Bei Level 3, einem der größten Backbone-Provider weltweit, kam es am heutigen Freitag Morgen (hiesiger Zeit) zu einem fast vollständigen Ausfall des Backbone-Netzes. Davon betroffen waren auch Netz-Zusammenschaltungen (Peerings) von Level 3 mit anderen großen Carrieren wie der Telekom. Dies hatte zur Folge, dass viele Nutzer Ihre eigenen Webseiten nicht mehr aufrufen konnten. Dementsprechend stark war der Andrang bei den Support-Hotlines der betroffenen Hoster.
Auf der Mailing-Liste der North-American Network Operator Group (NANOG) konnte man nachlesen, wie nach und nach wieder verschiedene Netzabschnitte erreichbar wurden. Mitterweile scheint das komplette Netz von Level 3 aber wieder komplett online zu sein. Auf der Mailingliste war nachzulesen, dass Level 3 ein Routingproblem in großem Umfang eingeräumt habe. Eine offizielle Stellungnahme eines Verantwortlichen aus den USA oder aus Deutschland liegt aber bisher nicht vor.
Einige Netzwerk-Administratoren spekulieren, dass ein weltweites Router-Software-Update bei Level 3 die Ursache des Ausfalls gewesen sein soll. Außerdem sind Gerüchte aufgetaucht, dass es sich bei dem Vorfall nicht um einen Fehler, sondern um eine absichtliche Kappung der Verbindungen zu Konkurrenz-Carriern gehandelt haben soll. Hintergrund dieser Vermutung ist, dass kürzlich das IP-Peering zwischen Level 3 und dem Mitbewerber Cogent ausgesetzt wurde, weil dieser sich weigert, für die Übergabe von IP-Daten in den Level-3-Backbone zu bezahlen.
Level 3 meldete gestern für das dritte Quartal 2005 einen Umsatz von 799 Millionen US-Dollar. Dies ist ein deutlicher Rückgang gegenüber 910 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal. Dabei wurde ein Quartalsverlust von 204 Millionen US-Dollar verbucht.
Die Frankfurter Buchmesse wartet 2005 mit besonderen Kundenservices auf: Fachbesucher können sich online registrieren und anschließend ihre Eintrittskarte bestellen oder direkt selbst ausdrucken. In diesem Jahr gelten die selbst gedruckten Online-Tickets erstmals auch als Fahrkarte im RMV-Gebiet.
Die Besucher müssen damit nicht mehr anstehen und können mit dem selbst ausgedruckten Ticket direkt durch den Einlass. Die durch das Chemnitzer IT-Softwareunternehmen Community4you GmbH realisierte Lösung stellt dabei sicher, dass auch hohe Stückzahlen kein Problem darstellen und jede Karte nur ein Mal funktioniert. Durch die Verbindung mit dem Personalausweis, eindeutiger gültiger Kartennummer und den grafischen Verfahren weisen auch die Nahverkehrstickets eine hohe Fälschungssicherheit mit effektiven Kontrollverfahren auf.
Durch ihre Registrierung können Fachbesucher auch den personalisierten „My Book Fair“ Account mit zusätzlichen Online-Services nutzen. Um eine Eintrittskarte für die Frankfurter Buchmesse zu erhalten, kann der Besucher diese auch auf dem Onlineweg bestellen. Nach Bezahlung erhält er die vollständig personalisierte Karte, die er direkt zu Hause auf seinem Drucker ausdrucken kann. Über das integrierte Print-on-Demand Modul werden die Eintrittskarten inklusive Barcode und Nahverkehrsticket (Kombi-Ticket) erzeugt. Gültige Veranstaltungskartennummern werden automatisch mit den Einlasssystemen abgestimmt. Nach erfolgreicher Bezahlung werden verkaufte Tickets in den Einlasssystemen aktiviert. Auch hohe Stückzahlen und internationale Bestellungen stellen kein Problem dar. Als gültige Zahlverfahren sind Kreditkarten ebenso integriert wie das Lastschriftverfahren.
Neben der Frankfurter Buchmesse stehen die Fachbesucherregistrierung und die Online-Ticket-Lösung der Community4you GmbH etwa 100 Veranstaltungsportalen der Messe Frankfurt GmbH zur Verfügung.
Deutschland muss wieder Technologie-Standort Nummer eins werden. Kommt Ihnen dieser Satz bekannt vor? So oder so ähnlich haben wir ihn gerade in letzter Zeit öfter gehört. Da trifft es sich ja prima, dass nun die drei Parteien, die so kräftig ins gleiche Horn bliesen, nun die Chance haben, als Jamaika-Koalition den Parolen Taten folgen zu lassen.
Schaut man nun etwas genauer hin, so stellt der geneigte Wähler fest, dass die Inhalte der Worthülsen kaum gegensätzlicher sein könnten. Während die einen die Informations- und Kommunikationstechnologie gerne in einen Orwell'schen Überwachungsstaat verwandeln würden propagieren die nächsten Verschlüsselung und Datenschutz als Ausdruck der Freiheit jedes Einzelnen. In der Autoindustrie wollen die einen 'Freie Fahrt für freie Bürger' während wir von den nächsten die Ökosteuer erben würden. Auch die Biotechnologie ist prima, wenn nicht auch die Gen- und Stammzellen-Forschung dazugehören würde.
