|
 |
|
|
|
|
|
Das Routing Information Protocol (RIP) ist ein Routing-Protokoll auf Basis des Distanzvektor-Algorithmus. Es dient der dynamischen Erstellung der Routingtabelle von Routern. RIP wird in den Protokollen IP und IPX benutzt.
Beim Starten eines Routers kennt dieser nur seine direkt angeschlossenen Netzwerke und sendet diese Routingtabelle an die benachbarten Router. Gleichzeitig fordert er von seinen benachbarten Routern deren Routingtabelle an. Mit diesen Informationen ergänzt der Router seine Routingtabelle und lernt somit, welche Netzwerke jeweils über welchen Router aus erreicht werden können und welche Kosten damit verbunden sind. Um Änderungen im Netzwerk (Ausfall oder Start eines Routers) zu erkennen, wird der Austausch der Routingtabellen regelmäßig wiederholt, dabei wird immer die gesamte Routingtabelle mit dem Nachbarn ausgetauscht.
Die Kosten (auch Metrik) bezeichnen den Aufwand, um ein bestimmtes Netz zu erreichen. Beim Protokoll IP wird dazu allein der Hop-Count verwendet; er bezeichnet die Anzahl der Router, die entlang eines Pfades bis zum Zielnetz durchlaufen werden müssen. Beim Protokoll IPX wird zusätzlich noch der Tick benutzt; er bezeichnet die Verzögerung eines Paketes durch alle Router bis zum Zielnetz.
Im Gegensatz zu OSPF und NLSP kennt ein RIP-Router immer nur seine direkten Nachbarn. Bei Änderungen im Netzwerk dauert es eine gewisse Zeit, bis alle Router wieder eine einheitliche Sicht auf das Netzwerk haben. Mit Erreichen dieses Zustandes spricht man von Konvergenz.
Die nur direkte Bekanntschaft seiner Nachbarn ist auch das größte Problem von RIP. Zum einen ergeben sich hohe Konvergenzzeiten und das Count-to-Infinity Problem. Infinität bezeichnet die Unerreichbarkeit eines Ziels und wird bei RIP mit dem Hop-Count 16 angebenen.
Router A erreicht das Netz 1 mit dem Hop 1, Router B mit Hop 2 über Router A und Router C mit Hop 3 über Router B.
Falls Router A ausfällt, bemerkt dies Router B und würde beim nächsten periodischen Update Router C mit Infinität (Hop 16) zu Netz 1 informieren. Falls Router C jedoch vorher seine Routingtabelle an Router B schickt, glaubt dieser, daß Router C eine Route zu Netz 1 (mit HOP 3) besitzt und übernimmt diese in seine Routingtabelle mit Hop 4, da dies besser als Hop 16 ist. Router B würde beim nächsten Austausch Hop 4 an Router C senden, dieser übernimmt diese Information und trägt Hop 5 in seine Routingtabelle ein. Somit schaukeln sich beide Router bis auf Hop 16 auf.
Mechanismen zur Vermeidung dieses Problems sind Split Horizon, Triggered Updates und (bei RIP mit IP) Split Horizon with Poisoned Reverse.
RIP erlaubt deshalb nur Netze mit einem Durchmesser von 15 Routern. Außerdem hat es noch weitere Nachteile: Lange Konvergenzzeit, nur kleine bis mittlere Netze, Flutung des Netzes durch Austausch der Routingtabellen (alle 30 Sekunden bei IP, alle 60 Sekunden bei IPX) über Broadcast, keine Subnetz-Unterstützung und keine Authentifizierung. RIP wird mehr und mehr von OSPF abgelöst.
Die Version RIP-1 wurde 1969 als Teil des ARPANET entwickelt und verwendet den Bellman-Ford-Algorithmus.
Mit der Version RIP-2 wurden einige Einschränkungen beseitigt. Neben der möglichen Authentifizierung und der Übermittlung der RIP-Pakete per Multicast ist vor allem die Unterstützung von Subnetzen und CIDR gegeben. Da bei RIP-1 keine Netzmasken zwischen den Routern ausgetauscht werden, konnten nur Netze mit gleichen Netzmasken verbunden werden. Bei RIP-2 werden die Netzmasken übermittelt, somit sind beliebige Netzmasken verwendbar. |
|
|
|
|
|
Person(en): Zeitraum: Firma: |
kein Eintrag vorhanden - - kein Eintrag vorhanden |
|
Es gibt 45 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
Algorithmus, ARPA, ARPANET, Authentifizierung, Bell, Broadcast, Disc, Dynamisch, Ebene, EIDE, Einheit, Eser, E Netz, Format, Hop, Inform, Information, IPX, ISSE, Konvergenz, Maske, Misc, Multicast, Netz, Netzwerk, NTSC, OSPF, Paket, Pfad, Protokoll, RIP, Route, Router, Routing, Routingtabelle, Satz, Sone, Tabelle, Update, Vektor, Verbund, Version, WAND, Zahl, Zeichnen
|
|
Veröffentlicht am: Zuletzt bearbeitet am: Referenz: |
11.02.2005 von Carsten Kühn (102) Beiträge 11.02.2005 von Carsten Kühn Wikipedia |
| ..... Dieser Artikel aus Wikipedia wird durch die GNU FDL lizenziert. ..... |
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

Bei WinTotal finden Sie Programme und Tools für Microsoft Windows
|
|
| Werbung |
|
| | | | |
|

Bei Validome können Sie Ihre Website auf barrierefreies HTML testen
|
|
|