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Tcl (ursprünglich "Tool command language", also etwa "Werkzeugsprache") ist eine Skriptsprache, sehr leicht zu lernen und in vielerlei Hinsicht Lisp sehr ähnlich. Andere Ähnlichkeiten bestehen zu C und Unix-Shell-Sprachen.
Sehr bekannt ist Tcl durch das Tk Toolkit, mit dem sich portable grafische Benutzeroberflächen leicht programmieren lassen. Der grafische Werkzeugkasten "Tk" steht für eine Vielzahl von Betriebssystemen mit dem für die jeweiligen Fensterverwalter üblichen Aussehen ("native look and feel") zur Verfügung. Diese Programmierschnittstelle wird auch von Perl und Python benutzt. Die Kombination aus Sprache und Toolkit, auch bekannt als Tcl/Tk, stammt von John Ousterhout.
Tcl ist im Grundsatz sehr einfach aufgebaut und grenzt sich gegen Sprachen wie Perl, APL und C durch absolut konsequenten Einsatz einer einheitlichen Syntax ab. Es gibt nur ein einziges Konstrukt und an Sonderbedeutungen von Zeichen lediglich die von eckigen und geschweiften Klammern und dem Rückstrich (Backslash), wenn man von Anführungsstrichen für Zeichenketten einmal absieht. Damit keine Verwechslungen auftreten, sind beispielsweise einfache Anführungen (Hochkommata) sowie einfache Gleichheitszeichen (=) völlig unbekannt. Es gibt nur doppelte Anführungen ("hallo") und das doppelte Gleichheitszeichen (für Vergleiche).
Alle Anweisungen sind immer gleich aufgebaut - von Konstrukten wie if und while über Zuweisungen bis hin zu Kommentaren. Ja, auch der Kommentar ist ein gewöhnliches Kommando, das einfach nichts tut.
Tcl ist eine typlose Sprache, so dass jede Variable abwechselnd alle Grund-Datentypen Ganzzahl, Fließkommazahl und Zeichenkette enthalten kann. Die Verwendung einer nicht definierten Variable führt allerdings zu einem Fehler - im Gegensatz zur Programmierung mit dem Unix-Kommandozeileninterpreter oder awk. Konstrukte wie assoziative Arrays und Listen werden in Tcl oft angewendet.
Tcl-Programme enthalten keine kryptischen Operatorfolgen, sondern jede Anweisung besteht immer aus einem Kommandowort, dem keiner, einer oder mehrere Parameter folgen. Ein Kommando wird von einem Zeilenende oder Semikolon begrenzt.
Geschweifte Klammern schützen ihren Inhalt von Interpretation. Dadurch können Kommandos dann auch mehrere (auch viele) Zeilen umfassen.
Der Inhalt eckiger Klammern wird als Unterkommando ausgeführt und dann durch sein Ergebnis ersetzt. Dies kann auch mehrfach ineinander geschachtelt passieren.
Zuweisungen geschehen mit dem Kommando set - ohne ein Gleichheitszeichen. So ist auch hier kein Bruch in der extrem einfachen Syntax vorhanden
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Es gibt 58 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
Anführungen, Anweisung, APL, Array, Backslash, Benutzer, Benutzeroberfläche, Betriebssystem, Bina, Daten, Datentyp, Einheit, Fehler, Fenster, Ganzzahl, geschachtelt, Grafische Benutzeroberfläche, IGES, Interpreter, Kommando, Kommandozeile, Kommentar, Language, LISP, Liste, Look and Feel, Nativ, Oberfläche, Opera, Operator, Parameter, Pass, Perl, Port, Portable, Programm, Programmierung, Python, Rach, Satz, Schacht, Schnitt, Schnittstelle, Shell, Skript, Skriptsprache, Slash, Sprache, Syntax, System, Tool, UNIX, Variable, while, Wort, Zahl, Zeichen, Zeile
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Veröffentlicht am: Zuletzt bearbeitet am: Referenz: |
28.08.2004 von Wilhelm Janssen (7094) Beiträge 28.08.2004 von Wilhelm Janssen Wikipedia |
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