Mit drei neuen E-Learning-Angeboten bietet die Haufe Akademie die Möglichkeit, Know-how für Projektmanagement zeit- und ortsungebunden zu erwerben. Ausgerichtet auf den jeweiligen Bedarf schafft der Kurs "E-Learning: Projektmanagement kompakt" Grundlagen für praktisches Handlungswissen. "E-Learning: Projektmanagement intensiv" bietet zusätzlich Expertenwissen und eignet sich dafür, sich nach dem internationalen Standard des Project Management Instituts (PMI) zu qualifizieren. Das "E-Learning: PMI-Prüfungstraining" hilft, Prüfungssituation und Prüfungsinhalte der Zertifizierung zum Project Management Professional (PMP) zu trainieren und simulieren.
In neun Modulen erwerben die Teilnehmer praktisches Handlungswissen, mit dem sie Projekte sicher aufsetzen, planen und zum erfolgreichen Abschluss bringen können. Die Lernzeit beträgt online - je nach Vorkenntnissen - circa 15 Stunden, als Bearbeitungszeitraum stehen vier Wochen zur Verfügung. Parallel zur selbst gesteuerten Bearbeitung werden die Teilnehmer intensiv und individuell per E-Mail durch einen Tele-Tutor betreut. Preis: 340 Euro zzgl. MwSt. Starttermin: jeder erste Freitag im Monat.
Der Kurs beinhaltet das Basiswissen aus '"E-Learning kompakt" und ist um Expertenwissen ergänzt. In 16 Modulen wird das gesamte für eine PMI-Zertifizierung erforderliche Wissen abgedeckt, zur zusätzlichen Vertiefung bieten die Module Literaturhinweise. Mit Selbstlernphasen, Prüfungsvorbereitungsseminaren und dem PMI-Prüfungstraining ist der Kurs ein ausgezeichnetes Mittel, um sich auf die PMP-Zertifizierung vorzubreiten. Als Bearbeitungszeitraum stehen sechs Wochen zur Verfügung; die reine Lernzeit beträgt online bei 81 Lektionen -entsprechend der jeweiligen Vorkenntnisse - circa 30 Stunden. Die Teilnehmer können mit dem Tele-Tutor per E-Mail kommunizieren und Erfahrungen und Fragen austauschen. Preis: 680 Euro zzgl. MwSt. Starttermin: jeder erste Montag im Monat.
In Anlehnung an die Vorgaben des Project Management Instituts trainiert und simuliert das PMI-Prüfungstraining die Prüfungssituation der PMP-Zertifizierung. Die Teilnehmer können sich mit den Fragen und Antworten vertraut machen und gleichzeitig den Stoff rekapitulieren. Falsch beantwortete Fragen kommen solange wieder, bis sie richtig beantwortet werden. Dabei trainieren die Teilnehmer unter Prüfungsbedingungen, denn das Programm simuliert Zeitbudgets, die für die Lösung der Aufgaben zur Verfügung stehen. Die Teilnehmer geben sich damit die Chance, die Prüfung gleich beim ersten Mal zu bestehen. Für diesen Kurs sind sechs Wochen Bearbeitungszeit vorgesehen. Preis: 99 Euro zzgl. MwSt. Starttermin: jeder erste Montag im Monat.
Die "Arbeitsgruppe Bipolar", ein Zusammenschluss namhafter Psychiater unter Leitung von Prof. Dr. med. Waldemar Greil Zürich, erarbeitete für die medizinische Fortbildung ein innovatives wissenschaftlich-neutrales Blended Learning Konzept. Dieses Konzept ist konzipiert für niedergelassene Psychiater und Neurologen in ganz Deutschland zum Themenspektrum "Bipolare (manisch-depressive) Erkrankungen". Als technische Grundlage für das Modellprojekt zur Fachärztefortbildung, wurde das eLearning System open-EIS ausgewählt. Die Entscheidung für eine geeignete Lehr- und Lernplattform wurde durch Frau Susanne Schestak, Firma Curriculumdesign, im Rahmen Ihrer Beratungsleistungen und Projektbegleitung unterstützt.
