Anfang Februar dieses Jahres wurde bekannt, dass der US-amerikanische Software-Riese 'Microsoft' dem Internet-Dienstleister für Suchanfragen 'Yahoo' eine Kaufofferte in Höhe von (damals) 45 Milliarden US-Dollar unterbreitet hat. Sowohl Yahoo-Chef und Gründer Jerry Yang als auch der Yahoo-Vorstand und Aufsichtsrat waren über diese Offerte gar nicht glücklich und versuchen seither, eine mögliche Übernahme abzuwenden. Zu diesem Zweck hatte man sich sogar mit dem größten Konkurrenten Google solidarisiert und nach Lösungen gesucht. Auch wurden Kontakte zu Time Warner gesucht, um eventuell die Tochter AOL zu übernehmen, damit das Gesamtpaket so groß ist, dass sich die Übernahme für Microsoft nicht mehr rentiert.
Zwischenzeitlich scheinen sich bei Microsoft die Stimmen zu mehren, die sich letztlich gegen eine Yahoo-Übernahme aussprechen, so wenigstens ein Bericht im Wall Street Journal. Hier wird Microsoft Steve Ballmer mit den Worten zitiert, faktisch wäre die Yahoo-Übernahme die geldlich größte Übernahme, die Microsoft jemals tätigen würde und auch der Preis wäre angemessen. Sofern Microsoft aber weiterhin auf Schwierigkeiten bei den Yahoo-Anlegern stoßen würde, sei Microsoft aber gut vorbereitet, auch ohne Yahoo voranzukommen.
Branchenbeobachter sehen in dieser Aussage allerdings nur die halbe Wahrheit. Es heißt, eine derartige Aussage könnte auch lediglich eine neue Verhandlungstaktik sein. Vor gut zwei Wochen hatte Ballmer dem Yahoo-Konzern eine zweiwöchige Frist für eine Zustimmung gegeben, danach wollte sich Microsoft direkt an die Anleger wenden und dadurch möglicherweise eine "feindliche Übernahme" initiieren.
Kennen Sie noch die Disketten mit 1,34 MB Speichergröße? Oder die CDs die für Datenspeicherungen nur einmalig beschrieben werden konnten? -DAS- alles ist Geschichte mit den so genannten USB-Sticks. Klein wie Kaugummi-Riegel und Speicherplatz in ungeahnter Größe.
Nun bietet der USB-Stick-Hersteller 'Imation' einen USB-Stick an, den Sie mühelos an einen Schlüsselbund befestigen können, ohne dass dieser großartig ins Gewicht fällt oder als solcher erkennbar ist. 'Atom Flash Drive' nennt sich die neueste Entwicklung und ist gerade einmal so groß wie eine Büroklammer.
Genau genommen misst der Stick gerade einmal 30,5 x 13 x 5,6 Millimeter (von Kopf bis Fuß einschließlich einer Öse, um ihn an etwas zu befestigen, wie beispielsweise einem Schlüsselbund. Das Mini-Ding hat ein Aluminiumgehäuse und ist deshalb relativ robust gegen Stöße. Insgesamt finden auf dem Stick bis zu acht Gigabyte Daten Platz.
Der 'Atom Flash Drive' versteht sich nicht nur mit verschiedenen Windows Betriebssystemen von 98SE bis Vista, sondern auch mit Mac OS 9.0 und höher, OS X sowie Linux 2.4 und höher. Zusätzlich unterstützt er 'Windows Ready Boost', wobei unter Vista, Daten auf den Stick ausgelagert werden können, um beispielsweise die Performance zu verbessern.
Der USB Drive ist in vier verschiedenen Speichergrößen erhältlich, und zwar derzeit mit einem GB für 15,99, mit zwei GB für 19,99, mit vier GB für 29,99 sowie mit acht GB, deren Preis noch nicht bekannt ist.
USB-Sticks wie der Atom Flash Drive sind aber nicht nur für private und geschäftlich tätige Computernutzer als Speichergeräte interessant. Mittlerweile werden Sie auch von großen Firmen und öffentlichen Institutionen in einer vollkommen anderen Funktion genutzt: Als Werbeartikel bei Veranstaltungen oder bei besonderen, für das jeweilige Unternehmen Gewinn versprechenden Aktionen. Egal, ob man ein Abonnement für eine Computerzeitschrift abschließt, einen Werbeaufkleber für einen neuen E-Maildienst an seinem Auto anbringt und dies per Foto belegt oder aber die Altgeräteentsorgungsaktion des örtlichen Abfallentsorgungsbetriebes unterstützt. Ganz häufig wird man für seinen Einsatz mit einem mehrere GB großen USB-Stick im jeweiligen Firmendesign belohnt.
Jeder, der sich in den 1980er Jahren mit einem Computer beschäftigt hat wird sie kennen: den Commodore C64 oder auch die Amiga-Serie, denn die Heimcomputer von Commodore International waren einmalig beliebt und bis zum heutigen Tage gibt es noch eine große Fan-Gemeinde dieser Anlagen. Dennoch: Commodore steht irgendwie unter keinem guten Stern, denn zum wiederholten Mal ist die Marke Commodore in einer Firmenpleite verwickelt.
