Bei einem Vortrag der Society for Computers and Law in London wandte sich Sir Robin Jacob gegen zu große Einschränkungn des Systems zum Schutz geistigen Eigentums. Sir Jacob ist studierter Physiker und Richter am Berufungsgericht Großbritanniens. Er kritisierte vor allem die Patentierungspraxis der USA: "Die Vereinigten Staaten haben die Ansicht, dass alles, was die Menschheit unter der Sonne geschaffen hat, patentiert werden kann".
Nach Ansicht von Jacob hätten Software-Patente auf Programmcode bisher keine positiven Wirkungen auf die Wirtschaft erbracht. Insbesondere die in den USA übliche Praxis, auch Schutzrechte auf Geschäftsmethoden mit Computerbezug zu erteilen, bedürfe einer Überprüfung. Es sei zweifelhaft, ob die von Lobbyisten vertretene Meinung tatsächlich zuträfe, Monopolansprüche auf Erfindungen würden die Forschung und Entwicklung sowie im Endeffekt auch Innovationen vorantreiben.
Es sei generell erforderlich, die geltende Praxis beim Urheber- und Patentrecht zu überprüfen. Jacob regte einen Ausschluss von Software oder Geschäftsmethoden von der Patentierbarkeit an, um zu verhindern, dass die Patentämter "lausige Patente erteilen".
In den USA geht die Diskussion derzeit nochin eine andere Richtung. Dort sollen die Möglichkeiten zur Patentierbarkeit noch nicht eingeschränkt weerden. Stattdessen sollen bereits früher gemachte Erfindungen ("Prior Art") besser dokumentiert werden. Ziel müsse es sein, die Patentierung ganz gewöhnlicher Dinge zu verhindern. Auch in der EU ist das Thema heftig umstritten. Dort hatte das EU-Parlament Mitte 2005 die Patentierbarkeit "computerimplementierter Erfindungen" abgelehnt.
Das vom amerikanischen Pfizer-Konzern hergestellte Potenzmittel Viagra gehört zu den Medikamenten, die am häufigsten gefälscht werden. Um Produktnachahmern das Handwerk zu legen sollen zukünftig Viagra-Packungen mit einem RFID-Chip ausgestattet werden. Anhand der darauf gespeicherten Produkt-Codes liesse sich dann feststellen, ob es sich um Originale oder Fälschungen handele.
Es gibt wohl kaum einen Internet-User, der beim morgentlichen Abruf seiner E-Mails nicht auch Spam-Nachrichten findet, die Nachahmerprodukte oder designidentische Markenfälschungen anpreisen. Die darin angepriesenen Potenzmittel sollen nicht nur billiger als das Original Viagra sein, sondern zumeist auch rezeptfrei und diskret verpackt zugesandt werden.
Die Potenzpile Viagra ist eher durch Zufall zum Haupt-Umsatzträger und Erfolgsprodukt von Pfizer geworden. Der in ihr enthaltene Wirkstoff Sildenafilzitrat war ursprünglich zur Behandlung von Herzbeschwerden wie Angina Pectoris entwickelt worden. Während der klinischen Tests stellte sich dann eine unerwartete Nebenwirkung ein: das Mittel sorgte nicht nur im Herzen, sondern auch im Genitalbereich für eine erheblich verbesserte Durchblutung. Daher ist Viagra auch seit 1998 in den USA als Medikament gegen Potenzstörungen zugelassen und wurde seitdem mehr als 22 Millionen mal verschrieben.
Inzwischen werden Nachahmungen und Fälschungen vertrieben, die der Laie vom Original kaum unterscheiden kann. Daher suchte Pfizer nach Wegen, die Verbreitung der pharmazeutischen Raubkopien zu erschweren. Der Konzern hat inzwischen mehrere Millionen Dollar in die Entwicklung von RFID-Kontrollmassnahmen investiert. In die Verpackung integrierte RFID-Chips sollen den Großhandel und die Apotheker in die Lage versetzen, die darauf gespeicherten Produkt-Informationen und Identifizierungs-Codes via RFID-Scanner und Internet auf ihre Gültigkeit zu überprüfen. Außerdem liesse sich der Vertriebsweg so besser nachverfolgen und optimieren. Da auf den Chips keine Patientendaten gespeichert sind wird die Einnahme der Pillen weiterhin anonym möglich sein.