Das Modellprojekt beinhaltet die Kombination von webbasiertem Training, fallbasiertem Lernen und Präsenzphasen. Es wird seit Anfang des Jahres unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Waldemar Greil und Prof. Dr. Heinz Mandl (beide Ludwig-Maximilian-Universität München) in verschiedenen Bundesländern durchgeführt und ist bis Dezember ausgelegt. Wie es heißt, erfreut sich das Angebot großer Nachfrage bei den Ärzten. Angesichts des schnellen Fortschritts in der Wissenschaft ist die Fort- und Weiterbildung mit Hilfe modernster Wissensvermittlungstechnologien ist es ein wichtiges Thema für alle. Die insgesamt drei Blended Learning Kurse beinhalten einen großen eLearning Anteil, in dem sich die Ärzte zeitlich unabhängig und selbstgesteuert über die Lernplattform fortbilden.
Laut der Arbeitsgruppe Bipolar deckt das von Community4you auf Basis der eLearning Funktionalitäten des open-EIS entwickelte Bildungs- und eLearning Portal openACADEMY die Kernforderungen für die technische Realisierung komplett ab. Dazu zählten unter anderem ein integriertes Autorensystem, einfache Kurserstellung und Bedienung, automatische Strukturierung der Inhalte, Integration von Kommunikationstools und Terminverwaltung sowie die Bereitstellung eines flexiblen Auswertungs- und Prüfungsmoduls mit verschiedenen Fragetypen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt ausgewählte Universitäten beim Aufbau "nachhaltiger Strukturen für den Einsatz von Multimedia", so das BMBF in einer Pressemitteilung. Für die Einrichtung von E-Learning-Servicestellen und den Ausbau ihrer Dienste an 20 Hochschulen fließen laut Veröffentlichung in diesem Jahr 25 Millionen Euro. Weiterhin sollen zusätzlich 15 Millionen Euro in anderen hochschulübergreifenden Projekten für "meist fachgebietsspezifische Service-Instanzen investiert werden". Die Projekte sind Teil des vom BMBF im Jahr 2000 gestarteten Förderprogramms "Neue Medien in der Bildung", für das bisher über 220 Millionen Euro bereit gestellt wurden.
In den Genuss der Förderung kommt unter anderem die Universität Trier. Diese teilte bereits in einer Pressemitteilung mit, wie die E-Learning-Integration vonstatten gehen wird: Erster Schritt im Projekt wird die Einführung einer zentralen Plattform sein, über die alle Lehrveranstaltungen an der Universität Trier verwaltet werden. Mit dieser Plattform erhalten Lehrende auch die Möglichkeit, elektronische Materialien bereit zu stellen, ihre Veranstaltung schrittweise nach Bedarf um Mail, Chat und Foren zu erweitern oder virtuelle Gruppenarbeit zu organisieren. Die Einführung der digitalen Seminarverwaltung wird von Schulungen, Workshops und individuellen Beratungsangeboten für das wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Personal begleitet.
In der Schweiz bietet die Universität in Zürich bereits seit 1999 ihren Studierenden die selbst entwickelte E-Learning-Plattform OLAT an. Mittlerweile wird diese als "Learning-Management System" campusweit von gut 10.000 Studenten in über 240 Kursen angewendet, zumeist als Begleitung zu Vorlesungen. Die Studenten laden sich Dokumente herunter, die dann als Selbsttests genutzt werden können. Im August wird nun die erste rekursfähige Prüfung über OLAT abgewickelt. Als Open Source-Projekt habe OLAT einen Entwicklungstand erreicht, der zurzeit weltweit konkurrenzlos ist, heißt es im Pressetext Schweiz. Inhaber und Vorstand von e-Learn AG , Günter Greff sagte dazu: "Es ist ein gutes Zeichen, wenn auch Universitäten den Nutzen von E-Learning erkennen. In der betrieblichen Weiterbildung der Unternehmen wird diese moderne Lehr- und Lernform nicht nur deshalb so geschätzt, weil sie Kosten senkt. Die Erfolgsformel des Blended E-Learning liegt in der Mischung aus webbasiertem Lernen mit tutorieller Unterstützung und externen Seminaren."
Virtuelles Klassenzimmer, Online-Weiterbildung, Blended-Learning sind Schlagworte, mit dene viele Leute nichts verbinden können. Wer dennoch neue Formen der Fort- und Weiterbildung kennen lernen möchte, ist bei der Cornelsen Akademie richtig: der Berliner Anbieter offeriert kostenlos einen einstündigen Schnupperkurs im Internet für alle Weiterbildungsinteressierten. Ziel ist es, Interessierte mit den Möglichkeiten des Online-Lernens bekannt zu machen und eine praktische Einführung in die virtuelle Lernwelt zu geben.