Die Nachrichtenagentur ANP berichtet, dass der niederländische Rechte-Eigentümer 'YMP' (Yeahronimo Media Ventures) diese Woche mittels Gerichtsbeschluss für Insolvent erklärt wurde. Wie es heißt, sollen mindestens drei Gläubiger in der letzten Woche beim zuständigen Insolvenzgericht ihre Ansprüche angemeldet haben, darunter der ehemalige YMP-Partner 'Phillar'. Es heißt, alleine Phillar fordert neun Millionen Euro Schadensersatz von YMP.
Für Ende März 2008 war ursprünglich eine außerordentliche Aktionärsversammlung angekündigt worden, die der Eigentümer allerdings abgesagt hatte. Branchenkenner hatten berichtet, dass auf dieser Versammlung eigentlich ein Verlust von gut zehn Millionen Euro bekannt gegeben werden sollte.
Irgendwie haben die Eigentümer der Marke 'Commodore' kein Glück mit diesem Traditionsnamen. Der US-amerikanische Computer-Hersteller "Commodore International" ging bereits 1994 Pleite, obwohl das Unternehmen damals mehr als 22 Millionen Commodore-Einheiten verkaufen konnte. Rechteinhaber des Markennamens wurde die Firma Escom, die ebenso bankrott gingen wie die Firma Tulpi, die die Markenrechte im Jahre 2003 erworben hatte. Seit 2004 besitzt das Unternehmen Yeahronimo Media Ventures die Markenrechte, die bis dahin unter anderem Media-Player und hochwertige Geräte für Computerspieler vertrieben hatte.
[Update] "Wir sind nicht insolvent"
Die niederländische Commodore International Corp. (CIC) hat erklärt, dass die in den Niederlanden erfolgte gerichtliche Insolvenzerklärung gegen ihre Tochter Commodore International BV ein Verfahrensfehler und damit unbegründet sei. Laut CIC soll nun - gemeinsam mit den Gläubigern - Beschwerde gegen den Gerichtsentscheid eingereicht werden.
Wer sich in Deutschland von der Bürokratie ungerecht behandelt fühlt hat die Möglichkeit, den so genannten Petitionsausschuss "anzurufen". Einen derartigen Ausschuss gibt es beim Bund, aber auch bei den jeweiligen Landesregierungen.
Während Petitionseingaben beim Bund seit einiger Zeit (testweise) auch über E-Mails möglich waren, hatte man auf Landesebene immer noch normale Briefe zu schreiben. Beim Bund wurde nach dem Vorbild von Schottland eine E-Mail-Beschwerdestelle eingerichtet und "... das System habe sich auf Bundesebene bewehrt ...", so die Vorsitzende des Bundestags-Petitionsausschusses Kersten Naumann gegenüber der Presse.
Jetzt wird geprüft, wie man das System auf Länderebene umsetzen kann. Hierzu wird dieses Thema heute auf der Jahrestagung der Petitionsausschüsse zum Schwerpunktthema gemacht. (Die Jahrestagung begann gestern in Dresden).
Petitionen per E-Mail lassen sich wesentlich einfacher zustellen und werden von der Bevölkerung auch gut angenommen. So habe es bereits eine Massenpetition mit mehr als 50.000 Mitzeichnern gegeben. Bei diesem Verfahren werden Petitionseingaben im Internet veröffentlicht und andere User können dann hierzu ihre Zustimmung per Online-Voting abgeben.
Wenn Sie ein Internet-User der 'älteren' Generation sind, dann dürften viele von Ihnen noch die Hemmschwelle kennen die man hatte, als man den ersten PC zu bedienen hatte. Begriffe wie Browser, Internet, Forum, Messenger waren ebenso fremd, wie Domain, Adresszeile, Kontextmenü oder Icon.
Im Rahmen einer Analyse hat der Branchenverband europäischer Online-Vermarkter einmal untersuchen lassen, welche der älteren Zielgruppen eigentlich ins Internet gehen und warum. Dabei haben die Analysten festgestellt, dass ältere Personen mit Kindern, sich öfter im Internet aufhalten als ältere Personen ohne Kinder. Konkret surfen in Deutschland gut 80 Prozent "Eltern" im Internet, bei der vergleichbaren Zielgruppe ohne Kinder sind es nur 60 Prozent. Der europäische Durchschnittswert liegt bei 75 Prozent "Eltern" bzw. 52 Prozent ohne Kinder.
Es heißt, Kinder sorgen mit dafür, dass die Familien über die neuesten technischen Geräte verfügen. So haben in Deutschland beispielsweise 83 Prozent der "Eltern" einen PC (ohne Kinder 68 Prozent), 60 Prozent der "Eltern" einen MP3-Player (ohne Kinder 37 Prozent), 48 Prozent der "Eltern" eine Digitalkamera (ohne Kinder 39 Prozent) oder 39 Prozent der "Eltern" eine Spielekonsole (ohne Kinder 18 Prozent).
Das Ergebnis beruht auf einer Befragung von insgesamt 7000 Erwachsenen. Befragt wurden jeweils 1000 Menschen in den Ländern Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien und Skandinavien, sowie jeweils 500 Menschen in den Ländern Belgien und den Niederlanden.