektrischen Eigenschaften, die ähnlich wie Magnete funktionieren. FeRAM-Chips zeichnen sich dadurch aus, dass sie die gespeicherten Daten nach dem Abschalten der Versorgungsspannung nicht verlieren. Den zukünftigen Einsatzzweck der FeRAM-Chips sieht Toshiba vor allem in mobilen Endgeräten und digitaler Unterhaltungstechnik sowie im Computerbereich.
Toshiba vermeldet zur ISSCC (International Solid-State Circuits Conference) 2006 in San Francisco auch Spitzenwerte bei einer anderen Speicherart. Die zusammen mit dem japanischen Elektronikunternehmen NEC entwickelten MRAM-Chips (Magnetoresistive Random Access Memory) haben eine Kapazität von 16 Megabit und können Daten mit einer Geschwindigkeit von 200 Megabyte pro Sekunde lesen und schreiben.
Der Chip-Hersteller Intel ist bekannt für leistungsfähige Prozessoren. Im Wettstreit mit dem Konkurrenten AMD liessen sich die Taktfrequenzen nicht mehr beliebig erhöhen und daher änderte Intel seine Unternehmens-Strategie. Dieser Wandel weg vom reinen Chip-Hersteller zu einem Anbieter von Plattform-Lösungen spiegelt sich auch in einem neuen Markenauftritt wieder.
Die neue Strategie umfasst vier zentrale Marktsegmente: Mobility, Digital Home, Digital Enterprise und Digital Health. Nachdem die Intel Centrino Mobiltechnologie bereits am Markt eingeführt ist kommt nun die Intel Viiv Technologie auf den Markt. Sie ist die Plattform für das Digitale Zuhause.
Diese Plattform umfaßt die folgenden technischen Komponenten:
Chipsatz
Intel 945 oder 955 Chipsatz mit Treibern zur Unterstützung von 7.1-Surround-Sound
LAN
Intel PRo/100 oder PRO/1000 Netzwerkanschluß
Der Nutzer soll besser über die von ihm genutzten Medien bestimmen können und sich das digitale Leben leichter machen. So erhält er einen einfacheren On-Demand-Zugang zu Filmen, Musik, Games und Fotos auf Ihrem Fernsehgerät und kann Live-Fernsehsendungen Aufzeichnen, Anhalten und Zurückspulen.