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RPG

Programmiersprache
RPG steht für Report Program Generator und stellt eine problemorientierte Programmiersprache sowie einen Programmgenerator dar. Sie wurde von IBM für die Arbeit mit Lochkarten entwickelt, weswegen der Sprachaufbau auch spaltenorientiert ist. Sie wird hauptsächlich im Bereich der Großrechner und Minirechner eingesetzt, wie z.B. auf dem S/390 oder der AS/400 (iSeries).

RPG dient im kaufmännischen Umfeld der Datenlistenbearbeitung, d.h. die Hauptaufgabe besteht im Lesen, Berechnen und formatierten Ausgeben von Datenbankdateien.

Programme, die mit RPG geschrieben wurden, pflegt man auch noch in der heutigen Zeit. Nach Weiterentwicklungen (RPG I - IV) werden neuere Projekte inzwischen mit dem besseren ILE RPG geschrieben.

Programme dieser Sprache werden in einem Programmzyklus verarbeitet, dessen Schritte sich ständig wiederholen. Im ersten Schritt werden allgemeine Informationen der Kopfzeile (Header) verarbeitet. Danach folgt das Lesen eines Datansatzes und dessen Verarbeitung.

Der nächste Schritt ist die Ausgabe der verarbeiteten Daten. Ist danach ein bestimmter Indikator (der LR-Indikator) auf ON gesetzt, so wird das Programm beendet. Falls der Indikator weiterhin auf OFF gesetzt ist, wird der nächste Datensatz für die Verarbeitung vorbereitet.

Ein einfaches Programm kommt mit 5 von insgesamt 10 Bestimmungen aus:

Die Header-Bestimmung legt allgemeine Bedingungen und Werte fest.

Die Dateibeschreibung beschreibt alle vom Programm verwendeten Dateien. Dafür werden folgende Informationen benötigt: 1. Dateiname, 2. Art der Dateiverwendung 3. Satzlänge in der Datei, 4. Eingabe- oder Ausgabeeinheit

Die Eingabebestimmung legt Felder, Konstanten oder Datenstrukturen fest.

Die Rechenbestimmung dient der Verarbeitung der Daten. Sie legt die Reihenfolge und die jeweiligen Befehle fest.

Die Ausgabeoperation beschreibt die Felder und Sätze der Ausgabedateien, sowie die Bedingung unter der die Ausgabe durchgeführt wird.


Der Programmzyklus übernimmt die Verarbeitungsregeln für die jeweilige Datei. Der Programmierer braucht sich also nicht um den Zugriff auf jeden einzelnen Datensatz kümmern, was jedoch auch eine gewisse Unflexibilität mit sich bringt. Des weiteren ist es nicht möglich komplexere Berechnungen wie z.B. rekursive Algorithmen auszuführen

Person(en):
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Es gibt 53 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:

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Veröffentlicht am:
Zuletzt bearbeitet am:
Referenz:
19.04.2004 von Wilhelm Janssen (7094) Beiträge
28.08.2004 von Wilhelm Janssen
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