Karl Steinbuch (* 15. Juni 1917 in Stuttgart), Kybernetiker, Nachrichtentechniker und Informationstheoretiker.
Karl Steinbuch 1968
Steinbuch gilt als Theoretiker der informierten bzw. falsch programmierten Gesellschaft (Rieger); siehe Kybernetik und Kybernetische Anthropologie.
Karl Steinbuch hat schon vor 30 Jahren vor dem Niedergang Deutschlands gewarnt und die "Unfähigkeit unserer Gesellschaft" beklagt. Seine Bestseller "Falsch programmiert" und "Programm2000" (gegen Ende der 60er Jahre) wurden rasch vergessen. Steinbuch sah schon damals, dass wir unsere Zukunft verschlafen, und hat Deutschlands international schwindende Wettbewerbsfaehigkeit schon damals recht präzise vorhergesagt.
Steinbuch ist Erfinder des ersten brauchbaren kuenstlichen neurolalen Netzes der Welt: der Lernmatrix. Steinbuch wurde zu Unrecht vergessen, meint Prof. Wolfgang Hilberg von der TH Darmstadt in einem kuerzlich erschienenen Aufsatz ueber die Geschichte der Lernmatrix.
Der Begriff "Informatik" geht auf eine Veroeffentlichung Karl Steinbuchs im Jahre 1957 zurueck.
Publikationen
1989: Die desinformierte Gesellschaft
1978: Maßlos informiert. Die Enteignung des
Denkens
1973: Kurskorrektur
1971: Automat und Mensch. Auf dem Weg zu einer kybernetischen
Anthropologie (4., überarb. Aufl.)
1968: Falsch programmiert. Über das Versagen
unserer Gesellschaft in der Gegenwart und vor der
Zukunft und was eigentlich geschehen müßte
1966 (1969): Die informierte Gesellschaft. Geschichte
und Zukunft der Nachrichtentechnik
Person(en): Zeitraum: Firma:
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