Im Internet-Kursraum werden den Teilnehmern anhand praktischer Beispiele über die Besonderheiten des Lernens mit dem Medien-Mix, der Blended-Learning Methode, vermittelt. Ein Dozent führt durch die digitale Lernumgebung und zeigt verschiedene Einsatzszenarien von Blended-Learning-Kursen. Praxisnah wird dies am Beispiel der Fortbildung zum Online-Trainer vorgeführt. Die Qualifizierungsmaßnahme bildet in zehn Wochen zum Online-Trainer aus. Vermittelt werden pädagogische Kompetenzen des Online-Lehrens, Blended Learning Management sowie soziale- und technische Kompetenzen.
Voranmeldung und weitere Informationen per E-Mail [EMAIL]akademie@cornelsen.de[/EMAIL] , oder 030/897 85 536 oder unter www.cornelsen-akademie.de.
Termine für kostenfreie Schnupperkurse:
16. August 2005 10:00 - 11:00 Uhr
01. September 2005 16:00 - 17:00 Uhr
Die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, das zentrale staatliche Lehrerfortbildungsinstitut des Freistaates Bayern, setzt die Rapid E-Learning- und Kommunikationslösung Macromedia Breeze mittlerweile in verschiedenen Projekten ein. Im Verbund mit den herkömmlichen Formen der Lehrerfortbildung wird das modular aufgebaute System sowohl zum synchronen wie zum asynchronen Lernen genutzt. Eine wissenschaftliche prozessorientierte Evaluation des Online-Trainings ist derzeit in Zusammenarbeit mit einer bayerischen Universität in Vorbereitung. Im Mittelpunkt steht dabei der Ausbau eines didaktischen Ansatzes zur Optimierung synchroner Lehr- und Lernverfahren.
Mit rund 15.000 Lehrkräften, die jährlich im Rahmen von Wochen- und Tageskursen weiterqualifiziert werden, ist die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung in Dillingen an der Donau die größte zentrale Lehrerfortbildungseinrichtung in Deutschland. Im Jahr 2001 wurde das Referat "Virtuelle Lehrerfortbildung" eingerichtet, um das Angebot in Richtung E-Learning zu erweitern. Dieses besteht in Verbindung mit projektbezogenen Fortbildungen sowohl aus synchronen Schulungskursen (live und in Echtzeit) als auch aus asynchronen Weiterbildungsangeboten, die zu jeder gewünschten Zeit abgerufen werden können.
"Virtuelle Lehrerfortbildung umfasst zwingend Phasen des synchronen und des asynchronen Lernens und muss bei umfassenden - auf umfangreichen Curricula basierenden - Lernangeboten auch mit Präsenzphasen verbunden werden", beschreibt Johannes Böttcher, Referatsleiter "Virtuelle Lehrerfortbildung" an der Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung Dillingen, den Blended-Learning-Ansatz. Unter didaktischen Gesichtspunkten seien die synchronen Lernabschnitte vor allem wichtig, um die Teilnehmer zu aktivieren und Lernphasen aufrecht zu erhalten. "Auch der damit mögliche Erfahrungsaustausch in der Gruppe, das Vorstellen von Arbeitsergebnissen oder das Nachfragen bei Verständnisproblemen erhöht die Lernmotivation", weiß der erfahrene Pädagoge.
Die synchrone Fortbildung im Web ermögliche ebenfalls die Vermittlung kleiner abgeschlossener Lerneinheiten, ohne diese mit umfangreichen asynchronen Angeboten verknüpfen zu müssen. Die Einbindung der Sprache ist dabei - so die praktische Erfahrung - ein besonderer Motivationsfaktor. Allerdings muss die verwendete Technik eine störungsfreie Übertragung gewährleisten, da es sonst sehr schnell zu Konzentrationsproblemen bei den Teilnehmern kommt.
"Die Qualität der Sprachübertragung von Macromedia Breeze ist sehr überzeugend", berichtet Johannes Böttcher. Bei Vorhandensein eines DSL-Breitbandabschlusses bei den Teilnehmern können sogar mehrere Webcams dazugeschaltet werden, ohne das System zu überlasten. Insgesamt - so die bisherige Erfahrung in Dillingen - erweise sich Breeze als äußerst flexibles Werkzeug, wenn Lehr- und Lernsituationen dynamisch gestaltet werden sollen.