Für eine Technik-Demonstration zur Fussball-Weltmeisterschaft 2006 hat die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) Frequenzen für die mobilen Fernsehdienste ausgeschrieben. Die Erprobung soll bis zur Internationalen Funkausstellung 2007 laufen. Sollte nach der IFA 2007 der Regelbetrieb aufgenommen werden, so würden die Frequenzen dann für eine Nutzungsdauer von bis zu sieben Jahren vergeben.
Während der Erprobungsphase des Handy-Fernsehens sollen Erfahrungen mit der Nutzung der Übertragungstechniken DVB sowie DAB und seiner Weiterentwicklung DMB gesammelt werden. Ob die ausgeschriebenen Frequenzen verlängert werden dürfte auch davon abhängen, ob bis zur IFA 2007 eine ausreichende Zahl an entsprechenden Endgeräten zur Verfügung steht.
Noch vor wenigen Jahren standen auf allen Schreibtischen klobige Röhrenmonitore. Heutzutage sind die flachen LCD-Bildschirme aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Insofern verwundert es nicht, dass nun das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Degussa AG, Düsseldorf, bekannt gaben, gemeinsam Zukunftstechnologien zu entwickeln.
In den nächsten 30 Monaten soll Grundlagenforschung auf dem Gebiet neuartiger Funktionsmaterialien für druckbare Elektronik auf Basis halbleitender Nanopartikel betrieben werden. Die Gesamtkosten dieser Forschungskooperation von 2 Mio. Euro teilen sich beide Partner je zur Häfte.
Ziel der Wissenschaftler ist, Nanopartikelsysteme zu entwickeln, die den Druck elektronischer Bauelemente für preiswerte Elektronikanwendungen bis hin zu Elektronikprodukten für den einmaligen Gebrauch ermöglichen. Ein Anwendungsbeispiel für derartige Techniken wären RFID-Funketiketten für Waren im Supermarkt, die Preis und Haltbarkeitsdatum anzeigen. Wäre es möglich, solche Funketiketten - so genannte RFID-Tags (Radio Frequency Identification) - nicht auf Basis der Mikrochiptechnologie herzustellen, sondern deutlich preiswerter in wenigen Arbeitsvorgängen zu drucken, so würde darin ein enormes wirtschaftliches Potential liegen. Insgesamt wird das Marktvolumen im Jahr 2015 von Experten in der Größenordnung von rund 30 Mrd. Euro geschätzt.
"Wir wollen die gute Druckbarkeit organischer Materialien mit den hervorragenden elektrischen Eigenschaften anorganischer Halbleiter verbinden", so Dr. Roland Schmechel, Leiter der neuen gemeinsamen Arbeitsgruppe von zehn Wissenschaftlern im Institut für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe. "Das wäre eine Revolution für die Elektronik."
Berufstätige Eltern könnten ihre Kinder in Zukunft auch aus der Ferne einfach im Sensor-Pyjama ins Bett bringen.
In Zukunft soll es möglich werden, Personen über das Internet zu berühren und so 'Körperkontakt' zu Ihnen zu halten. Nach einem Bericht der "The Straits Times" sollen berufstätige Eltern so in Zukunft auch ihre Kinder via Internet aus der Ferne mittels Sensor-Pyjama ins Bett bringen können.
Forscher der Nanyang Technological University in Singapur haben zu diesem Zweck eine Vibrationsjacke entwickelt, die dem Tragenden über Druck und Temperatur eine Umarmung simuliert. Ein Einsatzgebiet für die drahtlose Berührungsübertragung könnten zum Beispiel Pyjamas von Kindern sein.
"Viele Eltern sind oft beruflich unterwegs, doch für Kinder ist das Umarmen und Berühren sehr wichtig," so Projektleiter Adrian David Cheok.
Auch für Besitzer von Haustieren sei die Innovation interessant, so die Forscher. Sie testen den Prototyp der Berührungsjacke derzeit an Hühnern.
Ein Teil des Systems bestehend aus Webcam und Sensorjacke wird dabei zu Hause installiert und übermittelt die Bewegungen des Haustiers an ein kleines Modell, das diese im Büro des Besitzers umsetzt.
Streichelt der Halter diesen Mini-Nachbau, werden diese Berührungen an das zu Hause gebliebene Tier übertragen.
Auch US-Designer haben sich dem Kuscheln über das Internet gewidmet. Sie habe ein T-Shirt aus Lycra entworfen, das den via Mobilfunk übermittelten Herzschlag, Körpertemperatur und die Berührungsstellen einer Umarmung realistisch wiedergeben kann.