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Wolfenstein 3D, auch "Wolf3D" genannt, ist ein Computerspiel der Firma id Software. |
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Wolfenstein 3D Cover
Wolfenstein 3D gehörte zu den erfolgreichsten Computerspielen der 90er Jahre. Das Spiel wurde von id Software entwickelt und von Apogee Games am 5. März 1992 veröffentlicht. Wolfenstein 3D ist einer der ersten sog. Ego-Shooter, bei dem der Spieler eine Handlungsperson durch ein dreidimensionales Labyrinth steuern kann und seine Umgebung aus der Ich-Perspektive wahrnimmt.
Wolfenstein 3D wurde inspiriert durch die 2D-Variante Castle Wolfenstein von Muse Software aus dem Jahre 1981. Dieses frühere Spiel wurde zuerst nur für den Apple II angeboten, später auch für die Plattformen: Atari XL (1982), C64/128 (1983) und DOS (1984) umgesetzt.
Beschreibung
Wolfenstein 3D gehörte zu den erfolgreichsten Computerspielen der 90er Jahre. Das Spiel wurde von id Software entwickelt und von Apogee Games am 5. März 1992 veröffentlicht. Wolfenstein 3D ist einer der ersten sog. Ego-Shooter, bei dem der Spieler eine Handlungsperson durch ein dreidimensionales Labyrinth steuern kann und seine Umgebung aus der Ich-Perspektive wahrnimmt.
Wolfenstein 3D wurde inspiriert durch die 2D-Variante Castle Wolfenstein von Muse Software aus dem Jahre 1981. Dieses frühere Spiel wurde zuerst nur für den Apple II angeboten, später auch für die Plattformen: Atari XL (1982), C64/128 (1983) und DOS (1984) umgesetzt.
Handlung
Die Handlung von Wolfenstein 3D dreht sich um einen fiktiven amerikanischen Soldaten, der sich aus seiner Nazi-Gefangenschaft auf der "Ordensburg" Wolfenstein befreien muss. Um dieses Ziel zu erreichen, muss sich der Spieler seinen Weg durch verschiedene Ebenen eines Gebäudes freikämpfen.
Die Gestaltung des Spiels kann mit dem Begriff "grotesk" hinreichend beschrieben werden. Als Widersacher treten dem Spieler meistens halbwegs "normale" Hindernisse wie Wehrmachtssoldaten oder SS-Männer entgegen, in späteren Missionen muss man sich jedoch auch mit Gegnern wie Zombies (mit Pistole im Brustkorb!) herumschlagen. Als Endgegner haben bspw. ein Cyborg-Hitler im Raumanzug oder ein Raketen schießender Hermann Göring ihren Auftritt.
Dreidimensionalität
Das Spiel war ein Meilenstein in der Entwicklung von Ego-Shootern, besonders in der technischen Umsetzung. Wolfenstein gab es als Grafikadventure bereits für den Commodore VC20, jedoch nicht mit einer 3D-Grafik. 1992 war aufgrund des Preisverfalls für Prozessoren die für Wolfenstein 3D benötigte Rechenleistung breit verfügbar.
Die Labyrinthe, in denen Wolfenstein 3D spielt, sind nicht wirklich dreidimensional, sondern nur so dargestellt. So gibt es beispielsweise keine Höhendimension. Das Spielfeld wird technisch durch ein Raster dargestellt, das aus Wandblöcken, Leerräumen und beispielsweise Türen dargestellt wird. Wände können daher nur geradlinig in Nord-Süd- oder Ost-West-Richtung verlaufen und somit nur rechtwinklig aufeinander stoßen. Die Wände werden durch Texturen bedeckt, was z.B. für den Boden und die Decke nicht in Frage kam. Die in Nord- und Südrichtung zeigenden Wände sind anders schattiert als die in Ost- und Westrichtung zeigenden Wände, was dem Räumlichkeitseffekt zugute kommt. Die Gegner und alle anderen Levelverzierungen sind nicht als dreidimensionale Objekte aus Polygonen aufgebaut, sondern aus Bitmaps, die passend verkleinert bzw. vergrößert werden.
Aus der einfachen Konzeption ergibt sich eine technische Anspruchslosigkeit. Wolfenstein 3D läuft problemlos mit einem 80286-Prozessor.
Sprachausgabe
Wolfenstein 3D genießt im deutschen Sprachraum aufgrund seiner Sprachausgabe einen gewissen Kultstatus. Die Gegner geben im Verlauf des Spiels kurze deutsche Sätze von sich, die miserabel digitalisiert, falsch betont und für deutsche Muttersprachler zum Totlachen sind.
Beispiele:
- "Mein Leben!" (Todesschrei eines Gegners)
- "Die, allied Schweinhund!" (Kampfschrei eines Endgegners)
- "Eva! Auf Wiedersehn!" (Todesschrei des Hitler-Cyborg-Endgegners)
Beschlagnahmung
Wolfenstein 3D wurde in Deutschland durch die Justiz bundesweit beschlagnahmt. Der Privatbesitz ist zwar erlaubt, Vertrieb und Verbreitung in Deutschland sind somit aber in jedem Fall verboten.
Die Beschlagnahmung wurde damit begründet, das Spiel verstoße gegen § 86a des Strafgesetzbuches (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen). Im Spiel tauchen Nazi-Symbole wie Hakenkreuzfahnen und Führerbilder auf. Als Titelmusik ertönt das faschistische Horst-Wessel-Lied.
Zusätzlich wurde das Spiel formal durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdete Schriften (BPjS) indiziert, was jedoch keine über die Beschlagnahmung hinausgehenden rechtlichen Auswirkungen hatte.
Später erschien eine "entschärfte" Fassung des Spiels, bei dem bspw. die Hakenkreuze durch Eiserne Kreuze ersetzt wurden.
Wegen der Verbote wurde das Spiel seinerzeit nicht in Spieletests beim Namen genannt. Da es aber ständig als Maßstab für andere, frühe Ego-Shooter herangezogen wurde, wurde es meistens mit "Hundefelsen 4D" umschrieben. |
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Person(en): Zeitraum: Firma: |
kein Eintrag vorhanden 199 id Software |
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Es gibt 51 weiterführende Erklärungen oder Definitionen:
3D-Grafik, 80286, Adventure, Apple, Apple I, Apple II, Atari, Ausgabe, Bitmap, C64, Chat, Commodore, Computer, Computerspiel, Cyborg, Daten, Digital, DOS, Ebene, Ego-Shooter, Fangen, Feld, Grafik, id Software, ISSE, Level, Licht, Mach, NTSC, Objekt, Pass, Plattform, Polygon, Prozess, Prozessor, Rach, Rage, Raster, Reis, Riva, Schrift, Software, Spiele, Sprachausgabe, Strafgesetzbuch, Symbol, Text, Textur, UMSC, WAND, Zeichen
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Veröffentlicht am: Zuletzt bearbeitet am: Referenz: |
18.02.2005 von Carsten Kühn (102) Beiträge 18.02.2005 von Carsten Kühn Wikipedia |
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