Trotzdem gibt es Hoffnung: die Energie- und Umwelttechnik könnte nicht nur der kleinste gemeinsame Nenner, sondern Deutschlands Hightech-Zukunft werden. Nicht nur durch die subventionsgesteuerte Zwangsverwindräderung hat unsere Industrie inzwischen bei vielen Technologien - von erneuerbaren Energien bis zu Wasseraufbereitung für die Dritte Welt - einen sehr hohen Standard erreicht. "Cleantech" könnte durch Synergieeffekte andere Schlüsselbranchen mitreißen und aus der Lethargie befreien.
Wir dürfen gespannt sein, ob das Jamaica-Bündnis nun genauso Phantasie bleiben wird wie die Schwampel unaussprechlich und wir doch die GK, die Große Koalition - oder doch eher die große Kungelei - erleben werden. Mit letzterem haben jedenfalls alle Beteiligten genug Erfahrung.
Rund 300 neu gegründete Technologieunternehmen, deren Kern ein Forschungs- und Entwicklungsvorhaben ist, können mit durchschnittlich 500.000 Euro Beteiligungskapital durch einen neuen High-Tech-Fonds unterstützt werden.
Der High-Tech Gründerfonds ist eine gemeinsame Initiative der Bundesregierung, der Industrieunternehmen BASF, Deutsche Telekom und Siemens und der KfW-Bankengruppe. Mithilfe dieser "Seedfinanzierung" sollen die Unternehmensgründer F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines "proof of concepts" oder bis zur Markteinführung führen können. In Anschlussfinanzierungen können die Beteiligungsunternehmen weitere 500.000 Euro erhalten. Die Mittel werden den Gründern in einer Kombination aus Eigenkapital und Nachrangdarlehen zu attraktiven Bedingungen zur Verfügung gestellt. Die Gründer selbst steuern 20 Prozent der Mittel als Eigenkapital bei. Die Finanzierung ist so konzipiert, dass die neugegründeten Unternehmen ohne Abstriche weitere Forschungszuschüsse in Anspruch nehmen können.
Der High-Tech Gründerfonds wendet sich insbesondere auch an angehende Gründer, die mit Förderprogrammen EXIST-Seed und EXIST-GO des Bundesforschungsministeriums auf die Gründung vorbereitet wurden.
Konditionen: Die Antrag stellenden Unternehmen dürfen nicht älter als ein Jahr sein und müssen die Definition der Europäischen Union für Kleine Unternehmen erfüllen, das heißt, sie beschäftigen nicht mehr als 50 Mitarbeiter, und Bilanzsumme oder Jahresumsatz betragen nicht mehr als 10 Mio. Euro. Die Unternehmen müssen ihren Standort in Deutschland haben. Weitere Kriterien und Bewerbungsschritte finden Sie im Internet unter Informationen http://www.high-tech-gruenderfonds.de.
Für die Abwicklung der Beteiligungen und die Betreuung der Unternehmen ist die eigenständige "High-Tech Gründerfonds Management-Gesellschaft" tätig. Diese wird durch ein regionales Netzwerk von Coaches gestützt, die sich um die Vor-Ort Betreuung der Gründer kümmern und sich selbst am Unternehmen beteiligen sollen.
Die IHK bietet Tipps zur Erstellung eines Businessplans, Schutzrechten oder steuerlichen Aspekten unter: http://www.ihk-startup.de und unterstützt Unternehmensgründer u. a. bei der Erstellung von Konzeptskizzen.
Ansprechpartner für technologieorientierte Unternehmensgründer: IHK Hannover: Christian Treptow, Innovationsförderung, Schiffgraben 49, 30175 Hannover, Tel.: (0511) 3107-411, Fax: (0511) 3107-410.
Der Drucker-Hersteller Canon führt bei seinen Druckern Patronen mit integrierten Chips ein. Entgegen erster Annahmen ist das Nachfüllen und der Kauf billiger Nachbauten weiter möglich.
Das Geschäft mit dem "schwarzen Gold" - wie Druckertinte wegen ihres hohen Preises manchmal genannt wird - ist lukrativ und deshalb hart umkämpft. Etliche Druckerhersteller setzen technische Barrieren ein, um billigere Fremdanbieter auf Abstand zu halten. Auch Canon führt nun neue, mit elektronischen Komponenten bestückte Druckerpatronen ein, lässt aber - anders als die Konkurrenz - günstige Patronen von alternativen Anbietern weiterhin zu.
"Sowohl das Nachfüllen der Originalpatronen mit einer Spritze, wie auch der Einsatz billiger Nachbaupatronen ist weiter möglich," stellte Michael Lukschander, Marketing-Leiter von Canon Österreich, gegenüber dem österreichischen Fernsehen ORF.at klar.
Andere Hersteller wie Lexmark, Epson und Hewlett-Packard verhindern mittels integrierter Chips in den eigen Original-Druckerpatronen den Einsatz günstiger Alternativen. Es wurde wurde spekuliert, dass auch Canon deswegen den neuen Patronentyp einführt.
Der integrierte Chip und die Leuchtdiode seien lediglich eine reine Füllstandskontrolle und dienten einem höheren Komfort für die Kunden, so Lukschander. Das ziehe keinerlei Einschränkungen beim Nachkauf von Druckerpatronen nach sich. Selbst wenn die LED anzeige, dass der Tank leer sei, sei ein Weiterdrucken bei allen Canon-Geräten möglich, erklärte Lukschander weiter.
Produkte anderer Hersteller verweigern oft den Weiterdruck, sobald der Tank als leer angezeigt wird, obwohl er noch einen Rest an Tinte enthält. So erzwingen die Hersteller einen vorzeitigen Patronentausch, obwohl dieser noch nicht nötig wäre.
Canon ist wegen seiner vergleichsweise niedrigen Druckkosten erste Wahl für viele Benutzer.