So lassen sich mit dem Modul "Breeze Presentation" sehr leicht vorhandene PowerPoint-Vorträge in vertonte Online-Lerneinheiten verwandeln, die zudem noch mit Tests und Umfragen angereichert werden können. Das Modul "Breeze Live" unterstützt gleichzeitig das synchrone Lernen in Echtzeit und erleichtert durch die didaktischen Möglichkeiten einer dynamischen Gestaltung der Benutzeroberflächen die Arbeit der Teletutoren.
"Das Zusammenspiel dieser Komponenten ist optimal und erweitert den Aufbau von unterschiedlichen Lernsituationen", nennt der Referatsleiter einen wesentlichen Vorteil. In beiden Fällen reichen auf Teilnehmerseite ein Computer mit Internet-Zugang und ein Webbrowser mit dem Flash Player aus - weitere Softwareinstallationen sind nicht erforderlich.
Nach einer Erprobungszeit hat sich die Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung dazu entschlossen, Macromedia Breeze in einer ersten Phase im Rahmen eines ihrer größeren Fortbildungsprojekte einzusetzen. Dort müssen auf Grund der raschen Angebotserweiterung im asynchronen Bereich Lehrkräfte im Sinne einer Differenzierung und Individualisierung durch das Zusatzangebot unterstützt werden. Außerdem findet eine Vor- und Nachbereitung der Präsenzsitzungen von Arbeitsteams durch die Live-Webmeetings statt.
In einer zweiten Phase sollen künftig verstärkt Rapid E-Learning-Kurse angeboten werden, die mit dem Präsentationsmodul von Macromedia Breeze erstellt wurden. Dabei lassen sich auch bereits stattgefundene Live-Sitzungen zusammenfassen und vom Moderator bzw. Referenten kommentieren. Auf diese Weise können Teilnehmer, die eine Sitzung versäumt haben, die Inhalte im Nachhinein erarbeiten oder Interessierte das Angebot in einer Art Zusammenfassung verfolgen.
"Einen besonderen Vorteil stellt dabei die automatische Strukturierung der Aufzeichnungen über eine Indexfunktion dar, so dass der Lernende gezielt den Teil wiedergeben lassen kann, der für ihn von Interesse ist", blickt Böttcher in die Zukunft. Gegenüber der reinen Aufzeichnung von Live-Sitzungen ergibt sich bei diesem Herangehen der Vorteil, dass die redundanten Teile der Session wegfallen und die Kerninhalte in geraffter Form angeboten werden können. Außerdem ist bei der Aufbereitung bereits die Berücksichtigung des Teilnehmer-Feed-backs möglich.
"Die sehr einfache Einbindung von Tests in die Breeze-Lektionen lässt sich ebenfalls zur Auflockerung des asynchronen Angebots nutzen", nennt der Pädagoge einen weiteren Aspekt. Allerdings könnten solche Rapid E-Learning-Kurse keine Prüfungssituation ersetzen, sondern dienen vor allem einem schnellen Feed-back nach einer Lernphase.
Den größten Nutzen der Online-Qualifizierung - im Vergleich zu den bisher notwendigen Präsenztreffen - sehen die Verantwortlichen vor allem im Zeitgewinn und der Kosteneinsparung. "Die Lehrkräfte sind derzeit durch die Reformen in den Schulen und eine Erhöhung der Arbeitszeit zusätzlich belastet und schätzen deshalb die Vorteile solcher Angebote", hat Johannes Böttcher beobachtet.
Gegenwärtig konzentriert sich die Arbeit vor allem auf eine hohe Qualität der synchronen Weiterbildungsveranstaltungen und die Ausbildung weiterer Teletutoren. Denn die Zahl von gegenwärtig rund 20 speziell geschulten Lehrkräften soll in den nächsten Monaten deutlich erhöht werden. "Mit dem weiteren Ausbau des Internet - vor allem bei der technischen Optimierung im Bereich der Video- und Sprachübertragung - werden Systeme wie Macromedia Breeze einen hohen Stellenwert in der Lehrerfortbildung einnehmen und einen großen Mehrwert im Verbund mit den herkömmlichen Formen der Qualifikation schaffen", ist der Referatsleiter überzeugt.